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Gewollt, geschaffen, geliebt

Meine Identität und die Frage nach dem Ich


Was ist meine Identität? Name, Geschlecht, Beruf, Follower auf Social Media – ist das schon alles? Wer definiert, was mich abseits von diesen Dingen ausmacht? Wie viel Individualität ist gesund, und wann ist es sinnvoll, sich anzupassen? Wenn ich mich mit meiner eigenen Identität befasse, bin ich gerne schon mal überwältigt von der Komplexität, die in diesem Thema und in mir selbst steckt. Ich entdecke Seiten an mir, die ich nicht mag, aber auch jene, zu denen ich selbstbewusst stehe.

Wir möchten Sie dazu einladen, sich neu mit Ihrer Identität zu beschäftigen. Um der Vielschichtigkeit gerecht zu werden, ist dieses Dossier in vier Unterthemen unterteilt. So finden Sie schnell und leicht die Themenbereiche, zu denen Sie konkrete Fragen haben:

Es ist entscheidend für meine Identität, wie ich selbst über mich denke. Ich kann mich selbst als Vollkatastrophe betrachten, oder als Superheld. Und das hat unweigerlich Auswirkungen auf mich und meine Handlungen. Wie man lernt, einen gesunden Blick auf sich selbst zu haben, dazu erhalten Sie inspirierende Impulse unter „Identität: Was macht mich aus?“.

Natürlich wird meine Persönlichkeit auch dadurch geprägt, wie ich mit anderen interagiere. Als extrovertierter Mensch brauche ich den Kontakt mit anderen – das gibt mir Energie und zeigt mir, wie ich bin. Introvertierte Menschen hingegen erkennen häufig in Abgrenzung zu ihrem Umfeld, wer sie sein möchten und schöpfen Energie aus der Stille. In den Themenbereichen „Identität: Mein Umfeld und ich“ und „Identität: Frau und Mann“ dreht sich alles darum, wie ich mich anderen Menschen gegenüber verhalte und meine eigene Rolle finde.

Für Christen ist ihre Identität vor allem in der Beziehung zu Gott gegründet. Gott verspricht uns, dass wir seine Kinder sind. Was das konkret für Sie bedeutet, erfahren Sie unter „Identität: Christ sein“.

 

Neueste Beiträge zum Thema Identität

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1) Identität: Was macht mich aus?

Als man mich früher im Kindergarten gefragt hat, wer ich bin, habe ich einfach meinen Namen gesagt. Das war leicht. Doch mit den Jahren sammelten sich Erlebnisse, Erfolge, Verluste – Dinge, die mich prägten. Die Frage: „Wer bist du?“ ist jetzt schwerer zu beantworten, denn ICH bin vielschichtiger geworden. Manche dieser Schichten mag ich sehr an mir, andere wiederum engen mich ein.

So hat es auch Franziska Decker erlebt. Deswegen schaut sie sich ihre Schichten ganz genau an – und sortiert aus. Auf fromme Schablonen, Einheitsbrei und Grautöne hat sie keine Lust mehr. Franziska will farbenfroh und befreit leben.

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Vom Selbstzweifel zur Selbstannahme

Deutsches Unternehmertum und Instagram haben eines gemeinsam. Sie glauben beide folgenden Satz: „Wenn du nur hart genug an dir arbeitest, kannst du es weit bringen.“ Was eigentlich motivieren soll, verleitet aber viel zu oft in ein negatives Mindset: Ich sehe, was alles noch schlecht läuft. Ich konzentriere mich auf das, was es noch zu optimieren gilt. Es ist schwer, den problemorientierten Blick abzulegen.

Tabitha Bühne hat bei ERF Jess Talkwerk erzählt, wie sie es geschafft hat, positiv von sich zu denken. Dazu musste sie aktiv umlernen. Sie nahm sich vor: „Ab morgen bin ich schön!“

 

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Wenn sie durch den Supermarkt geht, kauft sie absichtlich schlechtes Gemüse. Joanna Olszak ist sich so wenig wert, dass sie sich nicht mal gutes Essen gönnt. Auf der Suche nach Liebe hat sie viele Irrwege hinter sich, von Alkoholmissbrauch bis zu gewalttätigen Beziehungen. Sie lässt sich alles gefallen, fühlt sich wie Dreck.

