08.09.2011 / Buchrezension
Der Junge, der aus dem Himmel zurückkehrte
Auf den ersten Blick noch ein Buch über jemand, der im Himmel war. Der zweite Blick zeigt, dass dieses Buch seine eigenen Stärken hat.
Liebe Leser,
vielen Dank für Ihr Interesse an dieser Rezension. Mittlerweile hat der betreffende Junge die Geschichte selbst dementiert. Hier finden Sie Näheres dazu.
Für Ihr Interesse bleibt die Rezension weiterhin hier verfügbar, auch wenn das Buch wahrscheinlich in Zukunft nicht mehr erhältlich sein wird.
Die ERF Online-Redaktion
An einer unübersichtlichen Kreuzung nimmt Kevin Malarkey einem anderen Auto die Vorfahrt. Den folgenden Unfall übersteht er selbst fast unbeschadet. Sein Sohn Alex, der auf der Rückbank saß, erleidet hingegen einen schweren Genickbruch. Das Rückenmark ist nahe der Schädelbasis durchtrennt, der Junge fällt ins Koma. Die behandelnden Mediziner geben ihm keine 72 Stunden mehr.
Dieser absolute Tiefpunkt und Alptraum aller Eltern ist der Beginn einer harten aber auch wunderbaren Geschichte. Alex überlebt die 72 Stunden, wacht Schritt für Schritt auf, kann bald mit seinen Gesichtsmuskeln kommunizieren, später wieder sprechen. Zudem überlebt er zwei riskante Operationen, die ihn wieder selbst atmen lassen und seinen völlig verkrümmten Rücken wiederherstellen.
Ach ja, da war noch was
Hinter dieser an sich schon spektakulären Genesung steckt die eigentlich wunderbare Geschichte. Hunderte von Christen tragen die Eltern und Alex auf einer kraftvollen Welle der Gebetsunterstützung. Kevin und seine Frau wachsen schrittweise in die Erkenntnis hinein, welch wunderbare Wege Gott selbst in einem harten Schicksal führen kann. Die Zeit nach dem Unfall ist auch ein Lehrstück über Anfechtung und geistlichen Kampf – Epheser 6 bekommt für Familie Markeley eine sehr praktische Dimension. Nicht zuletzt bezeugt das Buch ganz unaufgeregt das Wirken von Engeln, die zum Beispiel die Halswirbel von Alex spontan heilen, kurz vor einem schon geplanten riskanten Eingriff.
Ach ja, im Himmel war Alex auch. So beschreibt der Junge seine Erlebnisse zwischen Leben und Tod, in denen er Jesus begegnet und in einer wundervollen Welt unterwegs ist. Diese Zeit ist aber eher Nebensache, Alex spricht nur spärlich mit seinen Eltern über diese Momente. Und was dieser jetzige „Himmel“ mit dem für Christen verheißenen ewigen Aufenthaltsort zu tun hat, klärt auch dieses Buch leider nicht.
Wir trennen Gottes Welt von unserer
Wer also mehr über die Ewigkeit wissen will, sollte zu anderen Büchern greifen. Dieses Buch liefert aber einen beeindruckenden Anschauungsunterricht, wie Gott mitten im Leid hilft und handelt. Und welche Kraft Gebet und christliche Gemeinschaft haben. Sollte Gott wirklich so nah sein und so konkret handeln, fragt man sich an vielen Stellen. Man fühlt sich fast ertappt: Wir haben kapituliert und rechnen nicht mehr wirklich mit Gott. Wir haben Gottes Welt und unsere Erde in unseren Köpfen viel zu sehr voneinander getrennt! Die Geschichte von Familie Malarkey kann hier Wunder wirken.
Laufen kann Alex auch heute nicht. Aber durch seine Erlebnisse hat er für sein Alter eine weise Sicht aufs Leben bekommen. Er ist zum Vorbild geworden. Für seinen Vater und für unzählige andere Christen. Ein Stück davon bekommt man als Leser mit. Alex selbst vertraut darauf, dass er einst einmal wieder laufen wird. So wie er es schon in seiner Zeit im Himmel getan hat. Ein Blick in die Bibel verrät: Recht hat er.
Das könnte Sie auch interessieren
22.03.2011 / Artikel
Den Himmel gibt’s echt
Nach einer OP erzählt Colton Burpo von Dingen, die er gar nicht wissen kann. Es wird klar: Er hat auf dem OP-Tisch etwas Besonderes erlebt.
mehr22.05.2024 / Glaubens-FAQ
Der Himmel: Perspektive Ewigkeit
Die Autoren der Bibel sprechen vom Himmel in zahlreichen Bildern. Trotzdem wird klar: Die Ewigkeit hat mehr mit der Erde zu tun als uns gemeinhin bewusst ist.
mehr