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© Richard Nyoni / Unsplash

28.08.2026 / ERF Global Hope / Lesezeit: ~ 2 min

Autor/-in: Ingrid Will

Ein Dorf blüht auf

Kenia leidet seit Jahren unter einer schlimmen Dürre. Ein Radioprogramm gibt Tipps zu nachhaltiger Landwirtschaft - und verändert Leben.

Mary Wakio lebt in einem kleinen Dorf im Süden Kenias. Wie fast alle in ihrer Nachbarschaft ist sie auf die Landwirtschaft angewiesen, um ihre Familie zu ernähren. Doch das war in den vergangenen Jahren alles andere als einfach.  Der Regen fällt immer unregelmäßiger, die Ernten bleiben zunehmend aus. Mary kämpft wie viele in ihrem Dorf ums Überleben. 

Wenn sie arbeitet, hört die Kenianerin regelmäßig die Radiosendung „Mazingira Yetu“ unseres Medienpartners TWR. Übersetzt heißt das: Unsere Umwelt. In der Sendereihe geht es um Themen wie Ackerbau, Viehzucht und die Vorbeugung von Krankheiten. Aber auch Demokratie, ethnische Konflikte oder der Umgang mit Geld werden thematisiert - alles aus christlicher Perspektive. 

Ein Tipp im Radio verändert alles 

Eines Tages spricht ein Landwirtschaftsexperte in der Sendung über Wasserschutztechniken. Unter anderem stellt er die sogenannte Zai-Gruben-Technik vor. Dabei werden kleine Löcher in den Boden gegraben, die auch bei leichtem Regen Wasser speichern und die Bodenfruchtbarkeit verbessern. 

Mary zögert nicht lange. Gemeinsam mit ihrem Mann hebt sie auf ihrem eigenen Feld Zai-Gruben aus und füllt sie - wie in der Sendung beschrieben - mit Kompost. Und es funktioniert: Die Gruben halten das Wasser und die Mais- und Bohnenpflanzen gedeihen besser als je zuvor. 

Aus Marys Erfolg wird ein Gemeinschaftswunder 

Zum ersten Mal seit Jahren hat Mary eine gute Ernte. Es ist sogar so viel, dass sie nicht nur ihre Familie ernähren, sondern auch noch etwas auf dem Markt verkaufen kann. Das zusätzliche Einkommen reicht, um neue landwirtschaftliche Geräte zu kaufen und die Kinder zur Schule zu schicken. 

Marys Erfolg spricht sich schnell herum. Bald beginnen auch die Nachbarn, ihre Felder nach dem neuen Vorbild umzugestalten. Innerhalb einer Saison verändert sich das ganze Dorf, das zuvor unter der Dürre gelitten hatte. Die Ältesten der Gemeinde organisieren sogar ein Treffen mit dem örtlichen Landwirtschaftsbeauftragten, um noch mehr Bauern mit der Technik vertraut zu machen. 

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Autor/-in

Ingrid Will

  |  Projektmanagerin ERF Global Hope

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