Dann empfiehlt ihre Schwester ihr die Sendung ERF MenschGott. Joanna schaut eine Folge nach der anderen und stellt staunend fest: Es gibt einen Gott, der auch mich unendlich liebt.


Endlich geliebt

Sie hält sich für wertlos – bis Joanna Olszak durch ERF MenschGott von Gottes Liebe hört.

ERF Mitarbeiterstimmen zum Thema

Johannes Kolk, Volontär

Ich bin zufrieden mit dem, was ich kann. Was ich nicht kann, können andere. Da hatte Gott ´ne starke Idee.

Johannes Kolk, Volontär

Manuela Odrich, Begleitredakteurin ERF Jess

Gott hat sich was bei mir gedacht. Ich muss nicht die Erwartungen anderer erfüllen, um jemand zu sein. Das befreit!

Manuela Odrich, Begleitredakteurin ERF Jess

Robert Bittel, Architekt / Modulleiter Neubau

Für mich hat Identität mit einem Ort zu tun. Für den ERF haben wir diesen mit Gottes Hilfe und vielen Spenderinnen und Spendern neu gebaut.

Robert Bittel, Architekt / Modulleiter Neubau

Vera Nölke, Volontärin

Ich sehe in funkelnde Augen, höre zu, frage nach und widerspreche. Ich begegne anderen, wie sie sind, und erlebe, wer ich bin.

Vera Nölke, Volontärin

 

Mehr zum Thema im Magazin ERF Antenne

 

2) Identität: Mein Umfeld und ich

Es gibt Räume, in denen fühle ich mich wohl. Mein Zuhause zum Beispiel. Hier habe ich Menschen um mich, zu denen ich eine tiefe Verbindung habe. Mein Partner steht beim Zähneputzen direkt neben mir. Meine beste Freundin wohnt nur eine Straße weiter. Heimat ist ein wichtiger Teil von Identität. Wie sehr es das Leben erschüttert, wenn Heimat zerstört ist, erleben gerade viele Menschen in der Ukraine.

Fremde passen nicht in Kinderschuhe

Wie verhalte ich mich gegenüber anderen Menschen – z. B. gegenüber denen die Hilfe suchen? Katrin Faludi hat gemerkt: Menschen brauchen nicht nur Kleidung und Essen. Sie möchten geliebt werden, und zwar auf Augenhöhe. Das fällt Katrin nicht immer leicht, vor allem dann, wenn Geflüchtete sich mit Sprache und Kultur schwertun. Trotzdem stellt sie sich dieser Aufgabe, denn sie ist davon überzeugt, dass jeder Mensch eine von Gott gegebene Würde besitzt. Denn für Gott gibt es keine Fremden.

 

 

„Wir sind eine Menschheitsfamilie“

Identität entsteht durch Handeln. Rainer und Maren haben sich 2015 dazu entschlossen eine Menschheitsfamilie zu sein. Sie haben Nayzgi aus Eritrea aufgenommen. Wie das funktioniert hat, und was sie dadurch lernen durften, haben sie bei ERF Jess Storythek erzählt.

 

 

Familiäre Prägungen erkennen

Nicht erst seit der Flüchtlingskrise stellt sich die Frage: „Wer bin ich eigentlich bei anderen?“. Gerade in der Familie prägen Menschen einander. So hat zum Beispiel die Geschwisterkonstellation oft einen großen Einfluss darauf, wie ich mich selbst entwickle.

Bin ich eine typische Erstgeborene und erziehe mein Geschwisterkind gleich mit? Oder bin ich das Nesthäkchen und durfte daheim praktisch alles? Diese Erfahrungen prägen auch den weiteren Umgang mit meinen Mitmenschen.

Führen Sie die praktische Übung im Artikel „Meine Herkunftsfamilie am Tisch“ durch und lernen Sie, die eigenen Prägungen zu durchschauen.


