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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Vom Engel um den Schlaf gebracht

Gedanken von Miri Langenbach über den Bibeltext Apostelgeschichte 12,6.

Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis.

Apostelgeschichte 12,6

Es gab eine Zeit, da hat der erfahrene Fischer Simon Petrus in heller Panik Jesus geweckt, als der im Sturm auf dem See Genezareth schlief: „Was ist los mit dir? Ist es dir egal, dass wir umkommen?!“. Aber mittlerweile hat Petrus gelernt. Sein Kleinglaube ist tiefer geworden, sein Gottvertrauen größer. Und so kann er später in höchster Not ganz ruhig bleiben. In der Apostelgeschichte lese ich: Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. (Apg 12,6)

Schläft der einfach! Ohne Angst. Ich denke, sein Glaube ließ ihn ruhig bleiben, in der vermeintlich letzten Nacht vor seiner Hinrichtung. Ketten, Wachen, Gefängnistüren, … sind für Gott und seine beauftragten Boten bedeutungslos. Buchstäblich und im übertragenen Sinn. Ein Engel kommt in dieses dunkle Loch, das für Petrus ein Schlafzimmer ist, und nimmt ihn mit hinaus. Petrus denkt, er träumt, aber er gehorcht. Er hat genug im Glauben gelernt, um zu spüren, dass Gott handelt.

Sie kommen zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt, und es öffnet sich von selbst: Solange Gott mit Petrus ist und Gebet stärkend hinter ihm steht – was sind da schon Hindernisse?

Was für eine Zuversicht! Viele von uns sorgen sich um ihre Eisernen Tore im Leben, bevor wir sie überhaupt erreicht haben. Aber Gott wird sich darum kümmern, wenn es so weit ist. Ich wünsche mir und Ihnen, dass wir dieses Vertrauen, die Zuversicht und den Frieden von Petrus lernen können.

 

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Kommentare (2)

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Andreas F. /

Mir gefällt der Anstoß sehr gut, weil er Lust auf darauf macht, mehr über Petrus und seinen Glaubensweg erfahren zu wollen. Ich werde jetzt gleich mal die Bibel aufschlagen.

Hedi /

Danke für diese Andacht. Sie macht Mut in diesen Zeiten. Seien Sie gesegnet.