/ Wort zum Tag
Eine göttliche Aufforderung
Die Bibelstelle Amos 5,15 – ausgelegt von Thomas Eger.
Hasst das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der HERR, der Gott Zebaoth, gnädig sein.
„Hasst das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der Herr, der Gott Zebaoth, gnädig sein.“
Der Prophet Amos hat den Satz gesagt. Er steht in seinem Buch in Kapitel 5, Vers 15. Amos sagt das im Auftrag Gottes an sein Volk, an Israel. Rund 2.700 Jahre ist das jetzt her.
Gilt es denn dann auch heute noch, wenn diese Aufforderung so alt ist?
Ja, weil Gott dazu auffordert. Es ist eine göttliche Grundsatzaussage. Sie gilt für alle Menschen bis ans Ende der Zeit.
Und um die Autorität Gottes zu unterstreichen, wird er hier mit seinem Titel „Gott Zebaoth“ genannt. Zebaoth ist kein Name, der in unsere Sprache übersetzt werden kann. Zebaoth ist ein Titel, der nur Gott zusteht. Er bezeichnet ihn als die höchste Autorität, die es gibt, über alle Engel und Mächte. Der Titel „Gott Zebaoth“ macht deutlich, dass er der Weltenherrscher ist. Über ihm gibt es nichts und niemand. Vor ihm werden sich einmal alle Mächte und Mächtigen verantworten müssen für ihr Tun. Für alles Gute und alles Böse, das durch sie geschehen ist.
Und in dieser Autorität fordert Gott dazu auf, das Böse zu hassen und das Gute zu lieben.
Doch was ist das Böse und was das Gute? Über diese Frage kann gestritten werden unter uns Menschen. Die unterschiedlichen Vorstellungen darüber sind geprägt von verschiedenen Religionen, von Ideologien und von menschlicher Denkweise in Politik und Wissenschaft. Was die Einen als gut bezeichnen, bewerten andere als böse.
Hier geht es aber nicht um menschliche Meinungen. Hier geht es darum, was das aus göttlicher Sicht bedeutet.
Und was ist gut bei Gott? Das bewertet er zum ersten Mal nach Abschluss seiner Schöpfung. Rückblickend dazu stellt er fest (1. Mose 1,31): „Es ist alles sehr gut!“
Unter dieses Gute fällt alles, von dem wir leben und worin wir leben, einschließlich wir selbst. Da ist die Erde, auf der wir leben, mit ihren Elementen Wasser, Luft und Feuer. Da ist die Natur, in der wir leben mit ihren Pflanzen, Tieren, usw. Aus Gottes Blickwinkel bedeutet das: „Gut ist, was Leben ermöglicht und was es fördert!“
Was ist dann Böses? Nun, das Gegenteil von gut. Das Böse nahm seinen Anfang durch den Sündenfall der ersten Menschen. Die erste brutale Frucht des Bösen erleidet ein Mensch durch die Mörderhand seines Bruders: Abel. Sein Tod ist der erste. Ihm folgen unzählbar viele, und das geht leider auch noch immer so weiter. Wie viel Prozent aller toten Menschen sind wohl in Kriegen oder durch Mörderhand umgekommen? Zusammengefasst heißt Böses dann: Leben bedrohen und auslöschen. „Hasst das Böse“ sagt Gott, „und liebt das Gute“.
In unserem Bibeltext steht am Schluss noch eine Feststellung: „…vielleicht wird der Herr, der Gott Zebaoth, gnädig sein“.
Was mich dabei aufhorchen lässt ist das Wort „vielleicht“. Dadurch stellt sich die Frage: Wann wird Gott gnädig sein und wann nicht? Hier bleibt das irgendwie ungewiss.
Was bin ich froh, von Gottes Sohn, Jesus Christus, eine klare Zusage zu haben im Blick auf Gottes Gnade. Von ihm stammt die Aussage (Johannes 11,25): „Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“ Das von Gottes Seite her zu wissen, ist einfach nur gut!
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