 

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„Alle sollen mich lieben“

Er zieht unfreiwillig die Aufmerksamkeit auf sich: Bernd Hock wird mit deformierten Armen und Händen geboren. Anfangs leidet er darunter, dann tritt er die Flucht nach vorne an.

Mit seinem Humor und seiner Schlagfertigkeit wird er ein beliebter Entertainer. Seinen Selbstwert sucht er auf der Bühne. Er hat das Gefühl: „Wenn ich schon keine Frau abbekomme, sollen mich alle anderen lieben.“ Doch bald spürt er, dass das Hochgefühl des Auftritts nur einen Applaus lang hält.


„Alle sollen mich lieben“

Entertainer Bernd Hock suchte lange seinen Selbstwert in der Liebe des Publikums.

3) Identität: Frau und Mann

Über Jahrzehnte war das mit den Geschlechtern klar. Männer und Frauen waren verschieden und fügten sich scheinbar perfekt in entsprechende Rollen. Seit einigen Jahren wird das fleißig hinterfragt. Manchmal ist es sinnvoll, manchmal geht es aber auch zu weit. Die Diskussion um Rollenbilder wird dabei durchaus emotional geführt – verständlicherweise. Denn die Frage nach dem Geschlecht ist eng mit der eigenen Persönlichkeit verknüpft. Ich selbst spüre oft, wie schnell ich bei diesem Thema innerlich aufschreie, wenn Menschen anderer Meinung sind als ich.

Auch in der Bibel werden Rollenbilder geprägt. Wer nun aber meint: Altes Buch = veraltete Ansichten, der macht es sich zu leicht. Rebecca Schneebeli hat die Bibel aufmerksam durchgearbeitet, und – abseits der gängigen Klischees – interessante Dinge über Mann und Frau entdeckt.

 

 

Zwischen Wickeltisch und Kanzel

Sarah Stopp ist Mutter von drei Kindern und Pastorin. Mit dieser Doppelrolle kommt sie mittlerweile gut klar. Das war aber nicht immer so. Jahrelang ist sie sich selbst nicht sicher: „Ich lebte in einem ständigen inneren Kampf zwischen dem, was ich sein sollte und dem, was ich sein möchte – nämlich beides: Mama und Pastorin“.  Nach vielem Ringen findet sie Zuspruch bei dem, für den sie arbeitet: Gott.

 

 

Der Männercoach

Auch scheinbar bewährte Denk- und Handlungsmuster können ihre Tücken haben. Dirk Schröder ist Männercoach und kann davon ein Lied singen. Er selbst stürzte mit Anfang 40 in eine tiefe Midlife-Crisis, und all seine beruflichen Erfolge konnten ihm nicht helfen. Er fand einen Weg zurück ins Leben und arbeitet heute mit Männern, die genau das wollen: Etwas, das wirklich trägt.

 

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4) Identität: Christ sein

Alles aus eigener Kraft heraus zu schaffen ist unrealistisch. Trotzdem versuchen wir es immer wieder, nur um an unsere Grenzen zu stoßen. Woher nehme ich die Kraft, die mir selbst fehlt? Christen finden in Gott ein Gegenüber, der sie bedingungslos liebt. Das spendet viel mehr als nur Kraft. Seine Liebe motiviert, nach Höherem zu streben. Sie begabt, beruft und rettet. Christen sind davon überzeugt, dass Gott Ihnen einen Wert zuspricht, unabhängig von dem wer sie sind.

Aber wie macht Gott das? Katharina Heiser hat sein Sprechen durch ihren Nachbarn erlebt. Wann immer sie sich im Hausflur begegneten, konfrontierte sie Herr Gärtner mit einer göttlichen Wahrheit: „Katharina, Kind Gottes!“

 

Katharina Heiser (Foto: Carsten Meier / ERF)

Herr Gärtner sprach mir selbstverständlich und radikal zu, was nach meinem Verständnis den Kern des christlichen Menschenbildes ausmacht: Die wertvolle menschliche Identität als Geschöpf Gottes.

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