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Sachsen-Anhalt: Kirchen und Zentralrat der Juden reagieren mit Besorgnis auf AfD-Wahlsieg
Landesbischof Kramer: „Ein Riss geht durch die Gesellschaft.“
„Es wird schwer, eine Regierung zu bilden, die alle Menschen mitnimmt“, sagte gestern am Wahlabend Friedrich Kramer, Landesbischof der Ev. Kirche in Mitteldeutschland, im ARD-Brennpunkt. „Entsetzt“ über das AfD-Wahlerfolg äußerte sich Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, gegenüber dem epd: „Eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei ist in einem deutschen Bundesland nur knapp von der Alleinregierung entfernt.“
Nach vorläufigem Ergebnis geht die AfD mit knapp 44% als Wahlsieger aus der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hervor. Die absolute Mehrheit hat sie nicht erzielt. Mit einstelligen Ergebnissen ziehen auch SPD. Grüne, Linke und das BSW in den Magdeburger Landtag ein.
In ihrem Wahlprogramm hatte die AfD scharfe Kritik an den Kirchen geübt, ihnen Steuermittelkürzungen angedroht und mehr staatliche Kontrolle. Die Kirchen wiederum hatten ihre ablehnende Haltung zur AfD deutlich gemacht. ERF-Moderatorin Christine Bangel spricht mit Regina König über die Reaktionen von Christen und Juden auf den Wahlsonntag und über kirchliche Projekte wie die „Friedensreiter“, die Menschen wieder zusammenbringen könnten.
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