/ Wort zum Tag
Einzigartig und anspruchsvoll
Die Bibelstelle Jesaja 43,11 – ausgelegt von Siegfried Skubski.
Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.
Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland. Jesaja 43,11
Glauben Sie das? Das sind starke Worte, die zunächst an das Volk Israel gerichtet sind. Das Volk Israel lebte lange vor diesen Worten in Ägypten in Unfreiheit. Sein Volk musste dort vieles entbehren und wurde geknechtet. Durch Mose führte Gott sein Volk mit mächtiger Hand aus Ägypten heraus in das verheißene Land. Israel hat so erfahren, dass Gott ihr Herr, ihr Heiland und Retter ist. Warum hat Gott sein Volk Israel gerettet? Gott hat sein Volk gerettet, weil es von ihm auserwählt und geliebt ist. „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“, schreibt der Prophet Jeremia im Namen Gottes über Israel (31,3).
Menschen, die heute an Jesus, den Sohn Gottes, glauben, gehören zu Jesus und sind auserwählt und von Gott geliebt. Der Glaube an Jesus hat eine befreiende Wirkung. Jesus führt uns heraus aus einem Leben ohne Gott in eine lebendige Beziehung mit Gott.
Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland. Das sagt Gott seinem Volk immer wieder. Warum? Damit sie sich nach seinem Willen ausrichten. Tun, was Gott recht ist, was Gott gefällt. Gott gab den Israeliten sein Wort als Lebenshilfe. Obwohl sie somit gute Voraussetzungen für ein Leben mit Gott hatten, zweifelten sie wieder an Gott. Sie vergessen all das Gute, was Gott ihnen gegeben hat. Sie gehen eigene Wege, machen sich andere Götter, anstatt den wahren Gott anzubeten. Gott erinnert sein Volk Israel daran, dass er ihr Herr und Heiland und der wahre Gott in ihrem Leben ist.
Jesus ist für die Sünden der Menschen gestorben und von den Toten auferstanden. Wer an ihn glaubt, ist aus seiner ewigen Verlorenheit gerettet und hat ewiges Leben bei Gott. In dem Moment ist Jesus der Herr meines Lebens. Gott gibt mir das neue Leben in Jesus nicht, damit ich im alten Leben so weitermache wie bisher. Jesus sagt: „Was nennt ihr mich aber Herr, Herr und tut nicht, was ich euch sage?“ (Lukas 6,46) Wenn ich in seinem Wort in der Bibel lese, erfahre ich, was Jesus sagt. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Gottes Wort für mich wegweisend ist, dass es mich korrigiert und eine verändernde Wirkung auf mich hat.
Das Volk Israel soll Gottes Zeuge sein in der Welt. „Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr wisst und mir glaubt und erkennt, dass ich’s bin.“ (Jesaja 43,10) Das ist das Unbegreifliche, was hier geschieht. Darin sehe ich die Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu seinem Volk. Obwohl Israel versagt hat, immer wieder versagt hat und oft blind war, Gott kann sie dennoch als seine Zeugen gebrauchen. Der Herr mutet ihnen etwas zu, was sie aus sich selbst heraus niemals tun können. Einmal sollen sie angesichts der Völker und ihrer Götter erkennen, was sie an Gott haben: Der Schöpfer des Himmels und der Erde ist einzigartig. Er ist der lebendige Gott. Und dann sollen sie angesichts der verlorenen Situation der Völker den Gott Israels bezeugen. Menschen dieser Völker sollen zum Glauben kommen an den lebendigen Gott. Gott beruft sein Volk und fragt nicht nach Eignung. Vielmehr spricht Gott seinen Auserwählten ein Amt zu. Sie sollen bezeugen, was sie selber erkennen und glauben, dass es nur einen Gott gibt.
Jesus hat seine Nachfolger beauftragt seine Zeugen zu sein. „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein.“ (Apostelgeschichte 1,8). Wer Jesus als seinen Herrn erkannt hat und an ihn glaubt, ist ein Zeuge Jesu Christi. Die Eignung erfolgt durch die Kraft des Heiligen Geistes. Christen bekennen Jesus vor den Menschen damit noch viele zum Glauben an Jesus finden. Sie tun es in seiner Kraft, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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