Navigation überspringen

/ Wort zum Tag

Traumhafte Versprechen

Die Bibelstelle 1. Mose 28,22 – ausgelegt von Julian Thyroff.

Jakob gelobte Gott: Von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.

1. Mose 28,22

Als Kind habe ich meinem Vater ein Geschenk von meinem Taschengeld gekauft. Eigentlich scheint das recht witzlos zu sein. Das Geld, mit dem ich meinem Vater etwas gekauft habe, habe ich ja von ihm. Aber das Geschenk drückt etwas aus. Es ist ein Zurückgeben. Es drückt eine Beziehung aus.

Ähnliches möchte Jakob, einer der Erzväter von Israel, auch ausdrücken in der heutigen Losung der Herrnhuter Brüdergemeine.

Jakob schläft auf einem Stein und träumt dabei. In diesem Traum gibt Gott ihm ein Versprechen bzw. erneuert ein Versprechen, dass Gott schon seinen Vorfahren gegeben hat.

Gott verspricht Jakob, drei Dinge:

du bekommst viele Nachkommen,
du hast ein Zuhause,
ich gehe mit dir und passe auf dich auf.

Jakob wird zum Stammvater von einem gesamten Volk. Gott versorgt Jakob dabei. Er wird in einer engen Beziehung mit Gott leben. Alles, was Jakob besitzt, hat er von Gott. Gott ist derjenige, dem er alles verdankt.

Auf dieses Versprechen stellt sich Jakob und gibt als Antwort dieses Gelübde ab:

„Dann soll der HERR mein Gott sein und dieser Stein, den ich als Steinmal aufgestellt habe, soll ein Gotteshaus werden. Von allem, was du mir gibst, will ich dir gewiss den zehnten Teil geben.“ (1. Mose 28,22EÜ)

Ein Gelübde ist eine Art Versprechen, dass Jakob Gott gibt. Gott verheißt /verspricht Jakob etwas. Dankbar antwortet Jakob ihm darauf. Er sagt sinngemäß: “Wenn das wirklich alles passiert, wenn du wirklich mit mir bist und mich segnest, dann sollst du mein Gott sein”. Jakob ist bereit, Gott den zehnten Teil seines Besitzes zurückzugeben. Damit bringt er zum Ausdruck: “Hey - alles, was ich besitze, alles, was ich habe, habe ich von Gott.”

Jakob versteht: Alles, was er besitzt, ob es ihm gut geht oder nicht, kommt nur von Gott. Gott schenkt ihm alles.

Deswegen möchte Jakob ein Teil von all dem wieder zurückgeben. Eben wie ein Kind, dass ein Geschenk für seine Eltern macht.

Darin ist Jakob für mich ein Vorbild. Ich weiß, alles, was ich habe, habe ich von Gott. Deswegen möchte ich, egal ob es mir gut oder schlecht geht, Gott etwas zurückgeben von dem, was ich von ihm bekomme. Ich möchte Gott mein Leben zur Verfügung stellen. Das kann bedeuten, dass ich Menschen zu mir einlade, die mich nicht einladen können. Dass ich einen Teil meines Geldes spende, oder einer Oma über die Straße helfe.

Es ist kein Opfer, dass ich für Gott aufgebe, sondern ein Dank an Gott, den ich zum Ausdruck bringen möchte.

Sie möchten noch tiefer in die Bibel eintauchen? Wir empfehlen unsere Sendereihe:

Anstoß

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bitte beachten Sie beim Schreiben Ihres Kommentars unsere Netiquette.