Was Christen glauben

Was Christen glauben

Vielen Menschen ist es ein Rätsel, wie jemand in der heutigen, aufgeklärten Zeit noch an einen Schöpfergott glauben kann. Die Wissenschaft kann heute viele Dinge erklären, die noch vor 100 Jahren als Wunder gegolten haben. Doch die Wissenschaft erklärt alles nur faktisch. Die inneren Sehnsüchte, das Verlangen nach Freiheit, nach Seelenfrieden und nach Vergebung kann sie nicht beantworten.

Professorin Barbara Drossel
Bild: Ulrich Pontes

Physikprofessorin Barbara Drossel vereint Naturwissenschaft und den christlichen Glauben auf interessante Weise. In ihrem Beitrag „Glaube trotz Urknall“ erklärt sie, wie das zusammengeht:

 

 

 

Übrigens gibt es noch eine ausführliche Sendung der Reihe „Glaube und Denken“ mit Barbara Drossel, in der sie ihre Position noch deutlicher erklärt. Der Titel: „Glaube und Naturwissenschaft im Streit miteinander?

Auch „Materialismus“ ist ein Glaube, dem viele Menschen nachhängen: Haus, Sportwagen, die erste Million - diese Träume hat sich Nathanael Draht schon mit 30 Jahren erfüllt. Doch in ihm ist eine Leere, die nicht mit Luxusgütern zu stopfen ist. Ausgerechnet in seiner Hausbar entdeckt er ein vergessenes Buch, das ihn auf eine heiße Spur bringt.

 

 

 

Dr. Martin Luther, der die Bibel aus dem Urtext ins Deutsche übersetzt hatte, hat in den Evangelien und Briefen des Neuen Testaments Antworten auf die essenziellen Fragen des Lebens gefunden. Er dichtete im Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“:
Das Wort sie sollen lassen stahn“. Damit meinte er, dass das Wort Gottes (= Die Bibel) fest und stark im Bewusstsein eines Menschen verankert sein muss. Alle (Glaubens)-Überzeugungen müssen sich für ihn am Wort Gottes messen lassen.  Wurde er mit Auffassungen konfrontiert, die den seinen widersprachen, vertrat er den Grundsatz: „Nenn mir eine Bibelstelle, die deine Auffassung belegt, dann gebe ich mich gerne geschlagen. Wenn aber nicht, bleibe ich bei meiner Ansicht.“

Die 4 Soli befreien von falschen Schuldgefühlen

Wo lebendiger Glaube beginnt
Aus dem ANTENNE-Artikel „Wo lebendiger Glaube beginnt“ von Elke Drossmann
(Foto: Claudiad / istockphoto.com; gamegfx / istockphoto.com)

Doch die befreiende Botschaft der Bibel enthält mehr! Martin Luther hat beim Lesen und Übersetzen erkannt, dass Menschen sich nicht durch Anstrengung und Kasteiung, durch gute Taten oder durch einen besonders enthaltsamen Lebensstil Gott nähern können. Es war „allein die Gnade“ (Sola Gratia) von Gott, die dies zuließ. Und so formulierte er viermal das Solus, das alleinige Merkmal, das für den Menschen wichtig ist:

  1. SOLA FIDE – Allein durch Glauben
  2. SOLA GRATIA – Allein durch die Gnade
  3. SOLUS CHRISTUS – Allein (Jesus) Christus und
  4. SOLA SCRIPTURA – Allein die Schrift (= Die Bibel)
Zum Impuls „Schlupfloch in den Himmel“ (Foto: © rotten969 /sxc.hu)

Diese vier Soli sind nach Ansicht Luthers maßgeblich für das Seelenheil eines Menschen. Sie fassen die wichtigsten Aussagen der Bibel zusammen und befreien von falschen Vorstellungen, wie man als Christ zu sein hat. Sie können mit falschen Schuldgefühlen aufräumen, so wie auch Luther selbst das erlebt hat. Das beschreibt auch Hanna Willhelm in ihrem Artikel „Schlupfloch in den Himmel“.

ERF-Mitarbeiter darüber, wie sie ihren Glauben leben

Von Schuldgefühlen sind auch die Menschen heute noch getrieben, ist Lutherexperte Hans-Jörg Voigt überzeugt. Auch heute noch leben Menschen im Selbstoptimierungswahn. Es geht immer darum, etwas zu leisten, sich anszustrengen.

 

 

 

Das habe sich nicht geändert. Dabei kommt es bei Gott nicht auf Leistung an. Gott liebt jeden Menschen so wie er ist. Mehr dazu erfahren Sie im ERF Pop Beitrag „Luther und die Sahnetorte“.

Wie bekomme ich das Okay von Gott?

„Das Okay von Gott“ ist es, das den Menschen von der Angst vor dem Verderben befreit. So schreibt es auch Ingrid Heinzelmaier in unserem Magazin ANTENNE:

Mit 16 gehörte für mich als Pfadfinderin die tägliche gute Tat einfach dazu. Und das schlechte Gewissen, wenn ich es mal wieder nicht geschafft habe. Die gute Tat aber konnte nicht aufwiegen, was schief lief in meinem Leben. Später, bei einer Fahrt über die Autobahn würgte mich die Angst. Ich war nicht vorbereitet auf die Begegnung mit dem, der mich gemacht hat. Alles in allem war mein Glaube als Teenager ein Mix aus Gedanken machen und mich anstrengen.

Ähnlich erging es Martin Luther, als er im Juli 1502 in ein Gewitter geriet. Die Angst um sein Leben bewog ihn, ins Kloster zu gehen. Trotzdem blieb in seinem Herzen ein entscheidender Platz leer. Erst Jahre später begegnete Luther dem lebendigen Gott und blieb beim Römerbrief hängen: „Der Gerechte wird durch den Glauben leben.“ (Römer 1,16)

Das Okay von Gott
Aus dem ANTENNE-Artikel „Das Okay von Gott“ von Ingrid Heinzelmaier
(Foto: Viorika / istockphoto.com; gamegfx / istockphoto.com)

Monate nach meiner Autofahrt sprechen einige junge Frauen mit mir ganz unbekümmert davon. Sie sagen, dass sie „aus dem Glauben leben“. Vor einer dieser jungen Frauen seufze ich: „Heute hab ich mal wieder so viel falsch gemacht. Ich muss noch viel an mir arbeiten, bis ich in den Himmel kommen kann.“ Es ist der Moment, wo bei mir der Groschen fällt, als sie antwortet: „Nein, das stimmt nicht. Du musst nur glauben, was Jesus für dich getan hat. Dann hast du dein Okay von Gott.“

Zum Onlinekurs  „Der Galaterbrief – Freiheit, wie Gott sie schenkt“ (Bild: joto / photocase.com)

Diese Erfahrung haben viele Christen weltweit gemacht. Sie definieren sich nicht über ihre Leistung oder ihre guten Taten, sondern über ihren Glauben und die Gnade Gottes. Das schenkt ihnen Freiheit. Wie auch Sie diese Freiheit immer tiefer erfahren können, dazu gibt Ihnen unser Onlinekurs „Der Galaterbrief – Freiheit, wie Gott sie schenkt“ hilfreiche Anregungen.

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