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© Nataliya Vaitkevich / pexels.com

30.10.2023 / Andacht / Lesezeit: ~ 3 min

Autor/-in: Lilia Schiek

Meine Unsicherheit, Gottes Plan

Wie ich neu gelernt habe, dass ich Gott voll und ganz vertrauen kann. Eine Andacht.


Kennst du dieses Gefühl der Unsicherheit angesichts einer aktuellen Situation? Oder fühlst du eine solche Unsicherheit vielleicht gerade? Ob im Großen oder im Kleinen, wir alle kennen den Wunsch, unsere Situation ändern zu können.

Ich selbst würde manchmal gerne jeder Herausforderung ausweichen, doch das funktioniert zumeist nicht. Erst kürzlich musste ich mich wieder einer Herausforderung stellen.

Ich selbst würde manchmal gerne jeder Herausforderung ausweichen, doch das funktioniert zumeist nicht.

 

Diesen Sommer hatte ich die Chance, bei einem Auslandsaufenthalt in Griechenland in einer Freizeitstätte der Organisation CEF (Child Evangelism Fellowship) mitzuhelfen. Diese Entscheidung brachte einige Unsicherheiten mit sich. Ich kannte niemanden vor Ort und würde das erste Mal allein fliegen.

Hinzu kam, dass ich lange nicht wusste, wo ich schlafen würde, welche Aufgaben auf mich zukämen und ob ich Anschluss finden würde. Ich begann an meiner Entscheidung zu zweifeln.

In Griechenland angekommen übernachtete ich in einem kleinen Gästehaus in der Nähe meiner Gastfamilie. Damit war eine Sorge abgehakt. Es fiel mir aber noch schwer, neue Kontakte zu knüpfen. Nach einer Woche kamen zwei weitere Helferinnen, die mit mir zusammenwohnen sollten.

Dies war erstmal ein weiterer Stressfaktor. Mit Leuten zusammenwohnen, die ich nicht kannte, verunsicherte mich. Doch ich stellte schnell fest, wie gut meine Mitbewohner und ich als Team zusammenpassten. Von da an hat die Arbeit jeden Tag Spaß gemacht.
 

Gottes perfektes Timing

Hierbei zeigte sich auch Gottes guter Zeitplan: Wir alle waren „zufällig“ gerade zu einem Zeitpunkt gekommen, zu dem Helfer dringend benötigt wurden. Darüber hinaus kamen wir „zufällig“ alle zur gleichen Zeit an und schlossen so Freundschaften fürs Leben.

Diese wunderbare Eigenschaft Gottes habe ich kürzlich auch im Buch Esther neu entdeckt. Auch in Esthers Leben offenbarte Gott perfektes Timing.

Esther wird von König Xerxes als neue Königin ausgewählt. Daraufhin muss sie ihre Familie und ihr alltägliches Umfeld verlassen und steht vor vielen Herausforderungen. Von ihrem Onkel Mordechai erfährt sie, dass ihr Volk vernichtet werden soll. Esther ist verzweifelt. Doch ihr Onkel spricht ihr zu: „Wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?” (Esther 4,14)

Esther beschließt daraufhin, ihre Stellung am Hof zu nutzen. Mutig und klug bringt sie ihr Anliegen vor den König und kann Rettung für ihr Volk erwirken.
 

Gottes Perspektive reicht weiter

Diese Geschichte zeigt: Gott behält immer die Kontrolle. Er ist vollkommen souverän. Das habe ich auch in meinem Leben immer wieder erfahren. Auch wenn wir unsere Umstände oft nicht verstehen oder sie ändern wollen, ist und bleibt Gottes Timing perfekt. Wir sind immer genau da, wo er uns haben möchte.

In Zeiten, wo Gottes Plan für uns nicht sichtbar ist, hilft es, sich vor Augen zu führen, dass unser Blickwinkel beschränkt und Gottes Wege unergründlich sind.

 

Wir können und müssen nicht alles verstehen, was er tut. Aber mit Blick auf die Ewigkeit verspricht er uns, dass alles zu unserem Besten führen wird (vgl. Römer 8,28). Dieses Wissen kann uns helfen, in jeder noch so aussichts- oder auch zwecklos erscheinenden Situation einen Sinn und auch Freude zu finden.

Im Nachhinein hat Gott mich durch meine Zeit in Griechenland gesegnet. Ich habe wundervolle neue Freunde gefunden und darüber hinaus auch Gott tiefer kennengelernt. Die oft chaotischen und stressigen Umstände hat er genutzt, um meine Spontanität und Flexibilität zu erweitern und mein Vertrauen in ihn zu vertiefen.

Ich habe erlebt, dass Gott jeden noch so lästigen Umstand immer zum Guten führen kann und wird.
 

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