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© Rui Xu / Unsplash.com

28.11.2020 / ERF GlobalHope / Lesezeit: ~ 6 min

Autor: Rebecca Schneebeli

Glauben in die Familie bringen

Neue Sendereihe gibt Zuhörern in Zentralasien Orientierung in schwierigen Familiensituationen.


Adventszeit, Familienzeit. In diesem Jahr wird dies sogar noch mehr als sonst so sein. Denn am Mittwoch wurde für Deutschland eine Fortführung und Verschärfung der bisherigen Kontaktbeschränkungen beschlossen. Aber nicht nur bei uns, auch anderswo auf der Welt werden Familien diese Advents- und Weihnachtszeit aufgrund der Corona-Pandemie stärker in ihrer Kernfamilie verbringen.

Beisammen sein als Familie, das kann schön und anstrengend zugleich sein. Gerade wenn es bereits Konflikte in Familien gibt, brechen diese oft besonders an Feiertagen hervor. Dann ist jedoch selten der richtige Zeitpunkt, generelle Probleme innerhalb der Familie zu klären.

Beisammen sein als Familie, das kann schön und anstrengend zugleich sein. Gerade wenn es bereits Konflikte in Familien gibt, brechen diese oft besonders an Feiertagen hervor.

 

Seelsorge, Paar- und Familienberatung, aber auch gute Sachbücher können dann helfen. In Zentralasien stehen Christen diese Optionen längst allerdings nicht so zahlreich zur Verfügung wie in Deutschland. Christliche Literatur gibt es dort wenig bis gar nicht, zudem verbietet es die Kultur, sich mit persönlichen Problemen an Außenstehende zu wenden. Viele zentralasiatische Christen bleiben daher mit ihren Familienproblemen allein.
 

Mit Familienprogrammen christliche Grundlagen legen

Dabei brauchen gerade sie Hilfe. Viele von ihnen sind noch neu im Glauben und haben grundsätzliche Fragen dazu, wie man als Christ lebt. Sie merken, dass die Art und Weise, wie sie früher in ihren Familien miteinander umgegangen sind, nicht mehr zu ihrer christlichen Überzeugung passt. Doch sie sehen nur wenige positive Vorbilder, wie Familienleben anders funktionieren kann.

Um hier eine Hilfe zu bieten, hat unser internationaler Partner TWR eine neue Sendereihe initiiert. Sie heißt „The Christian Home“ (das christliche Zuhause) und richtet sich speziell an Menschen, die wissen wollen, wie sie als Christen ein positives Familienleben gestalten. Das Programm ist jeweils 15 Minuten lang und wird einmal in der Woche ausgestrahlt.

In den Sendungen geht es um die Beziehung zwischen Vater und Sohn, um den Einfluss, die Geschwister aufeinander haben, aber auch generell um Kindererziehung und die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen bzw. Männern und Frauen. Grundlage für das Programm ist die Bibel; so wird auch immer wieder auf biblische Familiengeschichten verwiesen. Ziel der Sendung ist, Familien in Zentralasien zu stärken und gleichzeitig auf Jesus hinzuweisen.
 

Unterstützung für junge Paare, Notanker für zerrüttete Familien

Aktuell wird „The Christian Home” in Kirgistan, Kasachstan und Tadschikistan ausgestrahlt. Aus all diesen Ländern erreichen die Radioteams viele Feedbacks, an denen deutlich wird, wie wichtig diese Sendereihe für die Menschen in Zentralasien ist. Sogar die Mitarbeiter selbst berichten davon, dass sie durch die Programme einen großen Nutzen haben, so auch diese junge Frau:

Eure Familienprogramme eignen sich nicht nur für Familien, sie sind auch super für junge Menschen, die eine Familie gründen wollen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich selbst bin erst seit anderthalb Jahren verheiratet. Ich spreche die Programme ein und ich habe selbst davon einen großen Nutzen. Ich verstehe durch die Sendungen nun meinen Ehemann viel besser und weiß, wie wir besser miteinander kommunizieren können. Mein Mann war begeistert, als ich ihm von den Sendungen zu Hausandachten und Kindererziehung erzählt habe. Nun hören wir die Sendungen gemeinsam und diskutieren danach über die Inhalte. Wir sprechen mittlerweile auch mit anderen Paaren in unserem Alter über die Themen der Sendungen. Das hat uns sehr dabei geholfen, unsere Beziehung zu vertiefen. Wir danken Gott für eure Programme!

Ich spreche die Programme ein und ich habe selbst davon einen großen Nutzen. Ich verstehe durch die Sendungen nun meinen Ehemann viel besser und weiß, wie wir besser miteinander kommunizieren können.

 

Nicht nur junge Paare profitieren von den Sendungen. Immer wieder hören wir auch davon, dass die Programme Paaren helfen, die sich entfremdet haben. Eine andere Mitarbeiterin berichtet von einer Familie aus ihrem Bekanntenkreis:

Eine Familie, die ich kenne, hatte seit Monaten einen größeren Konflikt. Der Mann und die Frau verstanden sich einfach nicht mehr und waren ständig am Streiten. Sogar eine Scheidung stand zur Debatte. Die Frau beschwerte sich bei mir über ihren Mann und war nur schwer zu beruhigen. Ich hörte ihr zu und sagte ihr, dass eine Scheidung nicht der richtige Weg sei. Aber sie hatte die Beziehung schon aufgegeben und wollte ihn einfach nicht mehr sehen. Ich empfahl ihr, sich unsere Familiensendungen anzuhören. Heute bekam ich einen Videoanruf von ihr. Mittlerweile geht es ihnen als Familie wieder gut. Die Radiosendungen haben ihr geholfen, an ihrer Beziehung zu arbeiten.
 

