Das Schweigen der Beter

Lasset uns beten - aber bitte nicht so!

Sechs Tipps, damit aus Gebetsgemeinschaften keine Leidensgemeinschaften werden.

Kennen Sie das Schweigen der Beter? Das tritt meist nach den Worten „Lasst uns beten“ ein, mit der in christlichen Kreisen Gebetsgemeinschaften eingeleitet werden. Danach ist es dann nämlich erst mal still. Und das eine ganze Weile lang. Nach einer gefühlten Ewigkeit erbarmen sich dann zwei, drei Profibeter mit ein paar vollmächtigen – und wenn man Glück hat – kurzen Gebeten.

Warum fällt es Christen schwer, in Gemeinschaft mit anderen laut zu beten? Und das, obwohl Jesus auf das gemeinsame Gebet eine ganz besondere Verheißung gelegt hat? (Mt 18,20).

Zum einem liegt es vielleicht daran, dass man Beten nicht wirklich gelernt hat. Und so demütig wie die Jünger Jesu scheinen wir nicht zu sein. Die haben Jesus einfach gebeten: „Bring uns doch bei, wie das geht (Lukas 11,1)“.

Deshalb schaut man vielleicht anderen zu, wie sie beten und oft mag man wahrscheinlich nicht, was man da sieht und hört. Um mal nur zwei Beispiele zu nennen:

1. Oft erklären Beter in ihren Gebet Gott, was er zu tun im Stande sei. Das geht in etwa so: „Herr, du kannst Bruder Müller gesund machen.“ Oder: „Dir ist es ein Leichtes, Schwester Anneliese die Arbeitsstelle zu schenken“. Braucht Gott diese Erinnerung? Vergisst er, was er zu tun im Stande ist? Oder verbirgt sich dahinter die Scheu, Gott ganz konkret um eine Sache zu bitten. Vielleicht aus falsch verstandener Demut oder aus Angst, dass ein Gebet nicht erhört wird und man dann mit der Enttäuschung klarkommen müsste?

2. Manche Gebete erwecken auch den Eindruck, dass Gott vergesslich ist. Da werden Details und Umstände von Gebetsanliegen erst einmal lang und breit erklärt, bevor die eigentliche Bitte kommt: „Gott du weißt, dass wir gestern über dieses Thema im Vorbereitungsteam für den Gottesdienst gesprochen haben und wir immer noch keine gute Idee für die Gästegottesdienste haben, die jetzt ja schon einen Monat früher stattfinden sollen, weil … „ Braucht Gott diese Infos wirklich, um unser Anliegen zu verstehen?“. Oder ist es nicht oft eher so, dass die Erklärungen als Info an die Mitbeter gedacht sind, denen man erklären will, warum man für eine konkrete Sache betet?

Ich glaube, dass diese Beispiele nicht Ausdruck von Lustlosigkeit oder eines müden Gebetslebens sind. Ich glaube eher, dass wir manchmal so beten, weil wir Gebet nicht als etwas begreifen, über das man sich auch mal ruhig grundlegend Gedanken machen kann. Und vor allem: Das man planen kann und für das es vielleicht die ein oder andere gute Regel gibt. Klar, wir wollen als evangelische Christen keine Gebetsgesetzlichkeit. Doch gerade durch den Verzicht auf Planung und Regeln ergeben sich manchmal die oben genannten Kuriositäten.

Es ist Zeit, Beten neu als ein Abenteuer zu verstehen und als spannende Entdeckungsreise. Und für jede Reise ist es doch ganz selbstverständlich, sich im Vorfeld Gedanken zu machen. Hier sind sechs Tipps, die helfen können Beten - vor allem das gemeinsame Gebet – neu als Abenteuer zu entdecken:

1. Infopflicht!

Wenn Sie im Vorfeld wissen, wofür Sie konkret beten möchten, informieren Sie Ihre Mitbeter vor dem Beten. Dann müssen Sie nicht im Gebet über Gott Ihre Mitbeter über die Umstände eines Gebetsanliegens informieren.

