Höher, schneller, weiter

Immer höher - zu Gott

„Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir, o Gott.“ Das sagte Kirchenlehrer und Philosoph Augustinus von Hippo. Jeder Mensch ist getrieben von etwas. In unserer Gesellschaft ist es primär die Leistung, über die sich der Mensch definiert und die ihn antreibt. Doch was, wenn man keine Leistung mehr bringen kann, weil Körper oder Geist nicht mehr mitmachen? Der Mensch braucht ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt. Was, wenn Gott selbst dieses Ziel wäre?

Erster sein; der Beste sein. Wer wünscht sich das nicht? Doch es gibt immer jemanden, der irgendwo besser ist als man selbst. Das gilt im eigenen Leben genauso wie im Sport. Letzten Endes geht es dabei um Anerkennung – und die größte Anerkennung bekommt man als Nummer 1.

Den ganzen Artikel von Ingo Marx können Sie in unserem ERF Magazin ANTENNE nachlesen. (Foto: Thorsten Indra)

Redakteur Ingo Marx bemerkt in der Bibel eine Ausnahme von dieser Regel: „Da fällt mir Johannes der Täufer ein. Der Mann muss ein richtig guter Prediger gewesen sein, einer, der die Massen faszinierte. Er war ein Kämpfer. Er hat immer sein Bestes gegeben. Selbst Jesus sprach mit großer Hochachtung über ihn. Aber Johannes wusste: Es geht nicht um mich. Ich bin nicht der Größte. „Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich. Ich bin es nicht einmal wert, ihm die Sandalen auszuziehen.“ (Matthäus 3,11) Für Johannes ist Jesus die Nummer 1. Das nennt man Demut.“

Dass Erfolg und Leistung nicht alles sind, hat auch Michael Lichtlein erlebt. Er fühlt sich einsam und erfährt Ablehnung und Misshandlung durch seine Stiefmutter. Die Lehrer wollen ihn schon auf eine Sonderschule schicken, doch mit eisernem Willen kämpft er sich nach oben. Er macht Karriere bei der Bundeswehr, betreibt Hochleistungssport, studiert und wird schließlich Psychologie-Professor. Leistungen, auf die er stolz sein könnte. Und doch fragt er sich eines Tages, was all seine Erfolge wert sind. An diesem Punkt begegnet ihm Gott.

 

Doch wie Gott begegnen, bei all den Aufgaben und Terminen? Zeit ist ein rares Gut geworden. Genügend Zeit hat eigentlich niemand mehr. Der weise Umgang mit dem Thema Zeit ist angesichts der immer schnelleren Weiterentwicklung und Veränderung der Gesellschaft nötiger denn je. Welche Tipps gibt eigentlich die Bibel zum Thema Zeit und Zeitmanagement? 

 

Dieses Thema beleuchtet der Artikel „Vom gelassenen Umgang mit der Zeit: das Zeitmanagement Gottes“ auf unserem Portal mehrglauben.de intensiver und nimmt damit die Bedeutung der Zeit in der Schöpfungsgeschichte in den Blick:

Die große Erzählung der Bibel zur Entstehung der Welt führt uns direkt zur entscheidenden Frage: Was ist Zeit? Der Schöpfungsbericht in 1. Mose 1,1-31 stellt dem Chaos der Urzeit die ordnende Kraft der Schöpfungstage gegenüber. Dabei legt der Autor den Fokus auf den Rhythmus, der zwischen Arbeit und Ruhe herrschen soll und den Gott schon mit der Erschaffung der Welt festlegt: „Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. (Genesis 2,2-3)

An der Schöpfungsgeschichte können wir außerdem lernen, „dass Glück und Erfolg letztlich nicht vom menschlichen Tun allein abhängig sind. Damit menschliches Leben gelingt, braucht es den Segen Gottes. Der Sabbat wird so zur Rückbesinnung des Geschöpfes auf seinen Schöpfer. So wird das Leben des Menschen in einen größeren Zusammenhang eingeordnet, bekommt Ziel und Sinn.“ 

Doch Leistung, auch sportliche Leistung, stellt keinen Widerspruch zum Glauben dar. Das beweist Filmemacher und Inspirationstrainer David Kadel, der auch der Herausgeber der Fußball-Bibel ist. Davon, wieso er den Fußball für die schönste Nebensache der Welt und den Glauben für die schönste Hauptsache der Welt hält, erzählt er in der Sendung Gott sei Dank.