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17.05.2011 / Verfolgte Christen / Lesezeit: ~ 2 min

Autor/-in: Markus Dörr

"Ich habe den Mördern vergeben!"

Unter Christenverfolgung leiden Millionen Kinder - auch Sofia. Am Open Doors Tag erzählte sie vom Tod ihrer Eltern und ihrem Zorn auf Gott.

Das christliche Hilfswerk „Open Doors“ thematisierte bei seinem Jahrestreffen am vergangenen Samstag das Schicksal von Kindern, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden. Rund 1.200 Besucher in der Rittal Arena Wetzlar unterstützten mit Gebeten und Spenden die Kinder der verfolgten Kirche. Beispiele aus Nordkorea, Kolumbien und Ägypten veranschaulichten deren Leid und Not.

Sofia und die Schüsse

Aus Kolumbien war Leila Guzman Diaz, die Leiterin des Kinderheims „El Hogar“, angereist. Sie berichtete von Drogenmafia und Guerilleros, die das Land prägen. Vor allem christliche Pastoren gerieten dabei immer wieder in Konfliktsituationen. Auch Sofia, eine ihrer Schützlinge im Kinderheim, habe das erlebt:

Wiedervereinigung durch das Evangelium

Besonders in Nordkorea werden Christen intensiv verfolgt, was aus dem Weltverfolgungindex von Open Doors hervorgeht. Dort ist das Land auf Platz eins gelistet. Dies bestätigte auch Lee, dessen echter Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt wurde. Lees Familie bekennt sich seit mehreren Generationen zu Christus und hat die Verfolgung am eigenen Leib gespürt. Seine Eltern feierten geheime Hausgottesdienste im Keller, als eines Tages Soldaten dort eindrangen und Lees Mutter vor seinen Augen mit einem Bambusspieß ermordeten. „Der Herr lebt und weiß, was hier geschieht“, seien ihre letzten Worte gewesen. Anschließend erschossen die Soldaten auch Lees Vater und seine Brüder.

Open Doors ist ein christliches, überkonfessionelles Missions- und Hilfswerk. Der Holländer Anne van der Bijl ("Bruder Andrew") gründete es 1955. Das Werk unterstützt weltweit verfolgte Christen mit der Lieferung von Bibeln, Schulungen oder der Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem veröffentlicht Open Doors jährlich den Weltverfolgungsindex.

Bibelprogramm für 200.000 Kinder

Ägypten war ebenfalls Thema am Open Doors Tag. Prediger Victor erzählte, dass viele christliche Kinder in Ägypten kaum etwas über den Glauben an Jesus wüssten.
Deshalb habe er vor zehn Jahren ein Kinderbibelprogramm mit ins Leben gerufen: Children for Christ (C4C). Im Jahr 2001 hätten Victor und seine Mitstreiter für 3.000 Kinder gebetet, gekommen seien 7.000. 2010 seien dadurch schon 200.000 Kinder erreicht worden. Und zwar nicht nur in Ägypten – sondern auch in anderen islamischen Nachbarländern.

Der Open Doors Tag endete mit einem Ausblick in die Zukunft. Was wäre in dreißig Jahren, wenn die verfolgten Kinder durch viele Christen Unterstützung erfahren würden? Eine mögliche Antwort gab eine ältere Mitarbeiterin, die ihre Hände auf den Schultern des nordkoreanischen Mädchens ohne Eltern legte: „Meine Eltern sind nicht zurückgekehrt. Aber ich habe Jesus kennengelernt. Jetzt bin ich Teil der größten Familie, die es gibt.“


Auch im nächsten Jahr findet ein Open Doors Tag in der Rittal Arena Wetzlar statt. Termin ist der 12. Mai 2012.

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Kommentare (1)

Gloria /

Sehr guter Beitarg über verfolgte Christen. dazu möchte ich bemerken, dass es nicht nur Open Doors gibt, die sich damit beschäftigen auch auch Leute von der CDU wie Herr Kauder und vor allem bestellt euch die news von http://www.ead.de/no_cache/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten.html

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