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/ Wort zum Tag

Jesus – meine Zuversicht, Stärke und Hilfe

Die Bibelstelle Psalm 46,2-3 – ausgelegt von Dieter Opitz.

Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht.

Psalm 46,2–3

Meine Frau und ich sind mit dem Auto unterwegs, auf der Autobahn A 9 Bayreuth - Nürnberg. Es ist Mitte November. Plötzlich fängt es an zu schneien. Unerwarteter Wintereinbruch - mit Sommerreifen! Bald ist die Fahrbahn mit Schnee bedeckt. Es geht eine Steigung hinauf. Die Räder drehen durch. Ich muss immer langsamer fahren. Ich schalte immer weiter zurück. Doch auch im ersten Gang drehen die Räder durch. Ich schaue in den Rückspiegel. Hinter mir sind schon einige Autos wieder die Fahrbahn hinuntergerutscht. Da rufe ich in meiner Not nur dies eine Wort: "Jesus!" Da geschieht das Unglaubliche: Die Räder drehen nicht mehr durch. Wir schaffen die Steigung. Als ob unser Auto von hinten angeschoben wird. Für meine Frau und mich ein großes Wunder. Ein Eingreifen Gottes, genauer gesagt von Jesus Christus.

Da habe ich die Wahrheit der heutigen Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine erfahren: „Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht.“ Worte aus dem Psalm 46 Vers 2 und 3.

Ursprünglich spricht dieses Psalmwort von Gott. Der ist aber der Vater Jesu Christi. Deshalb möchte ich diesen Vers auch auf Jesus anwenden. Bei Jesus finde ich Hilfe. Er ist mein Schutz und meine Stärke. So habe ich es an jenem Tag im November auf der Autobahn erfahren.

Bei Jesus finde ich Zuversicht, Stärke und Hilfe.  Egal, was kommen mag. Da kann ich in große Nöte hineingeraten. Von denen ist auch in dem Psalmwort die Rede. Da kann mir sogar der Boden unter den Füßen weggezogen werden. Wer an Jesus glaubt, kann auch tief fallen - aber nie tiefer als in Gottes Hände, davon bin ich überzeugt. Auch in den Nächten des Lebens gilt: Wer diesem Jesus vertraut, dem geht immer wieder die Sonne auf.

Wer an Jesus glaubt, kommt wie andere Menschen auch in schwierige Lagen hinein. Der Unterschied ist nur: Er ist nicht alleine. Er hat Jesus an seiner Seite. Der kann ihm auch in den aussichtslosesten Situationen helfen. Der kann ihn herausholen. Was auch geschieht: Jesus ist da, er steht mir zur Seite. Er hält fest und hilft.

Wer an Jesus glaubt, kennt sicher auch noch die Furcht vor dem, was kommen kann. Die kenne ich auch. Aber ich weiß, wohin mit der Furcht.

Ich kann mich in Ängsten und Nöten meines Lebens zu Jesus hinflüchten, wie in früheren Zeiten Menschen in eine befestigte Burg. Dann bin ich auch vor feindlichen Angriffen und Zugriffen beschützt. Vor den Mächten der Angst und der Furcht. Das können Sie auch tun: Sich zu Jesus hinflüchten. Sie können beten: "Herr Jesus, hier lege ich dir alles hin, was mich quält und belastet. Ich bitte dich: Nimm mir das doch alles ab." Dann werden Sie möglicherweise ruhiger und gelassener. „Vielleicht fühlen Sie dann trotzdem noch die Angst, haben Furcht. Aber diese Gefühle müssen Sie nicht beherrschen und lähmen. Im Vertrauen auf Jesus können sie die nötigen Schritte wagen – auch mit zitternden Knien.“

Auf meinem Schreibtisch liegt eine Karte. Darauf stehen Worte des Pfarrers und Seelsorgers Johann Christoph Blumhardt. In schwierigen persönlichen Lagen haben sie mir schon oft geholfen. Sie lauten: „Jesus ist stärker – selbst in wirklich aussichtslos erscheinenden Situationen. Jesus ist Sieger!“

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