2. Kurz und knackig!

Vermeiden Sie lange Sätze und Erklärungen. Gott weiß, worum es geht. Sagen Sie Gott konrket, wofür Sie dankbar sind  oder was Sie sich von ihm wünschen. Oft reicht ein Satz: „Vater, ich bitte dich, dass du die Kinder auf der Gemeindefreizeit behütest“.

3. Gebetsball spielen

Achten Sie auf Ihre Vorbeter. Betrachten Sie das gemeinsame Beten nicht als Aneinanderreihung von Anliegen, sondern lassen Sie sich von Ihrem Vorbeter inspirieren. Greifen Sie auf, was er gebetet hat und machen Sie da weiter. Man kann das als einen Gebetsball bezeichnen, der von den einzelnen Betern aufgegriffen und weitergespielt wird. Vor allem bei Dankanliegen, oder wenn Sie Gott einfach nur loben, klappt das sehr gut:

Beter 1: „Herr, wir bitten dich, dass viele Menschen zu unserem Gemeindefest kommen.“
Beter 2: „Wir bitten dich, dass sie sich wohlfühlen und ihnen die Predigt auch was bringt“.

4. Die Handbremse lösen

Beten Sie mutig! Oft erlebe ich das Gebet als ein Fahren mit angezogener Handbremse. Da wird Gott so allerhand zugetraut und Kühnes von ihm erbeten und im letzten Satz gibt es dann eine Einschränkung: „Herr, wenn es dein Wille ist.“ Grundsätzlich ist es ja richtig, nach Gottes Willen zu fragen. Ich habe aber manchmal den Eindruck, dass dieser Einschub als eine Art Rückversicherung geschieht. Wird mein Gebet nicht erhört, dann war es eben nicht Gottes Wille.

Als Jesus in Gethsemane bat „Herr, dein Wille geschehe“, da wusste er, was Gottes Wille war. Sein Gebet war daher die Bitte an seinen Vater, ihm zu helfen. Zu helfen, dass er seinem Willen nachgehen kann – auch wenn es für ihn ein Leidensweg wird. Deshalb: Beten Sie mutig. Nehmen Sie nicht schon in Gedanken vorweg, dass das Gebet nicht erhört. Und wenn Gott dann scheinbar wirklich nicht antwortet? Dann beten Sie in der nächsten Gebetsrunde noch einmal dafür. Und noch einmal. Und noch einmal. Und wenn es auf Dauer nicht erhört wird? Dann können Sie sich immer noch Gedanken darüber machen, warum es nicht erhört wurde. Aber erst dann.

5. Beten ist Silber, Schweigen ist Gold

Manche Menschen haben vielleicht auch schlicht und ergreifend Schwierigkeiten, vor anderen laut zu beten. Sie reden nicht gern vor anderen Menschen. Klar, dass das Beten dann noch viel schwerer fällt. Wenn es Ihnen persönlich keine Probleme macht, in größerer Runde zu beten, dann denken Sie aber bitte an die anderen.  Versuchen Sie dann bewusst, Ihre Gebete einfach zu halten. Dann fällt es vielleicht auch anderen leichter, in das Abenteuer „Gemeinsames Gebet“ einzusteigen.

6. Nochmal die Gebetsbank drücken

Strukturen, Formeln und Riten schleichen sich bei jedem von uns ein. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Warum auch? Positiv betrachtet können Sie ein Gerüst sein, an dem man sich entlanghangelt. Ein persönliches, vorformuliertes Gebet kann freier sein als ein spontanes Gebet, das durch kanaanäische Formelsprache wesentlich unfreier ist. Pastor und Bestseller-Autor Timothy Keller beschreibt in einem Newsletter, wie er gelernt hat, freier zu beten. Er orientiert sich dabei an Gebetsvorschlägen von Thomas Cranmer, der 1549 „The Book of Common Prayer“ als gemeinsames Gebetsbuch in der Anglikanischen Kirche einführte. Er schlägt einen 5-Schritt vor, der – auf ein aktuelles Beispiel übertragen – so aussehen könnte:

