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/ Wort zum Tag

Gemeinschaft der Heiligen – ein Segen!

Gerhard Weinreich über 1. Korinther 3,16.

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

1. Korinther 3,16

In der christlichen Gemeinde Korinths hat es Spaltungen gegeben: Nun gibt es eine Paulus-Partei, Apollos-Partei, Petrus-Partei und Christus-Partei! Streit und Eifersucht sind die Folge. Dagegen muss etwas getan werden. Der Apostel Paulus tut es schriftlich. Redet dabei Klartext: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ Womit nicht bloß die von Kindern gestellte Frage geklärt sein dürfte, wo Gott wohnt. Nicht „droben überm Sternenzelt,“ wie ein Schiller dichtete, sondern – in seiner Gemeinde! Obwohl Paulus die religiösen und sittlichen „Bauschäden" der Christen in Korinth kennt, sagt er: Ihr seid Gottes Tempel.

Wie Paulus dazu kommt? Denken wir an das christliche Glaubensbekenntnis! Darin ist von der „Gemeinschaft der Heiligen“ die Rede. Sie besteht nicht aus perfekten Christen, sondern aus Menschen mit Schwächen und Fehlern, Versagen, Sünde und Schuld. Trotzdem sind sie Heilige, weil sie Gott gehören! Ihn brauchen. Nur von seiner unbegreiflichen Treue leben können: dass seine Barmherzigkeit noch kein Ende hat, sondern alle Morgen neu ist. Was für eine Liebe! Von ihr erfüllt und motiviert sind sie als „lebendige Bausteine" (1.Petrus 2,5) zu einem Tempel Gottes geworden, in dem Gottes Geist wohnt. Das zeigt sich vor allem darin, dass ihr Leben nur ein tragfähiges Fundament kennt: Jesus Christus! Er ist es, der sie zu einer Gemeinschaft der Heiligen macht, in der man sich im Glauben an ihn verbunden weiß: Freud und Leid miteinander teilt; mit den Fröhlichen lacht und mit den Weinenden trauert. Vor allem füreinander betet, damit alle Gottes Hilfe und Kraft, Trost und Geborgenheit erfahren.

Ich kann das dankbar bezeugen. Als im vergangenen Jahr meine Frau starb, erlebte ich nicht nur die Fürsorge und Fürbitte meiner Großfamilie, sondern auch die der großen Gemeinschaft der Heiligen in der Nähe und der Ferne, von deren Glauben und Gebeten ich getragen und getröstet wurde. Besonders vor Weihnachten! Wie viele Mails und Briefe erhielt ich von ihr, die meiner Seele gut taten. Um aus einem zu zitieren: „Wir denken in diesem Jahr besonders an Dich! Für das Fest an Weihnachten – zum ersten Mal ohne Christl – wünschen wir Dir große, tiefe, nie vergehende Freude ins Herz, weil Jesus auf die Welt kam, Mensch wurde, damit wir nicht verloren sind. Er ist für uns da – jeden Tag – Grund für jede Menge Freuden. Er teilt unser Leben! Jede Dunkelheit, alle Ratlosigkeit, den Schmerz, die Angst, den Verlust. Er ist ein göttlicher Freund, der in jedem Moment an deiner Seite ist und versprochen hat, dich nie zu verlassen.“

Vielleicht denkt jetzt mancher traurig oder sehnsüchtig: „Wenn ich doch auch zu einer kleineren oder größeren Gemeinschaft der Heiligen gehören würde! Aber das habe ich leider versäumt – und ist mir jetzt kaum mehr möglich." Doch! Weil Gottes Angebot noch gilt: "Siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.“ (Sacharja 2,14) Nehmen Sie Gott beim Wort! Bitten Sie ihn darum: „Zieh in meinem Herzen ein, laß es deinen Tempel sein!“ (EG 166,2) Und seien Sie dann gespannt, welche Veränderungen der Geist Gottes auch in Ihrem Leben noch auslösen kann! 

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Kommentare (2)

Holger B. /

Das Wort zum Pfingstmontag hat uns beide sehr angesprochen. Vor allem
die Beispiele aus dem eigenem Leben
haben uns berührt.. Der Geist Gottes
schenke Ihnen viel Trost in der Zeit der Trauer.
Holger und Sigrid

frieda /

Danke, für das wunderbare Wort heute morgen für den Trost, für das Zeugnis für die Gewissheit, dass wir Gottes Tempel sind und der Geist in uns wohnt.
Ja, Jesus, zieh in meinem Herzen ein, lass es mehr