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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Der Stein, der erinnert

Gedanken von Bernd Kortmann über die Bibelstelle 1. Samuel 7,12.

Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen und nannte ihn »Eben-Eser«* und sprach: Bis hierher hat uns der HERR geholfen.

1. Samuel 7,12

Meinen Ehering trage ich eigentlich immer. Nur beim Sport lasse ich ihn manchmal weg – wenn die Gefahr besteht, dass er klemmt und nicht mehr runtergeht. Oder nachts. Aber sonst: dran. Er ist ein sichtbares Zeichen. Er sagt: Ich bin vergeben. Ich habe mich gebunden. Ich gehöre zu jemandem.

Wir Menschen brauchen solche Zeichen. Nicht weil wir vergesslich sind – sondern weil manche Dinge zu groß sind, um sie nur im Kopf zu behalten.

Der Prophet Samuel aus dem Alten Testament der Bibel hat das vor 3.000 Jahren auch schon gewusste. Nachdem Gott Israel vor den Philistern gerettet hatte, hat Samuel was gemacht? Er nahm einen Stein, stellte ihn auf und gab ihm einen Namen. So steht’s im 1. Buch Samuel Kapitel 7: 

„Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Sen und nannte ihn Ebenezer und sprach: Bis hierher hat uns der HERR geholfen." *(1. Samuel 7,12)*

Ebenezer – Stein der Hilfe. Kein Monument. Kein Tempel. Nur ein Stein, der sagen soll: Hier war Gott. Hier hat er eingegriffen. Das soll nicht vergessen werden.

Gott selbst hat durch Jesus Christus ein Zeichen gesetzt, das noch radikaler ist: das Kreuz. Manche tragen es um den Hals, manche lassen es sich tätowieren, viele hängen es an die Wand. Es sagt: Gott ist mit uns. Er hat sich gebunden.

Haben Sie so ein Zeichen in Ihrem Leben? Einen Gegenstand, ein Symbol, das Sie erinnert – bis hierher hat Gott geholfen?

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