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/ Wort zum Tag

Gut schlafen

Michael Sarembe über die Psalm 4,9.

Ich liege und schlafe ganz mit Frieden: denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.

Psalm 4,9

Schlafen Sie gut? In Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen unter Schlafstörungen. Unterschiedliche Dinge sind dafür verantwortlich. Schlechte Essgewohnheiten am Abend etwa oder wenn man die Nacht zum Tag macht und einfach nicht zur Ruhe kommt. Ganz oft sind es aber die Dinge, die uns in unseren Gedanken beschäftigen: Der letzte Streit mit der Partnerin oder dem Partner; die angespannte finanzielle Situation; Schulden; Sorgen um die eigene Gesundheit oder die anderer Menschen; unerledigte Aufgaben; Ängste vor Blamage, Versagen und Ablehnung. König

 

David zählt in Psalm 4 eine Reihe von Gründen auf, die ihm schlaflose Nächte bereiten könnten: Angst; üble Nachrede von bösen Menschen und die Wut darüber; die Frage, wie wohl die Zukunft aussehen wird. Aber dann kehrt bei David Ruhe und Gewissheit ein: Der HERR hört, wenn ich ihn rufe und schließlich in Vers 9: „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne.“

 

Wenn wir schlafen, sind wir unserer Umwelt schutzlos ausgeliefert. Manchmal träumen wir sogar davon, besonders in den Schlafphasen, in denen unsere Muskulatur abgeschaltet ist, und wir sprichwörtlich nichts tun können. Dann träumen wir etwa davon, dass wir fallen und unaufhörlich in die Tiefe stürzen.

König David weiß um die Macht Gottes. Er weiß, dass Gott, der ihn schon im wachen Zustand so oft beschützt hat, das auch im Schlaf für ihn tun wird. Als sein Vorgänger, König Saul, ihn durch die Wüste gejagt und ihn in den Höhlen beim Toten Meer gesucht hat, hat Gott ihn beschützt, sogar als er eine Nacht mit seinem Verfolger in derselben Höhle verbringen musste. David wusste: Gott ist für mich. Deswegen kann und will ich ihm vertrauen. Und deswegen kann ich auch ohne Sorge die Augen schließen und friedlich schlafen.

Aber wie ist das für uns heute? Wie finde ich die Ruhe und Geborgenheit, dass ich mich abends gelassen in die Kissen kuscheln kann? Beim Lesen der Bibel und besonders des Neuen Testaments. Da etwa, wo Jesus immer wieder voller Selbstbewusstsein „ich bin“ sagt. Ich bin der gute Hirte. Ich bin das Brot des Lebens, ich bin das Licht der Welt, ich bin die Auferstehung und das Leben, ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. In all diesen Worten macht Jesus mir deutlich: Ich bin für dich und zeig dir den Weg zum Vater, den Weg zur Geborgenheit, zu dem Ort, wo du dich fallen lassen kannst, wo du dir keine Sorgen machen brauchst, ob du gut genug bist. Wo es egal ist, was Menschen über dich denken und sagen.

Ich wünsche Ihnen, dass dieses Bibelwort sie durch diesen Tag begleitet und vielleicht wird es Ihr Segenswort vor dem Einschlafen heute, mit dem Sie in die Nacht gehen: „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne.“ (Psalm 4,9)

►   Infos zu den Psalmen

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Kommentare (2)

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Christina /

Ihre Andacht von heute schenkt mir Mut, Liebe und Zuversicht, danke dafür.

Sid /

Diese Worte: "Ich bin ..." stehen alle im Johannesevangelium; und 'nur' dort. Hab sie nachgesehen und liste sie mal auf, falls jemand sie gerne nachlesen möchte:
Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mehr