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© Fa Barboza / unsplash.com

21.06.2021 / Andacht / Lesezeit: ~ 2 min

Autor: Steffen Brack

Augen auf beim Beten

Was Mut macht, Gott immer wieder zu bitten und das Gebet nicht aufzugeben.


Nein. Ich will hier keine Diskussion entfachen, in welcher Körperhaltung Menschen Beten sollen. Vielmehr geht es um eine innere Haltung. Eine frohe Erwartung, die jeden von uns ermutigen kann: sich nämlich voller Hoffnung an Gott zu wenden. Und darauf zu warten, dass er eingreift.
 

Beten mit einem wachsamen Blick

Bei uns zu Hause danken wir Gott immer vor dem Essen. – Meistens jedenfalls. Und wie das wohl sehr viele Menschen tun, schließen wir dabei normalerweise unsere Augen. Mir hilft das, um mich auch wirklich auf Gott zu konzentrieren. Als unsere Kinder noch klein waren, habe ich dabei aber manchmal meine Augen ein bisschen aufgemacht. Denn ich war mir nicht sicher, welchen Schabernack eines von ihnen vielleicht gerade ausheckt.
 

Nicht aufgeben

Vom Beten mit einem wachsamen Blick schreibt auch Paulus - der Handwerker und Theologe im 1. Jahrhundert: „Hört nicht damit auf, Gott immer wieder zu bitten. Haltet dabei Ausschau – und seid dankbar.“ (Kolosserbrief 4,2).

Paulus geht es hier nicht darum, ob Sie und ich mit geschlossenen Augen beten oder mit offenen. Nein. Er ermutigt damit. Seine Mitchristen damals in der Stadt Kolossä genauso wie jeden von uns heute: „Haltet am Beten fest. Gebt nicht auf. Bittet Gott auch weiterhin immer wieder.“ Und ein konkretes Beispiel folgt: Bittet Gott auch für uns, schreibt Paulus - damit wir mit den Menschen über Jesus reden können.

Auch Sie und ich – wir können Gott bitten für andere Menschen. Wir können bitten für unsere Kinder, für unsere Nachbarn, dass sie doch erkennen, wie sehr sie geliebt sind – von Gott nämlich. Wir können beten für die Predigerinnen und Prediger in unserer Gemeinde. Für alle, die die Kinder und Jugendlichen begleiten, dass sie so von Jesus sprechen können, dass Menschen zum Glauben kommen. Und im Glauben an Jesus ermutigt werden und wachsen. Ja, wir können für alle Menschen bitten, die uns auf dem Herzen liegen. „Hört nicht damit auf,“ schreibt Paulus, „Gott immer wieder zu bitten.“
 

Ausschau halten

Und Paulus begründet seine Aufforderung. Warum muss niemand entmutigt aufgeben und das Beten zu Gott schließlich ganz einstellen? Dazu verweist Paulus auf eine unumstößliche Tatsache: „haltet dabei Ausschau“, schreibt er. Nämlich nach Jesus, der wiederkommen wird. Wörtlich heißt es: „seid wachsam. In einigen Bibelübersetzungen und Auslegungen wird das so verstanden: Christen sollen nicht müde werden, nicht träge – sprich: sie sollen das Beten nicht vernachlässigen.

Doch die Formulierung „seid wachsamist in der Bibel sehr häufig mit der Rückkehr von Jesus Christus verbunden. Mit seiner sichtbaren und leiblichen Wiederkunft in unsere Welt. Und zwar in seiner ganzen unüberwindlichen Macht und göttlichem Glanz (z. B. 1. Thessalonicher 5,2.6).

Wer nicht aufgibt, Gott zu bitten, dem ist diese Tatsache eine enorme Hilfe: Jesus kommt eines Tages wieder. Und dann setzt er Gottes Herrschaft endgültig durch.

 

Total dankbar

Und wer an Jesus glaubt, der kann total dankbar sein: ich gehöre zu Jesus und zu seinem Königreich. Jetzt und für alle Zeit. Das ist das dritte, wovon Paulus schreibt: und seid dankbar.“


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 Steffen Brack

Steffen Brack

  |  Redakteur und Theologe
Theologe und Redakteur, verheiratet, drei Kinder. Begeistert von Gottes unerschütterlicher Liebe.

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Kommentare

Isabella /

Ich habe keine Kraft mehr zu beten. Wenn man die Apokryphen liest, die Pistas Sophia u.ä. merkt man wie ähnlich die Lehre Jesus den kosmischen Gesetzen ist. Sogar die moderne Esoterik spricht von Gott der Liebe (aber nicht den aus der Bibel), von tiefen Glauben an die Erfüllung unserer Wünsche und von der Hoffnung. Wenn man sich mit den heutigen wissenschaftlichen Wissen beschäftigt, mit der Theosophie, der Gnosis, dann ist der Gott in der Bibel Jahwe ein rachsüchtiger, zerstörerischer Gott mehr

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