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Aufs richtige Pferd gesetzt

Die Bibelstelle 1. Timotheus 4,10 – ausgelegt von Roland Simantzik.

Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.

1. Timotheus 4,10

Von Pferdesport und Pferderennen habe ich wenig Ahnung. Vielleicht wissen Sie da besser Bescheid. Aber einmal habe ich die Faszination erlebt, die ein Pferderennen auslösen kann:

Ich bin mit meiner Frau im Urlaub in Nordholland. Ich wollte noch etwas besorgen und bin mit dem Fahrrad ins Dorf gefahren. Dann ist die Straße gesperrt. Ich muß absteigen und mein Rad auf dem Gehweg durch eine Menge von Zuschauern schieben. Irgendwann bin ich einfach stehengeblieben. Und bin damit mittendrin und hautnah dran.
Die Straße ist 3,40 Meter lang abgesperrt. Mit viel Sand belegt - wohl zum Schutz der Pferdehufe. Dann kommen zwei Sulkys angefahren, drehen sich am Ende der Straße und bringen sich in Position. Und dann: Die Pferde stürmen los. Die beiden Sulkys schossen pfeilschnell nach vorne. Es dauert nur wenige Augenblicke. Schon haben sie das Ende der Straße, also die andere Seite der Absperrung, erreicht. Wer schneller ist, welches Pferd siegt, kann ich von meinem Standort leider nicht sehen. Aber diese Kraft beim Losrennen, dieser Anzug, dieses Nach-Vorne-Schießen – faszinierend.

Später lese ich im Internet nach, dass ich hier beim Kurzbahn-Trabrennen in Egmond aan den Hoef war. Und dass ich auch auf ein Pferd hätte setzen können. Also eine Wette abschließen darauf, welches Pferd in welcher Runde am schnellsten läuft. Und welches Pferd am Ende siegt.

Auf ein Pferd setzen. Oder: Du hast wohl auf das falsche Pferd gesetzt.

Und was halten Sie davon: Auf den falschen Gott setzen?

Paulus, ein Christ aus dem ersten Jahrhundert, hat seinem Mitarbeiter Timotheus einen Brief geschrieben. Dort steht in Kapitel 4 in Vers 10:
Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.

Paulus spricht vom lebendigen Gott, auf den er gesetzt hat. Jetzt nicht im Sinn einer Wette. Paulus hat seine Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt.
Hoffnung ist das, was sein Leben nach vorne bringt. Ich kann auch sagen: Paulus lebt mit diesem Gott auf diesen Gott zu. Das ist sein Ziel. Wenn er bei Gott ist, hat er gewonnen. Und schon jetzt im Leben - um im Bild zu bleiben: auf der Rennstrecke – lebt Paulus mit dem lebendigen Gott.

Wie machen Sie das in Ihrem Leben?

Wenn Sie einen Gott haben, der bei Ihnen zuhause als Statue in der Ecke rumsteht – der staubt nur zu. Wenn Ihr Gott nichts kann und Ihrem Leben nichts zu sagen hat, dann ist das wahrscheinlich ein toter Gott.
Ein toter Gott ist der falsche, um sein Leben darauf zu setzen.

Nun sagt Paulus: Der lebendige Gott ist der Heiland aller Menschen. Und er ist besonders der Heiland der Gläubigen.

Der Gott, mit dem Paulus lebt, der heilt. Der tut mir gut.
Dieser „Heiland aller Menschen“ - in einem Lied heißt er „der Heiland aller Welt“ –
das ist Jesus.
Gestorben ist er für alle Menschen. Wer ihm das glaubt, mit dem lebt er auch.
Und mit Jesus finden Sie zum lebendigen Gott.

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