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Was die Liebe und Gottes Gebote miteinander zu tun haben

Die Bibelstelle 1. Johannes 5,3 – ausgelegt von Christian Schwark.

Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten: und seine Gebote sind nicht schwer.

1. Johannes 5.3

Lieben Sie Gott? Mancher denkt vielleicht: Ja, ich glaube an Gott. Aber muss ich ihn denn lieben? In der Bibel ist die Beziehung zu Gott tatsächlich eine Liebesbeziehung. Gott zeigt uns seine unendliche Liebe durch Jesus. Und Christen antworten auf diese Liebe mit ihrer Liebe. Als Jesus nach dem wichtigsten Gebot gefragt wird, antwortet er mit dem so genannten Doppelgebot der Liebe: Wir sollen Gott und den Nächsten, also den Mitmenschen lieben. Auch in unserem heutigen Bibelwort wird davon ausgegangen, dass die Beziehung zu Gott eine Liebesbeziehung ist. Wir lesen in 1.Johannes 5,3: Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer.

Interessant ist hier: Die Liebe zu Gott wird mit seinen Geboten verknüpft. Manchmal wird das eine gegen das andere ausgespielt. Dann heißt es: Es kommt doch auf die Liebe an, da sind die Gebote doch nicht so wichtig. Wirklich?, frage ich zurück. Kommt es nicht bei der Liebe auch darauf an, etwas für den anderen zu tun? Mal angenommen, ich würde zu meiner Frau sagen: Ich liebe dich. Aber ich bin nicht bereit, etwas für dich zu tun. Dann würde sie wahrscheinlich fragen: Liebst du mich wirklich? Und sie würde zu Recht so fragen. Denn wer liebt, wird gerne das tun, was der andere sich wünscht. Die Gebote bringen zum Ausdruck, was Gott will. So hat sich Gott unser Leben vorgestellt. Wobei es uns ja immer besser geht, wenn wir nach Gottes Willen leben. Und die Liebe zu Gott und das Leben nach seinen Geboten hängen ganz eng zusammen. Wie bei der menschlichen Liebe. Ob und inwieweit wir nach Gottes Willen leben, zeigt, wie groß oder wie klein unsere Liebe zu ihm ist.

Übrigens zeigt das auch: Wir brauchen die Liebe zu Gott, um seine Gebote ernst zu nehmen. Das ist ja das Problem in unserer heutigen Gesellschaft. Uns fehlen die Werte. Genau die Werte, die in den Geboten ausgedrückt werden. Viele beklagen die fehlenden Werte. Aber es nützt nichts, sie einfach nur einzufordern. Als Menschen brauchen wir eine Motivationshilfe. Die stärkste Motivation sind nicht Aufforderungen. Auch nicht die Angst vor Strafe. Sonden die stärkste Motivation ist die Liebe. So ist die Liebe zu Gott das Entscheidende, wenn sich in unserer Gesellschaft etwas ändern soll. Darum dient die christliche Mission nicht nur dem einzelnen. Sondern letztlich auch der ganzen Gesellschaft.

Mancher ist sicher beim Hören unseres Bibelwortes über den zweiten Satz gestolpert, von wegen: Gottes Gebote sind nicht schwer. Da fragt sich mancher: Stimmt das? Ist es nicht unendlich schwer, immer das zu tun, was Gott will? Ist Scheitern da nicht vorprogrammiert? Zunächst: Ja, das stimmt. Auch mir persönlich gelingt es nicht, immer das Richtige zu tun. Aber die Frage ist: Liegt das an Gott und seinen Geboten? Oder liegt das an mir? Liegt es daran, dass ich nur aus eigener Kraft versuche, das Richtige zu tun? Das Bibelwort aus dem 1. Johannesbrief zeigt uns unsere Grenzen. Die Grenzen im Glauben, im Vertrauen. Wir alle müssen bekennen: Wir haben uns noch nicht ganz und gar Gott anvertraut. Darum fällt es uns so schwer, nach seinen Geboten zu leben.

Wie gut, dass wir damit zu Gott kommen können! Wer auf Gott vertraut, dem gilt auch Gottes Liebe. Darüber können wir nur staunen. Und diese Liebe erwidern. Das kann uns dann auch helfen, seinen Willen zu tun. Wo können Sie heute neu nach Gottes Geboten leben?

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