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/ Wort zum Tag

Ein passendes Lob

Die Bibelstelle Psalm 113,3 – ausgelegt von Martin Hüfken.

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!

Psalm 113.3

„Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn!“

Wann habe ich das letzte Mal einen Menschen gelobt oder eine Sache belobigt? Eine sogenannte „Laudatio“ bestätigt eine anerkennenswerte Person, indem sie unter anderem deren besondere Leistung in den Mittelpunkt stellt.

Mir scheint, dass gute Lobreden selten sind. Ich ertappe mich, dass ich im Schlechtreden meistens besser bin. Oft denke ich, für ein passendes Lob muss ich den richtigen Zeitpunkt und den geeigneten Ort abwarten. Außerdem habe ich gelernt: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“. Es könnte ja sein, dass ein zu frühes Lob, den Niedergang eines Erfolgs bedeuten kann. Da stehe ich doch besser da, wenn ich mit meinem Lob noch warte?

Der Beter von Psalm 113 wird sich solche Gedanken nicht gemacht haben. Vielleicht hat er damit recht. Ein Lob ist am authentischsten, wenn es spontan ist. Ob er lange gebraucht hat, bis er sich entschieden hat: vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang den Namen des Herrn zu loben? Ich würde ihn am liebsten fragen: wann ist es am angemessensten, Gott zu loben? Morgens für die zurückliegende Nacht oder am Abend für den zurückliegenden Tag?  Soll ich bereits am Beginn des Tages Gott für das loben, was noch kommt und zum Ende des Tages ihm danken, auch wenn ich Angst vor der nächsten Nacht habe?                                                                           

Insofern kommt mir das Fazit des Beters so überraschend vor: „Vom Aufgang bis zum Niedergang der Sonne, sei der Name des Herrn gelobt.“ Also von morgens bis abends. Aufgang und Niedergang der Sonne bedeutet in meinem geografischen Lebensraum auch: vom Osten bis zum Westen. Ich erklär mir das so: Zu jeder Zeit und in allen Bereichen meines Lebens, ist es richtig, Gott zu loben.      Ich muss auf keinen richtigen Anlass oder richtigen Zeitpunkt warten. Dabei frage ich mich besorgt, ob ich wirklich genügend Grund für so viel Lob habe.

Meine Frau hat sich seit längerer Zeit angewöhnt, jeden Abend vor dem Einschlafen, sich mindestens fünf Gründe aufzuzählen, für die sie Gott danken will. Für sie ist es die beste Art, Gott zu loben. Mich beeindruckt das. Ich möchte damit gern weitermachen, indem ich morgens, noch vor dem Aufstehen, zuerst an fünf Gründe denke, für die ich Gott lobe.

„Gelobt sei der ‚Name‘ des Herrn“. Nun, auf die Idee wäre ich wahrscheinlich nicht so schnell gekommen, Gott für seinen Namen zu loben.                                                                    

Die Bibel beschreibt mit dem Namen Gottes, wer Gott ist und was er tut. Gelobt sei der Name des Herrn. Ich erkenne und erlebe, wer Gott ist und was er tut. Gott?  Da lese ich:

„Herr, der Herrscher“ ist sein Name und „herrlich“ ist sein Name. (Psalm 8)                                              „Sein Name ist ein festes Schloss“. (Sprüche 18,10)
„Ich bin, das ist mein Name“. (2. Mose, Kapitel 3)                                                                                           
Das sind nur einige, wenige Aussagen. Sie bedeuten für mich: Gott, der Herrscher, ist herrlich wunderbar, eine schützende Festung und wo ich auch hinkomme, ist er immer schon da. Er ist ein Gott, der mich sieht. Gott, der Herr, ist Sonne und Schild für mich.  (Psalm 84,12)

So verschieden er sich mir auch vorstellt, für mich ist er doch immer derselbe. Wer Gott für mich ist? Einer der für mich ist. Wenn ich über seine Namen nachdenke, wird mir sein Wesen klar.                                                                                                                                               
Diese Liebe erinnert mich an einen Namen, durch den Gottes Liebe für mich zu einem Begriff geworden ist. „Jesus“, - der gute Name für Rettung. Durch Jesus Christus bin ich Christ geworden. Von ihm habe ich meinen Namen. Durch ihn finde ich meine Identität.

Noch ein Grund mehr, ihn zu loben - heute will ich damit neu beginnen und keinen Tag mehr aufhören.

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