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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Worauf fällt mein Blick?

Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext 2. Korinther 3,3.

Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln der Herzen.

2. Korinther 3,3

Worauf fällt mein Blick, wenn ich eine christliche Gemeinde besuche? Wie viele Plätze im Gottesdienst frei sind? Ob sie modern ausgestaltet ist oder eine Gemeinde, mit der kein Staat zu machen ist?  

Worauf fällt der Blick des Apostels Paulus? Er schreibt vor fast 2.000 Jahren an die Christen in der Hafenstadt Korinth (2. Korinther 3,3): „Für alle ist sichtbar: Ihr seid ein Brief von Christus, ausgefertigt und überbracht durch meinen Dienst als Apostel. Dieser Brief ist nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. Er steht nicht auf Steintafeln, sondern in den Herzen von Menschen.“  

Paulus schaut auf das, was in der Gemeinde in Korinth heraussticht. Was empfehlenswert ist. Nicht auf die freien Plätze. Auch andere sehen an den Christen in Korinth nicht in erster Linie das, was fehlt. Sondern den Beobachtern fällt ins Auge: 

Jesus hat die christliche Gemeinde in Korinth so geprägt, dass man an den Christen dort Wesenszüge von Jesus entdecken kann. Diese Gemeinde wirbt nicht für sich selbst, sondern für Jesus Christus. Was die Gemeinde weitergibt, erschöpft sich nicht in Merksätzen. Der Glaube an Jesus ist ins Herz ihrer Mitglieder gerutscht. Daran ist maßgeblich der Heilige Geist beteiligt. Diese Gemeinde überzeugt, weil ihren Worten Taten folgen. Nicht immer. Sündlos sind sie keineswegs. Paulus spricht die schwarzen Flecken im Gemeindeleben schonungslos an. Das prallt nicht an ihnen ab. Und dennoch: Eine Gemeinde, die auf Jesus verweist. 

Was sieht ein Mensch, wenn er in meine Gemeinde in Wetzlar kommt? Versteinerte Blicke oder spürt er die offene, liebevolle Haltung von Jesus? 

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Andrea F. /

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