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Wenn Gott für dich ist, wie kannst du gegen dich sein?
Christliches Leben im Spannungsfeld von „Selbstverleugnung“ und „Selbstverwirklichung“.
Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein beschäftigt sich mit der Frage: Welche Form der (christlichen) Religiosität befreit den Menschen und lässt ihn gesunden – und wodurch wird eine christlich geprägte Frömmigkeit für Menschen zum Hindernis für die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit? Dabei nimmt Eckstein insbesondere das Verhältnis des Menschen zu sich selbst in den Blick.
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Kommentare (1)
Lieber Hans-Joachim Eckstein,
Gott schafft uns nicht als Persönlichkeiten, sondern als Person. Gott verleiht uns Menschen eine einmalige, einzigartige, unverwechselbare personale Identität durch … mehrSeine Schöpfungsherrlichkeit. (1. Mose 1,26f.; Römer 3,23) Professor Hans-Joachim Eckstein war Persönlichkeit, aber Hans-Joachim Eckstein ist Person. Was waren Sie in Ihrem Leben? Person oder Persönlichkeit. Wir sollten stets darauf bedacht sein, daß wir hier als Christen in dieser Welt zuallererst Person der Schöpferliebe Gottes sind. Gott kann es uns verwehren, Persönlichkeit zu sein oder zu werden. Darum bringt es Nichts, ein theologisches, anthropologisches, soziologisches, psychologisches, philosophisches Schema an das Leben eines Menschen anzulegen. Es kann sehr wohl hilfreich sein, aber im konkreten Fall hilft es womöglich nicht weiter. Warum? Weil Gott einen anderen Weg für einen Menschen vorsieht. Gott kann einen Weg in die Gemeinschaft verwehren, so daß ein Mensch allein bleibt und das Wesentliche, nämlich daß das Du in ein Wir integriert wird und darin womöglich tiefe Erfüllung erfährt, nicht zu einer erfahrbaren Wirklichkeit werden kann. Gottes Wege können wir nicht wirklich verstehen, schon gar nicht nach fachlich-wissenschaftlichen Denkwegen einordnen. Im Übrigen geht es in der Beziehung des Menschen zu Gott, insbesondere der Beziehung zu Gott in Jesus Christus, niemals um Religiosität, sondern immer um Glauben.
Herzlichen Gruß von Frank E.