/ Wort zum Tag
Gegen Gott hat der Tod keine Chance
Die Bibelstelle Lukas 7,14-15 – ausgelegt von Ralf Berger.
Jesus sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.
Es gibt bestimmte Themen, über die nicht gerne gesprochen wird. Eines dieser Themen ist der Tod. Wer beschäftigt sich schon gerne mit dem Tod? Daher verdrängen viele Menschen dieses Thema. Dennoch ist der Tod stets präsent. Es sterben junge und alte Menschen eines natürlichen Todes. Unfälle führen leider auch immer wieder zu Todesfällen. Krankheiten wie der Krebs fordern ihren Tribut. Und in Kriegen wie in der Ukraine oder im Jemen kommen täglich Hunderte, ja Tausende von Menschen um. Der Tod ist eine nicht zu leugnende Realität. Und natürlich will man häufig das Rad zurückdrehen und die gestorbenen, lieben Menschen wieder bei sich haben. Aber so ist das leider nicht. Der Tod ist unwiederbringlich.
Aber halt! Es gibt doch Berichte von Menschen, die wieder lebendig wurden, obwohl sie bereits tot waren. Ich meine damit nicht Menschen, die Nahtoderfahrungen hatten. Nein, ich rede von Menschen, von denen in der Bibel berichtet wird. Sie wurden wieder lebendig, obwohl sie bereits tot waren. Dabei denke ich an die Tochter des Jairus, einem Synagogenvorsteher, die Jesus gegen alle Erwartungen wieder auferweckte. Auch der Freund von Jesus, Lazarus, war schon mehrere Tage begraben und wurde trotzdem von Jesus wieder lebendig gemacht.
Und dann gibt es die Geschichte des einzigen Sohnes einer Witwe in Nain. Er ist gestorben und soll nun beerdigt werden. Für die Mutter und Witwe ist das eine absolute Katastrophe – nicht nur emotional, sondern auch finanziell. Ihre materielle Lebensbasis ist ihr entzogen. Wer soll sie nun versorgen?
Der Trauerzug bewegt sich aus der Stadt Nain heraus und trifft dabei auf Jesus, der mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Nain ist. Jesus könnte nun weitergehen oder sich dem Trauerzug anschließen. Aber das tut er nicht. Vielmehr lässt er den Trauerzug anhalten und wendet sich dem aufgebahrten Jüngling zu. Jesus spricht: „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“ Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.
Das ist doch der totale Wahnsinn. Der Tote lebt. Dabei sagt Jesus lediglich „Steh auf“! Das hat nichts mit Wunder-Medizin oder Ähnlichem zu tun. Es ist einfach das Wort Jesu, was diese Auferstehung bewirkt. Es ist ein Wunder! Nicht menschlich zu erklären. Die Erklärung für dieses Wunder liegt vielmehr in der göttlichen Autorität Jesu. Er ist Gottes Sohn und hat die Macht selbst das ansonsten Endgültige, den Tod, zu besiegen. Er ist es, der majestätisch die Grenzen des Todes überwindet.
Jesus ist in dieser Situation aber nicht nur derjenige, der seine Macht zeigt. Auch seine Liebe zu den Menschen, insbesondere der Witwe, wird hier deutlich. Er weiß um den großen Schmerz der Witwe. Das lässt ihn nicht kalt. Vielmehr ist Jesus barmherzig. Er handelt dabei mit Feingefühl, ja fast schon zärtlich, als er den Sohn seiner Mutter wieder gibt und ihr damit eine unbeschreibliche Freude macht.
Dies zeigt mir auch heute, dass Jesus mich in den dunkelsten Stunden meines Lebens nicht allein lässt. Ich vertraue auf seine Nähe und Hilfe.
Die Ereignisse in Nain sind eindeutig ein Zeichen für Gottes Allmacht und seine Barmherzigkeit uns Menschen gegenüber. Diese Geschichte beinhaltet aber noch mehr.
Die Auferstehung in Nain ist auch ein Hinweis darauf, was uns Christen am Ende der Welt einmal erwarten wird. Wir dürfen alle bei Gott sein und ewig mit ihm leben. Der Tod wird dauerhaft keine Macht mehr haben. Somit ist die Auferstehung in Nain quasi nur der Trailer für die ewige Auferstehung, die wir im neuen Himmel erwarten. Jesus sagt selbst (Johannes 11,25): „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Somit wird die Hoffnung auf ein ewiges Leben zur Gewissheit.
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