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Der Tod hat das letzte Wort

Die Bibelstelle 1. Korinther 15,55.57 – ausgelegt von Martin Hüfken.

Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

1. Korinther 15,55.57

Der Tod hat das letzte Wort. Der Stachel des Todes ist, dass er jeden stechen wird. Der letzte Stich, das ist mein letzter Atemzug. Ich wünsche mir, er kommt sanft im Schlaf, wenn ich nichts davon merke, - aber bestimmen kann ich darüber nicht. Es kann auch der Unfall auf der Straße sein und ich verblute im Straßengraben an meinen Verletzungen. Das wars dann. Ob ich selbst, meine Frau, eines meiner Kinder oder ein Freund? Solche Erfahrungen bleiben niemandem erspart.  Es ist der Stachel des Todes, der mich erwartet. Es ist ziemlich nutzlos, mich ernsthaft dagegen wehren zu wollen, sterben zu müssen.

Umso verwunderlicher finde ich, dass der Lehrtext aus dem Herrnhuter Losungsbüchlein, eine ganz andere Perspektive vermittelt. Tod, ja, aber das letzte Wort? Tod, ja, aber ein Stachel? „Gott sein Dank, nein!“ schreibt der Apostel Paulus. Tod, wo ist dein Sieg, Tod wo ist dein Stachel? Täusche ich mich, oder schwingt da im Tonfall etwas Spott mit? Mir scheint das unangemessen und ich frage mich, womit der Autor seinen Optimismus begründet. Er formuliert seine Worte so, als würde er den Tod als Person ansprechen.

Der Tod ist ein Fakt, ja, aber wie soll ich auf die Idee kommen, den Tod etwas fragen zu wollen?  Im 1.Korinterbrief, Kapitel 15 lese ich dazu: Der Tod kam durch den Ungehorsam des ersten Menschen Adam, der Durchbruch zum Leben kam mit Jesus Christus. Paulus beginnt, gleich einer Überschrift, die neue Lage zu beschreiben. Es geht um die einmalig gute Botschaft, das Evangelium, die Nachricht von Kreuz und Auferstehung.
Das Kreuz ist nötig für die Vergebung der Sünden, die Auferstehung von den Toten ist nötig, um die Legitimation der Macht zu klären. Es geht nicht nur um sachliche Fakten. Mit Kreuz und Auferstehung geht es um die Machtfrage. Nach Ostern steht fest: es gibt nur einen, der das letzte Wort hat. Jesus. Sein Erscheinen am Ostermorgen und danach ist kein Hirngespinst seiner halluzinierenden Freunde. Dieser Jesus zeigt sich, redet, ist unfassbare, aber anfassbare Wirklichkeit, stärker als der Tod. Stück für Stück, Namen für Namen erklärt Paulus den Zusammenhang.  Mir scheint es wie in einem Puzzle, wo sich ein Teil zum nächsten fügt, um am Ende ein Ganzes zu zeigen.  „AAAHHA“                                                                 
Ja, wenn das so ist, hat der Tod natürlich nicht das letzte Wort. Der Sieger ist nicht der Tod und nein, er hat nicht den letzten Stich. Das letzte Wort und die letzte Trumpfkarte hat Jesus und sticht damit den Tod aus.  Das, was ich versuche zu umschreiben, ist das Ergebnis eines harten Kampfes, ist ein leidvolles Ringen, von dem EINEN, Jesus, der genau deswegen gekommen ist, die Werke des Teufels zu zerstören. Das Werk des Teufels ist die Sünde und das, was daraus erwächst, ist der Tod. Nun aber ist die Sünde überwunden und der Tod nur noch ein vorrübergehender Schatten. Kreuz und Auferstehung sind eine Sensation für die, die das damals miterleben, aber nicht nur für die. Bis heute hat das Signalwirkung für alle, die mit Jesus Christus verbunden sind. Das Signal steht auf Hoffnung.

1. Kor.15, Vers 55 und 57 tröstet und ermutigt mich: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus.“  Die Schlüssel für Himmel und Hölle liegen endgültig bei Jesus. Egal, wann und wo der Tod mich erreichen wird:  auf mich wartet Jesus, das Leben.

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