Man trifft sich mit Freunden in der Gemeinde, um für eine Reihe von Gästegottesdiensten zu beten, mit denen man Menschen erreichen möchte, die auf der Suche nach ihm sind.

a.  Überlegen Sie kurz, wie Sie Gott ansprechen möchten, z. B. einfach „Herr, …

b. Dann formulieren Sie eine Wahrheit über Gott, die in Bezug auf das Anliegen zentral ist: „… Du willst, dass dich alle Menschen kennen lernen und gerettet werden.“

c. Konkretes Anliegen: „Wir bitten dich, dass in diesem Jahr viele Menschen zu unseren Gästegottesdiensten kommen …“

d. Jedes Anliegen hat ein konkretes Ziel. Nennen Sie dieses Ziel: „ …, damit sie dich kennen lernen und deine Gemeinde wächst.“

e. In Jesu Namen das Gebet abschließen. Nicht als magische Formel, sondern als Erinnerung, dass er der Vermittler zwischen Gott und Mensch ist, der Frieden gemacht hat und uns versichert, dass es einen guten Vater im Himmel gibt, der das Beste für seine Kinder will: „Wir bitten das im Namen Jesu, der für alle Menschen gestorben ist.“

Probieren Sie es einfach aus. Entwickeln Sie ein Gefühl dafür, was Ihnen und Ihrem Gebetsteam hilft, offen und unverkrampft voreinander zu Gott zu beten. Es geht nicht um religiöse Übungen. Es geht um eines der spannendsten Abenteuer, die das Leben mit Gott zu bieten hat.


Kommentare

Von Beate F. am .

Angela am 07.07.2011, 21:05 Uhr, ... Ich bin katholisch aufgewachsen und konnte das "Vater unser" und das Glaubensbekenntnis rauf und runter auswendig beten.
Irgendwann wurde mir der Text von beiden bewusst. Als ich Christin wurde, war es kein "Geplapper" mehr, sondern ein insbrünstiges Gebet bzw. Bekenntnis.
Ich konnte nicht mehr beten: ich glaube an die eine katholische Kirche. Aber stattdessen: an die eine christliche Kirche. ... - Hier kann ich nur sagen, das gleiche hier bei mir. mehr

Von Daniel F. am .

Ich sage dancke schön.
Ich glaube es ist sehr gut.
Ich möchte ein beter werden.

Von Thomas Weber am .

Vielen Dank für diesen Artikel.Er kommt für mich zur rechten Zeit! Auch ich tue mich echt schwer, laut zu beten und "lerne" es erst langsam. So bete ich mal laut und mal leise. Jeder sollte so beten, wie er sich dabei am wohlsten fühlt. GOTT hört unsere Gebete so oder so. Hauptsache sie kommen von Herzen!!

Von Beate am .

Den Ausdruck "Gebetsball" finde ich schon gut. Bei "Mütter in Kontakt" beten wir wie in einem Gespräch. Wir lassen uns vom heiligen Geist führen, hören aufeinander und auf Gott, werden eins in dem, was wir beten.
Ich lasse mich fallen im Gebet.
Gott führt.

Von Heike am .

Die "göttliche Freiheit, an etwas teilzunehmen oder nicht" liegt in Bezug aufs Beten m. E. in (mindestens) diesen beiden Versen:
"Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte. " (Mt. 18,19)
und
" Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir mehr

Von A.G. am .

