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/ Bibel heute

Jesu Einzug in Jerusalem

Stefan Schmidt über Markus 11,1-11.

Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, bei Betfage und Betanien am Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und alsbald wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! Und wenn jemand zu euch sagen wird: Was tut ihr da?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her.[...]

Markus 11,1–11

Was bringt Sie heute zum Jubeln? Wenn wir jubeln, dann bringen wir eine immens große Freude zum Ausdruck. Es ist nicht nur so ein bisschen Freude. Wenn wir jubeln, dann ist es eine Freude, die uns nicht ruhig auf dem Stuhl sitzen lässt.
 

Eine ungewöhnliche Strategie

Lassen Sie mich Ihnen dazu eine Geschichte erzählen. Es ist die Geschichte eines 32jährigen Griechen. Durch seinen Vater hatte er es gelernt, ein guter General zu sein. Er konnte gut kämpfen, aber auch als Feldherr agieren.

Seine Vision war es, das damalige aufgesplitterte Griechenland zu einigen und zu einer großen Nation zu machen. So begannen seine Feldzüge. Unter anderem hatte er die Donau überschritten und so sein Reich tief nach Westen ausgedehnt. Im Süden gehörte Ägypten dazu. Im Osten erreichte er sogar Indien. Ein brillanter Stratege war er. Sein Geheimnis war, dass alle, die er besiegte, in Frieden leben konnten. Sie konnten ihr Leben genauso weiterführen wie bisher, mussten seine Herrschaft nur anerkennen und Abgaben zahlen. Er beschützte sie dann.

Willigten die Besiegten dieser Abmachung nicht ein, dann ritt er mit einem mächtigen Schlachtross in die Hauptstadt ein und ließ einen großen Teil seiner Armee vor Ort. Stimmten sie allerdings zu, ritt er als Zeichen des Friedens und einer gutmütigen Herrschaft auf einen Esel in die Hauptstadt.

Dieser Grieche, von dem ich Ihnen gerade erzählt habe, wurde damals Alexander der Große genannt.
 

Jubel für den König

Nun haben Sie den Text über Jesus gehört, wie er auf einem Esel nach Jerusalem reitet. Seine Vision war es, Gottes Reich zu gründen. Vom Nord- bis zum Südpol, von Westen nach Osten. Jesus möchte, dass Sie ein Teil von dieser Vision sind und quasi seine Herrschaft in Ihrem Leben anerkennen.

Es beginnt mit einem Jubel. Hier sind es die Menschen, die Palmenzweige und Mäntel auf den Boden legen und so ihrer Ehrung von Jesus einen Ausdruck verleihen. Dazu rufen Sie noch „Hosianna!“, „Da kommt der siegreiche Herr!“, „Hier ist der Messias, unser Erlöser!“ Und vieles mehr.

Stellen Sie sich diese Szene ruhig so vor wie Jubel im Fußballstadion oder wie ein Einzug eines Boxers in den Boxring. Das war laut. Das fiel auf.

Aus diesem Grund habe ich Sie zu Beginn meiner Andacht gefragt, was Sie zum Jubeln bringt. Erleben Sie diese Freude, wenn Sie Gottes Stimme hören und dem folgen, was er ihnen sagt? Erinnern Sie sich noch an den Tag, als Sie Jesus in Ihr Herz gelassen haben. Oder erinnern Sie sich an den Tag Ihrer Taufe?

Der Friedefürst zieht ein

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, mit welchem Jubelschrei ich aus dem Wasser kam, weil es ein so unglaubliches Gefühl war, zu wissen, ich bin in Gottes Hand und er wird mich begleiten und beschützen.

Darum finde ich auch diese Geschichte in der Bibel über den Einzug von Jesus nach Jerusalem sehr wichtig. Er war doch schon viele Male dort gewesen. Nur dieses Mal kommt er mit einem Triumphzug. Und er kommt nicht heimlich durch eine Seitentür. Er schleicht sich nicht rein. Er kommt durch das Haupttor mit Jubel wie ein siegreicher König. Er kommt als friedfertiger milder Herrscher.

So, wie Jesus nach Jerusalem eingezogen ist, so möchte er auch in Ihr Herz einziehen.

Die wichtige Frage ist: Darf er das? Darf Jesus Ihr Herz erobern und Ihnen in Ihr Leben hineinsprechen und sagen: „Tu das und tu das lieber nicht?“

Nun, ähnlich wie Alexander der Große hat Jesus viele Schlachten geschlagen. Und bei diesen Schlachten ging es immer um Sie und mich, um zu ermöglichen, dass wir wieder mit Gott in Beziehung treten können.

Raum für Jesus?

Dafür starb Jesus am Kreuz und dafür ist Jesus nach drei Tagen wieder auferstanden. Das hat Alexander der Große nicht gekonnt. Doch ich bin mir sicher, dass die Menschen bei Jesus damals sich daran erinnerten. Denn sie hatten eine große Sehnsucht nach dem Messias, der sie befreit und als mächtiger Herrscher die Nation wieder aufbaut. Darum ist dieses Friedenszeichen, der Ritt auf dem Esel, so wichtig.

Es ist gut, dass wir uns immer wieder neu diese Frage stellen, ob wir nun schon lange an Jesus glauben oder seit kurzem oder ob wir ihn gerade kennen lernen, Die Frage lautet: Erkenne ich Jesus als friedvollen und gutmütigen Herrscher meines Lebens an? Darf er in mein Herz einziehen?

Wenn das so ist, dann hoffe ich, Sie spüren diese immense innere Freude, die Sie nicht still auf einem Stuhl sitzen lässt und Sie jubeln! Und bekräftigen Sie es dann gern mit einem Gebet, in dem Sie Jesus es erlauben in Ihrem Leben zu herrschen und Sie zu leiten.

Natürlich leben wir inzwischen in einer Zeit, in der Jesus nicht sichtbar vor uns steht. Und der eine oder andere Moment in unserem Leben sieht vielleicht alles andere als glamourös aus. Worum es Jesus im Eigentlichen geht, ist Ihre Seele und Ihr Herz und die Gewissheit, wo Sie das ewige Leben verbringen.

Nennen Sie Jesus Ihren Friedensherrscher und leben entsprechend, dann werden Sie in sein Reich kommen. Dann leben Sie bereits darin. Das hat er versprochen.
 

Jesus kämpft für uns

Vielleicht benötigen Sie noch etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen. Dann hören Sie gern in den nächsten Tagen die weiteren Andachten über Jesus, wie er um Sie kämpft.

Genau diese letzten Tage auf der Erde von Jesus sind die entscheidenden Tage, an denen deutlich wird, dass Jesus alles daran setzt, damit Sie heute und in der Ewigkeit mit Gott leben.

Besuchen Sie auch Gottesdienste in einer Gemeinde in Ihrer Nähe, wenn es Ihnen möglich ist. Gerade zu Ostern gibt es wieder viele besondere Gottesdienste und Aktionen. Kommen Sie mit anderen Christen ins Gespräch. Denn der Glaube an Jesus wird am besten in Gemeinschaft gelebt.

Lassen Sie sich gern von dem Jubel der anderen anstecken, so wie die Menschen damals es taten, als Jesus in Jerusalem einzog.

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Kommentare (2)

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Sabine R. /

Ja Jesus darf mein Herz erobern. Danke für dich. Sabine

Peter W. /

„Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“ mehr