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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Nur noch eine kleine Weile

Gedanken von Miri Langenbach zum Bibeltext Hebräer 10,37.

Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben.

Hebräer 10,37

„Wann sind wir da?“, „Wie lang dauert‘s noch?“, „Sind wir bald da?“. „Ja, gleich“… Sind Ihnen diese zarten Klänge vom Rücksitz bekannt? Kinder haben einfach noch kein Zeitgefühl; da hilft es auch nicht zu sagen „In eineinhalb Stunden.“ – viel zu lange hin, damit können sie nichts anfangen.

Der Schreiber des Hebräerbriefs in der Bibel spricht uns zum heutigen 4. Advent zu: Es dauert nur noch eine ganz kurze Zeit, bis er, der Kommende, kommen wird, und er wird es nicht hinauszögern. (Hebräer 10,37 DBU). 

Er, der Kommende, das ist Jesus. Aber: Wie lang ist die ganz kurze Zeit denn bitte noch? Seit dem ersten Jahrhundert, in dem der Brief geschrieben wurde, sind ja doch auch schon wieder ein paar Jährchen vergangen. Also: Wie lange noch? Ich weiß es nicht. Und ehrlich gesagt, fällt es mir manchmal echt schwer, noch warten zu müssen. Heute ist Wintersonnenwende, die längste Nacht des Jahres – und furchtbar lang kommt mir auch die finstere Nacht vor, in der sich die ganze Welt befindet. 

Vielleicht mag ich deswegen Advent und Weihnachten so gern, das jedes Jahr wiederkommt. Da habe ich ein bisschen Zeiteinteilung. Hoffnung in der Finsternis. Konstant und unermüdlich, immer aufs Neue erinnern mich die Lichter in der Dunkelheit daran, dass Jesus, das Licht der Welt, kommen wird. Wiederkommen. Versprochen! Er wird es nicht hinauszögern.

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