Weniger ist fair

Weniger ist fair – Wie kann gerechtes und faires Verhalten aussehen?

 

 

Die Weltbevölkerung nimmt zu, die soziale Gerechtigkeit nimmt ab. Die Ausbeutung von Mensch und Umwelt ist allgegenwärtig. Es wird geschätzt, dass weltweit etwa 45 Millionen Menschen als Sklaven leben. Das entspricht mehr als der Hälfte der deutschen Bevölkerung. Auch wenn in keinem Land der Welt Sklaverei offiziell erlaubt ist, so ist sie doch noch verbreitet. Vor allem um die Bedürfnisse unserer westlichen Konsumgesellschaft zu befriedigen.

Der provozierenden These Evi Hartmanns nach beschäftigt jeder Deutsche Sklaven. Die Wirtschaftsprofessorin hat das Buch „Wie viele Sklaven halten Sie?“ veröffentlicht. Wenn wir Kleidung tragen, Nahrung zu uns nehmen, ein Auto fahren oder ein Smartphone besitzen, arbeiten automatisch Zwangsarbeiter, moderne Sklaven, für uns, so die Autorin. Auch wenn wir das gar nicht wollen oder veranlasst haben.
 

Im Kampf gegen Ausbeutung und Sklaverei

Die Menschenrechtsorganisation „International Justice Mission“ (IJM) setzt sich weltweit für Gerechtigkeit ein und befreit Menschen aus Sklaverei. Doch was kann jeder persönlich gegen die Ungerechtigkeit in der Welt tun? Dietmar Roller, der Leiter des deutschen Zweiges der IJM, erzählt in unserer Calando-Sendung „Gegen die Sklaverei“, wie praktisch gelebte Nächstenliebe konkret aussehen kann.
 

 

Gegen die Sklaverei

Was können Christen gegen die Ungerechtigkeit in der Welt tun?

 

Im Kampf gegen Sklaverei

Sklaverei im 21. Jahrhundert ist Realität.

 

Schrei nach Gerechtigkeit

Verantwortung angesichts von Flüchtlingswellen und moderner Sklaverei.

 

Nicht nur auf Kontinenten wie Asien oder Afrika ist Sklaverei ein schwerwiegendes Problem. In Europa sind es vor allem moderne Formen von Sklaverei, wie Zwangsprostitution und der damit verbundene Menschenhandel. Unser Artikel Moderne Sklaverei mitten in Deutschland verdeutlicht, dass Menschenhandel aufgrund der Gesetzeslage in unserem Land weit verbreitet ist. Wichtig zu wissen ist, dass jeder schon im Kleinen etwas dagegen tun kann.

 

Die 14-Jährige Annika zum Beispiel wurde auf das Thema aufmerksam, als in ihrer Heimatstadt Kassel bulgarische Mädchen aus Zwangsprostitution befreit wurden. Sie war bestürzt darüber, dass die Mädchen in ihrem Alter waren. Da Annika gerne Mützen häkelt, entstand die Idee für das Projekt: „Mützen, die beschützen“. In einem Onlineshop werden ihre selbst gehäkelten Mützen verkauft, der Erlös kommt dem Verein „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ zugute.
 


Moderne Sklaverei mitten in Deutschland

Seit einigen Jahren spricht man wieder von ihnen: Sklaven.


Sklaverei im 21. Jahrhundert

Die Sklaverei wurde 1967 abgeschafft. Die Inderin Pranitha Timothy erklärt, warum die Realität anders aussieht.