Auch mir kommt das Schweigen bei Gebetsgemeinschaften bekannt vor und früher hatte ich selber Schwierigkeiten laut zu beten. Das habe ich lieber leise getan und bin mir sicher, Gott hat mich trotzdem gehört :-) Zum Reih-um-Beten: Nachdem das eingeführt wurde, habe ich mich so unwohl gefühlt, dass ich gar nicht mehr zum Hauskreis u.ä. gegangen bin, dies ist einer weiteren Person ebenso gegangen, sie nicht mehr mal zum Gottesdienst gekommen! Ein (bestimmt ungewolltes) Unterdrucksetzen ist für ein mehr

Von Christin am .

c/o Peter
Sie sprechen mir aus der Seele. Ich finde es peinlich, wenn in einem Vorbereitungskreis dafür gebetet wird, dass Gott zeigt wo die Regenschirme hingestellt werden können falls es regnen sollte (habe ich mit eigenen Ohren gehört) und wenn sich 15 Frauen von 16 dafür bedanken, dass jede da sein darf. Solche Beispiele ließen sich unendlich fortsetzen.
Da stellt sich mir die Frage nach dem Sinn solchen Betens. Meiner Generation wurde gelehrt wie es in Mt. 6 steht und wie es auch von Ihnen erwähnt wurde.

Von Peter am .

Wann hören wir endlich auf darüber zu klagen, dass es Menschen gibt, denen Gebetsgemeinschaften unbehaglich sind? Wo stellen wir einander in die göttliche Freiheit, an etwas teilzunehmen oder nicht? Wer setzt eigentlich die Maßstäbe? Sind wir Pietisten noch immer so vermessen zu glauben, dass wir die Wahrheit gepachtet hätten? Jesus höchstselbst hat uns gelehrt zu beten (Mt. 6), das ist mein Maßstab. Gebet ist etwas persönlich Spirituelles zwischen Gott und mir. Gebetsgemeinschaften kommen mir zuweilen vor wie zweite Predigten. Wann begreifen wir, dass unsere Erkenntnis nur bruchstückhaft ist?

Von Torsten am .

Es stimmt schon, viele Gebete heute sind einfach sonderbar und eigenartig (um es einmal höflich auszudrücken).
Allerdings wird heutzutage kaum noch das richtige Beten gelehrt.
Wenn ich beten will, dann brauche ich Ruhe und Konzentration, am besten in meinen eigenen vier Wänden (wie Jesus es uns gelehrt hat) und ich konzentriere mich nur auf das Gebet. Für mich geht das so am Besten.

Von Gertrud-Linde Weller am .

Das Reihe-um-Beten ist in kleinerem Kreis bestimmt empfehlenswert.
Bei vielen Teilnehmern könnten kleinere Gruppen von 3 bis 5 zusammen beten, daß es persönlich und mit möglichst viel Teilnahme geschieht.
Anbetung, Schuldbekenntnis, Dank und dann Fürbitte ist bei "Mütter in Kontakt" die bewährte Strukturierung. Mit mögl. nur 1-2 kurzen Sätzen, immer nur ein Anliegen/Gedanke. Und Beteiligung am Anliegen der anderen, praktisch Ergänzung und Unterstützung mit 1-2 weiteren Gedanken dazu.
Gegründet mehr

Von bleck karin am .

Wir haben in unserer Gemeinde einen Gebetskreis, der sich wöchentlich trifft. Gemeindeangelegenheiten, Mission, Israel und die verfolgten Christen sind unsere Schwerpunkte. Der Kreis ist "gebetsfreudig" - jetzt meine Frage: gibt es auch ein "nötigendes" Beten? Ich meine so mit Füßen aufstampfen und Schreien? Das macht mir Angst, ich muß dann immer an die Baalspriester bei Elia denken.

Von andreasm am .

Hier passiert genau das, was der Autor auch wollte - lebhaft werden unterschiedliche Aspekte erwähnt...
Dass man das Thema Beten nicht mit einem Artikel abhandeln kann, ist wohl jedem klar, der in seinem Bücherschrank Literatur zum Thema zu stehen hat.
Hier auch noch ein paar Gedanken:
- Es ist ein Unterschied, ob ich allein mit Gott bin und mit ihm spreche - da kann ich ausführlich und thematisch intensiv und lange beten. In der Gruppe muss ich schon Rücksicht nehmen auf die anderen mehr

Von Heike am .