Multiplikatorin lernt selbst etwas dazu

Viele Christen nutzen die Programme mittlerweile, um Bekannte mit Familienproblemen zu unterstützen. Gerade in den Monaten, in denen es in etlichen Ländern Zentralasiens einen sehr harten und langen Lockdown gab, war dies notwendig. Ein weiteres Zeugnis:

Eine junge Familie, die ich kenne, steht aktuell kurz vor der Scheidung. Ich habe sie gebeten, mit einer Entscheidung zu warten, bis der Lockdown vorbei ist. Bitte betet mit mir für diese Familie und schickt mir einen Mp3-Player mit euren Familiensendungen, damit ich ihn dieser Familie schicken kann.
 

Die junge Frau, die dies an unseren Partner vor Ort schrieb, bat gleich um mehrere Mp3-Player, um Programme an weitere Bekannte und Verwandte zu verteilen. Denn sie hat bemerkt, dass ihre Familie, die Jesus bisher noch nicht kannte, durch die Pandemie offener für den Glauben geworden ist. Daher ist es ihr ein besonderes Anliegen, in dieser schwierigen Zeit Jesus unter ihren Bekannten großzumachen. Während sie die Sendungen von TWR hört und sich für andere engagiert, sind ihr durch die Programme auch eigene Fehler klargeworden:

Durch eure Sendungen habe ich erst verstanden, wie falsch ich mich oft gegenüber meinen Kindern und meinem nichtgläubigen Mann verhalten habe. Ich bitte Gott darum, dass er mich hier verändert und korrigiert.

 

Auch ein anderer Christ, der sich für sozial benachteiligte Familien engagiert, war von den Programmen begeistert und verteilt sie mittlerweile an die Familien, die er sowieso schon betreut. So erreichen die Sendungen immer mehr Familien, die sie wirklich nötig haben.
 

Begeisterung selbst bei älteren Zuhörern

Und nicht nur bei klassischen Ehe- und Familienproblemen können die Programme eine Hilfe sein. Sie können auch das gemeinsame Glaubenslebens eines Paares stärken:

Eure Sendungen haben mir und meinem Mann sehr geholfen. Ich wollte ein weiteres Kind, aber mein Mann war dagegen. Er fand, die zwei Kinder, die wir schon haben, seien genug. Nachdem er die Sendungen für TWR eingesprochen hat, hat er verstanden, dass er als Haupt der Familie mich als seine Frau unterstützen sollte. Vor allem aber hat sich sein Gebetsleben verändert. Nun beten wir gemeinsam. Auch hat er durch die Sendungen begriffen, dass er zuerst Ehemann und dann erst Vater ist. Ich habe durch eure Programme auch einiges gelernt, und zwar, dass wir nach der Geburt von Kindern nicht aufhören sollten, einander Aufmerksamkeit zu schenken.
 

Selbst von älteren Zuhörern erreichen uns immer wieder positive Feedbacks zu den Familiensendungen:

Ich bin über siebzig Jahre alt. Eines Tages bin ich trotzdem mal bei euren Jugend- und Familiensendungen hängengeblieben. Ich muss sagen: Wenn unsere Jugend sich diese Programme wirklich anhören und danach handeln würde, gäbe es viel weniger zerrüttete Familien. Während ich so eure Sendungen anhörte, erinnerte ich mich wieder an meine Zeit als Braut und mir fiel auf, dass auch ich damals viele Fehler gemacht habe. Durch eure Sendungen habe gelernt, dass Gott sich für uns interessiert, dass er uns nahe ist und sich um uns sorgt. Vielen Dank dafür!

Wenn unsere Jugend sich diese Programme wirklich anhören und danach handeln würde, gäbe es viel weniger zerrüttete Familien.

 

Gebetsanliegen

  • Bitte beten Sie dafür, dass die Familiensendungen von TWR dazu beitragen, dass Menschen in Zentralasien in ihren Familienbeziehungen wachsen und Heilung in zerbrochene und zerrüttete Familien kommt.
  • Beten Sie, dass die Zuhörer durch die Sendungen Jesus kennenlernen und sich entscheiden, ihm nachzufolgen.
  • Beten Sie für die allgemeine Situation von Familien in Zentralasien. Die Lockdowns im Frühjahr und Sommer haben familiäre Probleme an vielen Stellen verschärft. Beten Sie, dass Christen hier Vorbild und Hilfe für Familien in ihrem Umfeld sein können.
     

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 Rebecca Schneebeli

Rebecca Schneebeli

  |  Redakteurin

Sie schätzt an ihrem Job, mit verschiedenen Menschen und Themen in Kontakt zu kommen. Sie ist verheiratet und mag Krimis und englische Serien.

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