 

ERF Mitarbeiter zum Thema „Weniger ist fair“

 

 

Faire Wirtschaft, fairer Konsum

Ein wichtiger Ansatz im Kampf gegen Ungerechtigkeit in der Welt ist, dass wir im Alltag auf unser Konsumverhalten achten, uns bewusst damit auseinandersetzen, was und wie wir konsumieren. Denn: Weniger ist fair! Die Initiative „anders wachsen“ vertritt zum Beispiel die Meinung, dass gesellschaftliche Entwicklung nicht mehr über das Wirtschaftswachstum definiert werden darf. Es ist eine verbreitete Ansicht, dass Menschen mehr kaufen sollen, um wirtschaftlichen Aufschwung zu fördern. Mehrere Ökonomen und Initiativen sind jedoch der Ansicht, dass der Zwang zum Wachstum längst nicht mehr die richtige Entwicklung ist. In unserem Interview „Die andere Art zu wachsen“ mit Walter Lechner erklärt der Leiter der Initiative, wie das konkret aussehen kann:


Die andere Art zu wachsen

Die Initiative „anders wachsen“ ist der Ansicht, dass gesellschaftliche Entwicklung nicht mehr über das Wirtschaftswachstum definiert werden darf.


 

Wer bewusst fair und nachhaltig konsumieren möchte, stößt allerdings oft an Grenzen, weil auch die Ehrlichkeit von Erzeugern und Herstellern an Grenzen stößt. Diese Erfahrung hat unsere Redakteurin Katrin Faludi unter anderem im Supermarkt gemacht.
Ihre Familie möchte gerne Bio-Gurken kaufen, doch sind diese im Laden meist in Plastikfolie eingeschweißt, während die „normalen“ Gurken ohne Plastikfolie verkauft werden.

Wir leben in einem System, „das uns manchmal nur die inzwischen sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera lässt oder wie hier zwischen „Nicht-Bio“ und „Plastikfolie.“ Bedeutsam ist jedoch vor diesem Hintergrund nicht zu resignieren, sondern in kleinen Schritten einen Unterschied zu machen, so Katrin Faludi.

 

Anders leben – nachhaltiger konsumieren

Fairer konsumieren als Christ. Ein Gespräch mit Dr. Thomas Weißenborn.



Warum Bio alleine nicht reicht

Eine Landwirtin stellt auf Bio um. Was bedeutet das für sie und ihren Hof?


Der Micha-Beruf und ich

Stefanie Linner setzt sich mit der Micha-Initiative Deutschland für Gerechtigkeit ein.


Weniger ist fair

Weniger ist fair – aber wie viel ist genug? Soziale Gerechtigkeit ist Thema dieser Sendung.

Mehr zum Schwerpunktthema im Magazin ERF ANTENNE

Ein weiteres Projekt, dass sich für fairen Konsum einsetzt, heißt „57 Wasser“. Dirk Krumpholz und Björn Bach wollten mit Wasser etwas Gutes tun und haben das Projekt gegründet. „57 Wasser“ deshalb, weil 57 Prozent des Bruttogewinns an Organisationen und soziale Projekte gespendet werden. Das Wasser gibt es bisher in über 60 Märkten zwischen Siegen und Köln zu kaufen: Halten Sie die Augen offen. So helfen Sie zum Beispiel mit, dass in Bangladesch 20 Kinder ein Jahr kostenlos in die Schule gehen können. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel „Die Robin Hoods des Wassers“.
 


Die Robin Hoods des Wassers

Mit Wasser etwas Gutes tun. Dirk Krumpholz und Björn Bach glauben an ihre Idee.


Fair leben

Fünf Tipps, wie Sie sich im Alltag für eine gerechtere Welt einsetzen können.


Micha Deutschland

Theodor Sperlea und Sarah Allig von der Micha-Initiative geben Tipps zu fairem Handeln.

 

Eine Möglichkeit fair zu konsumieren, bietet der Verein Foodsharing. Jeden Tag werden Unmengen an Lebensmitteln weggeworfen. Allein in Deutschland landen pro Jahr etwa 20 Millionen Tonnen im Müll. Die gute Nachricht: Es gibt immer mehr Menschen, die umdenken und Nahrungsmittel retten. In vielen deutschen Städten stellt Foodsharing sogenannte „Fairteiler" (Kühlschränke) auf, um Essen mit anderen Menschen zu teilen, statt es wegzuwerfen.

 

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