Vielleicht hilft es, das Thema im Gebetskreis anzusprechen und JEDEN zu ermutigen, sich mal ganz offen zu diesem Thema zu äußern (selbst wenn es - in größeren Gruppen - anonym auf Zetteln wäre, z. B. mit einer Mischung aus Multiple Choice und der Möglichkeit zur persönlichen Formulierung).
Klar, dass dabei das oberste Gebot sein muss, dem andern seine Empfindungen ehrlich zuzugestehen. Manches braucht einfach Zeit und muss (und kann) wachsen.
Aber bitte... bitte... bitte nicht aufgeben!

Von Angela am .

Hallo Michael! Eins wollte ich noch loswerden zum Thema "plappern wie die Heiden".
Ich bin katholisch aufgewachsen und konnte das "Vater unser" und das Glaubensbekenntnis rauf und runter auswendig beten.
Irgendwann wurde mir der Text von beiden bewußt. Als ich Christin wurde, war es kein "Geplapper" mehr, sondern ein insbrünstiges Gebet bzw. Bekenntnis.
Ich konnte nicht mehr beten: ich glaube an die eine katholische Kirche. Aber stattdessen: an die eine christliche Kirche.
Ich möchte nicht mehr

Von Angela am .

Lieber Michael,
ich möchte Dich zu dem Artikel beglückwünschen! Du hast das erreicht, was Du wolltest: eine angeregte Diskussion.:-)
Sicher sprechen die meisten hier aus eigener Erfahrung und haben konkrete Situationen vor Augen, die sie zu einer bestimmten Meinung veranlassen. Das ist auch alles gut so.
Ich frage mich nur, ob wirklich jeder laut beten MUSS oder ob es für Gott nicht auch ok ist, wenn manche Menschen still mitbeten? Vielleicht orientieren sie sich an Matt 6,6:
Wenn du betest, mehr

Von Grace am .

Für mich löst dieser Artikel immer noch nicht die Frage, wie man auch "Dauerschweiger" dazu motivieren kann, laut zu beten.
Denn mal ganz ehrlich: Was passiert, würden die "Profibeter" auch noch schweigen? Hat mal jemand überlegt, dass sie manchmal vielleicht auch das Bedürfnis danach haben? Und wenn dann niemand mehr betet? Schaffen wir dann unsere Gebetsgemeinschaften ab? Ich finde das ganze Thema äußerst frustrierend!

Von Zyank Ali am .

Die Idee ist gut, der Artikel wichtig.
Ist aber ein wenig schnell und m.E. zu oberflächig.
Zum Gebet gehört mehr, als nur die Bitte.
Was ist mit Anbetung, Dank und die Erinnerung an die Vergebung?
Das fordern und forsche Auftreten und so zu beten ist ein neumodischer Trend.
Steht es uns wirklich zu? Oder ist nicht Demut angebracht?
"Ich weiß, ja, dass es für dich ein Leichtes ist . .", finde ich nicht tragisch. Auch nicht: "... dein Wille geschehe. . ."
Haben Sie schon einmal vor Gott gekniet mehr

Von Chris am .

Super Beitrag, kenne das "Schweigen im Kreis" und das darauf folgende einzelne "Profigebet" nur zu gut.
Werde die Tipps mir zu Herzen nehmen und weiterleiten!

Von Waltraud E. am .

Es ist klar, dass Gott kein Problem mit unserem Beten hat, gleich ob es schwerfällig oder langatmig ist. Aber hier geht es doch um die Gebetsgemeinschaft. Ich finde die Anregungen sehr gut. Ich denke, dass es Christen, denen das öffentliche Beten schwer fällt, eine große Hilfe ist, nach den Anregungen, die beschrieben wurden, zu beten. Obwohl ich das Beten in der Öffentlichkeit gewöhnt bin, kann ich die Anregungen nur befürworten, gerade weil sich in Gebetsgruppen, in denen die Beter das freie mehr

Von Karlheinz am .

