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© Mohammed Hassan / Unsplash.com

17.06.2021 / ERF GlobalHope / Lesezeit: ~ 4 min

Autor: Rebecca Schneebeli

Ein Gott, der mit Frauen redet

Als ihr Mann Christ wird, ist Asal skeptisch. Doch dann begegnet sie selbst dem Gott der Christen.


Asal aus dem Nahen Osten ist gerade einmal 14 Jahr alt, als sie heiratet. In dem Umfeld, in dem sie aufwächst, vermittelt man ihr immer wieder, dass es Frauen nicht zusteht, gewisse Freiheiten zu genießen. Asal erlebt, dass es nicht nur für kleine Mädchen normal ist, erst ihre Väter und Brüder um Erlaubnis zu fragen, bevor sie zum Friseur gehen. Nein, in ihrem Umfeld ist es vielmehr ganz natürlich, dass auch ältere Frauen Entscheidungen nicht alleine treffen und vor allem nicht allein reisen.

Wie Asal geht es vielen Zuhörerinnen der TWR Programme im Nahen Osten. Eine andere Zuhörerin fasst in einem Brief sehr treffend zusammen, wie viele Frauen ihre Situation empfinden:

Ich bin eine Frau von 20 Jahren und ich weiß genau, wäre ich als Mann geboren, hätte das mein Leben viel einfacher gemacht. Meine Ängste halten mich ständig davon ab, meinen Träumen zu folgen. Immer wieder wünsche ich mir, ich wäre ein Mann und hätte all die Freiheiten, die ein Mann hat. Aber ich bin eine junge Frau, deshalb ist mein Leben voller Einschränkungen.

Meine Ängste halten mich ständig davon ab, meinen Träumen zu folgen. Immer wieder wünsche ich mir, ich wäre ein Mann und hätte all die Freiheiten, die ein Mann hat. – Zuhörerin Women of Hope im Nahen Osten

 

„Mein Mann muss verrückt geworden sein!“

Auch Asal ist nicht glücklich über die Beschränkungen, die sie als junge Frau erlebt. Aber sie hat so oft erfahren, dass man sie als wertlos ansieht, dass ihr dies bereits normal erscheint. Daher ist sie sehr verwirrt, als ihr Ehemann David beginnt, sein Verhalten ihr gegenüber zu verändern. Auf einmal ist er aufmerksam und liebevoll zu ihr, wie er es vorher nie gewesen ist. Asal reagiert misstrauisch. Denn diese Art von Freundlichkeit ist sie von ihrem Mann nicht gewohnt.

Irgendwann nimmt sie ihren Mut zusammen und spricht David auf sein verändertes Verhalten an. Er erzählt ihr, er habe einen neuen Freund gefunden und das habe ihn so verändert. Asal kennt die Freunde ihres Mannes und kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer von ihnen für den Sinneswandel ihres Gatten verantwortlich ist. Also fragt sie weiter, auch wenn sie nicht damit rechnet, eine befriedigende Antwort von David zu erhalten.

Doch eines Tages berichtet er ihr, was ihn verändert hat. „Ich habe Jesus gefunden“, erzählt er ihr. Asal muss lachen. Denn für sie ist es unvorstellbar, dass ihr Ehemann seinen ursprünglichen Glauben, den Islam, aufgeben könnte. Zudem leben die beiden in einem Land, in dem ein solcher Glaubenswechsel nicht ganz ungefährlich ist. Deswegen denkt Asal bei sich: Mein Mann muss vollends verrückt geworden sein.
 

Gottes Reden selbst erlebt

Aber ihr Ehemann meint es ernst. Er lädt Asal ein, in die kleine Hausgemeinde mitzukommen, in die er geht. Aber sie lehnt ab. Schließlich weiß sie nur gut, dass sie verhaftet werden kann, wenn sie in einer christlichen Gemeinde gesehen wird. Aber David lässt nicht locker. Er ermutigt Asal, einige christliche Frauen aus der Gemeinde zu besuchen. Da es sich nur um eine kleine Gruppe von Frauen handelt, gibt Asal schließlich nach. Die Frauen, die sie dort trifft, sind sehr freundlich zu ihr und sprechen offen über ihren christlichen Glauben.

Am meisten beeindruckt Asal, dass diese Frauen davon erzählten, dass Gott MIT ihnen redet. Ein Gott, der zu Frauen spricht? Wie kann so etwas sein? Das erscheint Asal völlig abgedreht und widerspricht allem, was sie bislang in ihrem Leben erfahren hat. Aber Asal merkt, dass es wahr ist. Dass diese Frauen wirklich Gottes Reden hören. Als sie sich entscheidet, selbst Jesus nachzufolgen, erlebt sie, dass Gott auch zu ihr spricht.

Ein Gott, der zu Frauen spricht? Wie kann so etwas sein? Das erscheint Asal völlig abgedreht und widerspricht allem, was sie bislang in ihrem Leben erfahren hat.

 

Endlich nicht mehr wertlos!

Asals Geschichte ist kein Einzelschicksal. Viele Frauen im Nahen Osten erleben, dass sie von Männern und der Gesellschaft als wertlos angesehen werden. Sie haben nicht die gleichen Rechte wie Männer und sehr klare religiöse Verhaltensregeln bestimmen ihren Alltag. Viele dieser Frauen erleben Verfolgung: zum einen, weil sie Frauen sind, zum anderen weil sie sich für den christlichen Glauben interessieren. Für Frauen wie Asal erscheint es daher oft undenkbar, sich Jesus zuzuwenden.

Viele dieser Frauen erleben Verfolgung: zum einen, weil sie Frauen sind, zum anderen weil sie sich für den christlichen Glauben interessieren.

 

Infobox: Der ERF unterstützt seit vielen Jahren die Initiative Women of Hope. Erfahren Sie mehr über die Arbeit von TWR Women of Hope und abonnieren Sie unseren monatlichen Gebetskalender.

TWR Women of Hope spricht ganz bewusst solche Frauen an. Die „Women of Hope“-Radiosendungen greifen die Alltagssorgen und Nöte dieser Frauen auf, denen ihr Umfeld einredet, sie seien wertlos. TWR Women of Hope räumt mit dieser Lüge auf und schenkt Frauen rund um den Globus neue Hoffnung. Dadurch erleben Frauen, dass Gott auch zu ihnen spricht und etwas mit ihnen vorhat.

Für Frauen wie Asal ist es lebensgefährlich, mit einer christlichen Organisation wie TWR in Kontakt zu treten. Umso wertvoller sind solche Hörergeschichten. Denn sie zeigen, dass die Botschaft der Hoffnung alle Grenzen überwinden kann und Leben wie das von Asal verändert.

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 Rebecca Schneebeli

Rebecca Schneebeli

  |  Redakteurin

Sie schätzt an ihrem Job, mit verschiedenen Menschen und Themen in Kontakt zu kommen. Sie ist verheiratet und mag Krimis und englische Serien.

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