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Wenn alles zu viel wird …

Die Bibelstelle Josua 1,9 – ausgelegt von Detlef Garbers.

Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt?

Josua 1,9

„Ich schaffe das nicht.“ „Mir wird alles zu viel.“ Kennen Sie dieses Erleben, dass einem die Arbeit oder Verantwortung über den Kopf wächst? Und mit diesem Gefühl schleicht die Angst in mir hoch, zu versagen oder sogar zusammenzubrechen? Ich kann mich an einige solcher Situationen erinnern. Und auch in der Bibel lese ich von Personen, denen es ähnlich geht. Die Propheten Elia und Jeremia fallen mir ein. Heute würden wir sagen, dass sie in eine Depression geraten sind. Auch Josua ist gefährdet, in so eine Lage hineinzurutschen, denn er steht in einer herausgehobenen Stellung. Er wird zum Nachfolger von Mose bestimmt. Gott beauftragt ihn, das Volk Israel in das gelobte Land Kanaan zu führen und das Land einzunehmen.

Angesichts dieser Lage scheint Josua mutlos geworden zu sein. Ist er dazu in der Lage? Ängste mögen hochgekommen sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Gott ihn daran erinnert und sagt: „Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt?“ (Josua 1, 9). Mit anderen Worten: „Hast Du vergessen, was ich Dir zugesagt habe. Hab keine Angst. Ich bin bei Dir.“ Und allein in dem ersten Kapitel des Josuabuches, erinnert Gott den Josua viermal daran, keine Angst zu haben, sei mutig und stark.
 

Was macht Ihnen gerade zu schaffen? Wo haben Sie Ängste oder sind mutlos? Oft steht dabei die Furcht vor Menschen als Pate hinter meiner Mutlosigkeit. Letztere gilt es zu überwinden. Wie kann das geschehen? Das Gebet ist ein Schlüssel dafür. Ich selbst habe erlebt, wie meine gewachsene Angst vor Menschen abfiel, als dafür gebetet wurde. Corrie ten Boom, eine Holländerin, die das KZ im Dritten Reich überlebte, sagte: Mut ist Angst, die gebetet hat. Gott gibt dem Josua Hilfen, damit er mutig seinen Auftrag nachkommt. Sie können diese Hilfen, die Gott ihm gibt, beim Lesen des ersten Kapitels des Josua Buches nachlesen. Dazu können die fünf Finger an ihrer Hand als Gedächtnisstütze dienen, um Ängste zu überwinden.

Erstens der Daumen: Halten Sie hoch, wer Sie in Gottes Augen sind. Er hat Sie gewollt, er hat sie geschaffen und sie mit besonderen Gaben ausgestattet.

Zweitens der Zeigefinger: Lassen Sie Gottes Wort auf ihr Leben zeigen. Lesen Sie täglich Gottes Wort. Das kann ein kurzer Bibelvers, ein Psalm oder ein ganzes biblisches Buch sein.

Drittens der Mittelfinger: Beherzigen Sie das, was sie gelesen haben, setzen Sie eine Sache, die ihnen beim Lesen wichtig geworden ist in die Tat um. Gottes Wort möchte der Mittelpunkt in Ihrem Leben sein. Jesus betont: Wer meine Worte hört und sie tut, der baut sein Leben auf ein festes Fundament.

Viertens der Ringfinger: Gott ist der Gott der Bünde. Immer wieder ist er Bündnisse mit Menschen eingegangen. Der Gott, der mit Josua, Elia und auch mit Israel und seiner Gemeinde unterwegs ist, will auch Ihr Gott sein. Als Beweis seiner Treue gilt seine Liebe, die er in Jesus Christus gezeigt hat.

Fünftens der kleine Finger: Ihr Glaube mag für Sie klein erscheinen, sie mögen von Sorgen übermannt sein. Haken sie sich ein in Gottes Wort und seiner Zusage, dass bei ihm nichts unmöglich ist. Gott ist in den Schwachen mächtig. So wie Gott es Josua zurief, möchte Gott es auch Ihnen sagen: Sei getrost und unverzagt.

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