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Vertrauen auf Gott wächst wie Pflanzen

Die Bibelstelle Lukas 8,13 – ausgelegt von Hartmut Völkner.

Die auf dem Fels sind die, welche das Wort hören und freudig aufnehmen. Doch sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, in der Zeit der Versuchung aber fallen sie ab.

Lukas 8,13

Jesus vergleicht sein Wort und das Wort Gottes mit einem Samen, der auf den Acker geworfen wird. Dort geht er auf, schlägt Wurzeln, blüht und bringt Früchte. Das ist sehr schön, wenn’s gut geht. Allerdings muss Glaube auch tiefe Wurzeln ziehen, sonst bleiben die Wurzeln oberflächlich und die Pflanze verdorrt bei Trockenheit.

Lukas 8,13: „Die auf dem Fels sind die, welche das Wort hören und freudig aufnehmen. Doch sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, in der Zeit der Versuchung aber fallen sie ab.“

Mit der Veränderung des Lebens verändert sich notgedrungen auch die Beziehung zu Gott. Wenn der Glaube nicht mitwächst, bleibt er auf einer Stufe stehen.

Ich möchte einige Stationen des Lebens ansprechen, wo Glaube wachsen oder vertrocknen kann.

In der Kindheit ist die Phase, wo Kinder Urvertrauen einüben können, zu Eltern und Verwandten und auch zu Gott. Gott wird als der Geber des Lebens, der Sicherheit und der Geborgenheit erlebt.

In der frühen Kindheit  kann ein Kind selber handeln. Es lernt aber auch Zweifel und Misstrauen kennen. Für den Glauben bedeutet das, dass jeder, der im Leben selbst entscheidet und eigene Wege geht, neu in das Gespräch mit Gott, den Geboten und Weisungen kommen sollte.

Im Schulalter kommt die Frage auf: Wer ist besser, wer setzt sich durch, wer hat recht. . Wie geht der Heranwachsende damit um, dass er viel kann, aber Gott immer der Schöpfer bleibt. Was passiert mit dem Glauben, wenn gar nicht alles gut läuft und die Welt sich als unsicher erweist. Kommt dann Zweifel an der Allmacht Gottes auf?

Eine besondere Herausforderung für den Glauben bildet die Phase des jugendlichen Alters. Da geht es um die Ausbildung der Identität und der Selbstdefinition. Genau in dieser Phase ist Gott ein wichtiges Gegenüber. Du bist ein geliebtes Kind Gottes, das kann in dieser Zeit Orientierung und Halt geben. 

Im frühen Erwachsenen-Alter stellt sich die Frage: Welche Freundeskreise aktiviere ich.  Übernehme ich Verantwortung, oder bleibe ich alleine in meiner ungestörten Welt? 

Im Erwachsenenalter lautet die Frage: Übernehme ich Verantwortung für die nächste Generation? Kümmere ich mich um Menschen, deren Leben ich begleiten kann.

Nach dem Erwachsenen Alter kommt der Übergang in das reife Alter.  Auf einem Senioren Geburtstag hörte ich den Spruch: „Mit dem Alter kommt die Weisheit, manchmal kommt das Alter auch alleine.“

Wenn es richtig gut geht, begegnen sich da wieder der Kinderglaube und der reife Glaube. Am Ende ist nämlich wieder das Urvertrauen wichtig.

In jeder Phase des Lebens kann das Glaubensleben wachsen oder verdorren.

Das Bild von der wachsenden Saat endet mit einem sehr verheißungsvollen Ausblick, nämlich dass bei einigen Körnern die Saat hundertfältig Früchte trägt.

Jesus will, dass die Wurzeln tiefer und die Früchte genießbarer werden.

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