Hallo liebe Geschwister, lieber Michael,
danke für die Beiträge. Es ist so erfrischend zu wissen, dass wir mit Vater reden dürfen. Es ist so wohltuend sich im Gebet zu öffnen. Für mich ganz klar: Man kann gar nicht falsch beten, weil der Heilige Geist übersetzt. Aber man sagt, weniger ist mehr. Dennoch gibt mir der Heilige Geist im Gebet immer wieder Anliegen ins Herz, die ich dann ausspreche, damit es die Versammlung mit ihrem "Amen" bestätigt.
Möchte auch Platz für andere lassen und demütig mehr

Von Regina am .

Ich verstehe sehr gut was Angela in ihrem Leserbrief darstellte und es ist genau das, was wir Anwender vieler Worte als Lektion immer wieder lernen dürfen:Demut.
Das heißt nicht, dass unser Herz nicht überfließen kann. Es geht um die wohlformulierten Gebete.
Nicht jeder Mensch hat die Gabe, die Fähigkeit, Dinge so in Worte zu fassen, dass sie beim Gegenüber gut ankommen. Ich habe schon Gebetsgemeinschaften erlebt, in denen korrigiert wurde..übrigens nicht sehr liebevoll.Dass diese Geschwister mehr

Von Gunnar am .

Ich finde diesen Beitrag echt Klasse. Liebe Angela und lieber Michael. Natürlich habt ihr irgendwo recht. Aber wenn wir beten soll doch etwas passieren. Und was soll paassieren wenn ein Beter total schwerfällig und langsam betet und die anderen schweifen mit ihren Gedanken ab und sind garnicht bei der sache. Sollen wir im Gebet nichts eins sein, im Geist?
In unserem Jungen Team im Jugendhaus ist das auch so. Zu Anfang war es total schwerfällig. Bis auf 2-3 leute von 7. Seid dem die Leiterin mehr

Von Karin F. am .

Gemischte Gefühle auch bei mir! Menschen, die im Gebetskreis schweigen, tun es i.d.R. nicht aus Bequemlichkeit, sondern haben andere Gründe, körperlicher oder seelischer Art. Ängste hat jeder zeitweilig! Es ist normal! Wenn das zum Thema gemacht wird, fühlt sich mancher "erwischt" oder unter Druck gesetzt. Jeder wird selbst wissen, ob er heute oder morgen laut betet - oder nicht. Auch das stille Gebet - oder das Amen hört Gott!

Von ERF - Fan am .

Ein sehr guter Artikel, den man in den Gemeinden aushängen oder anderweitig bekannt machen sollte. Martin Luther hat, sinngemäß, so gesagt: bete laut, klar und kurz.

Von Michael Gerster am .

Ja, Angie. Da hast du Recht. Man soll auch umständlich beten dürfen. Die Gedanken hatte ich nämlich auch beim Schreiben des Beitrags. Trotzdem habe ich mich dafür entschieden, es so klar zu formulieren. Und zwar aus folgenden Gründen. Erst mal freu ich mich über Diskussionen zu dem Thema. Denn genau darum geht es, dass man auch mal über das redet, worüber man sonst nicht so spricht. Und zum anderen: Jesus selbst hat ja aufgefordert, nicht zu plappern wie die Heiden. Und es kann für den eigenen mehr

Von Angela am .

Bei mir löst dieser Beitrag etwas gemischte Gefühle aus. Im großen Ganzen stimme ich dem zu, frage mich allerdings, ob es von Nöten ist, beim Gebet ein "Zeitlimit" vorzugeben oder eine präzisere Ausdrucksform zu fordern. Gott- wie ich Ihn verstehe- hat auch die "Umständlichen" geschaffen und hört ihnen genauso aufmerksam zu wie denen, die kurz und bündig beten. Ich denke, es ist eher unserer Ungeduld zuzuschreiben, wenn wir diesen Menschen vorgeben wollen, wie Gott etwas hören will und was Er mehr


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