/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Öl und Tau
Gedanken von Tobias Schier zum Bibeltext Psalm 133, 1-3.
Von David, ein Wallfahrtslied. Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, / das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit.
Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch. Das heißt: Ich streite mich nicht gerne und halte auch die Zeit bis zur Versöhnung nur ganz schwer aus. Respekt, Zuneigung und Frieden liegen mir da schon eher. In einer solchen Atmosphäre fühle ich mich wohl. Und ich behaupte mal: das tut jede und jeder. David beschäftigt sich im Psalm 133 mit diesem Phänomen. Er schreibt in Vers 1: „Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!“ Heißt für mich: Es gibt nichts Schöneres als in Frieden miteinander zu leben.
Warum David das so sieht, erklärt er in den darauffolgenden Versen mit zwei Bildern. In Vers zwei vergleicht er das friedliche Zusammenleben mit Salböl. So etwas ist mir in der heutigen westlichen Kultur eher etwas fremd. Zu biblischen Zeiten wurden Gäste dadurch willkommen geheißen, dass ihnen Öl auf den Kopf gegossen wurde. Ein Zeichen der Hochachtung und Freude über die Person.
Das zweite Bild Davids spricht vom Tau. Tau ist ein Bild für Segen und Leben. Im Land der Bibel war der Morgentau oft die einzige Feuchtigkeit während der heißen Sommermonate. Tau steht aber auch für die tröstende und stärkende Gegenwart Gottes.
Da, wo Menschen in Frieden miteinander leben, ist Hochachtung, Freude und Leben. Da, wo Menschen in Frieden miteinander leben, möchte Gott sein.
Ich weiß: Unsere Welt braucht dieses friedliche Beieinandersein so dringend. Im Nahen Osten, in Europa, in Afrika. In Stadtvierteln, in den Häusern, in Familien.
Ich bete, dass Gottes lieblicher Friede überall dort einkehrt. Heilung und Leben bringt. Beten Sie mit?
© Ruth Schneider / ERF
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Kommentare (1)
David ließ seinen Nebenbuhler umbringen! Das dürften wir nicht vergessen!
Schade, dass David erst später harmoniebedürftig wurde!!!