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© Priscilla du Preez / unsplash.com

01.12.2021 / Theologie / Lesezeit: ~ 2 min

Autor: Sonja Kilian

Mein Bibelbuch (18)

Ein persönlicher Blick in die Heilige Schrift: Sonja Kilian über das erste Buch Samuel.

 

 

„Essen ist fertig!“ So rufe ich manchmal lautstark durch unsere Wohnung, wenn ich für meine Familie eine Mahlzeit vorbereitet habe. Doch oft warte ich zunächst vergeblich, so dass ich ungeduldig ein zweites oder drittes Mal auf das Angebot aufmerksam machen muss.

Eine ähnliche Situation ergibt sich im ersten Buch Samuel. Ein kleiner Junge namens Samuel wird gerufen. Er zögert allerdings nicht, obwohl es mitten in der Nacht ist. Der Junge läuft unverzüglich zu seinem Erziehungsberechtigten, dem Priester Eli. So einen Gehorsam wünsche ich mir bei meinen Kindern auch! Doch Samuel hat sich vertan. Es war gar nicht Eli, der ihn gerufen hat. Erst beim dritten Mal wird klar: Es war Gottes Stimme. Gott höchstpersönlich ruft Samuel, um ihm etwas mitzuteilen.
 

Auf Gottes Stimme hören

Der Junge lernt schnell, auf Gottes Stimme zu hören. Aus dem aufmerksamen Zuhören wird sogar bald ein Gespräch; denn Samuel bittet seinen Herrn auch direkt um Rat und erhält konkrete Antworten. Im Lauf seines Lebens gibt er seinen Landsleuten, den Israeliten, wichtige Anweisungen weiter, die er von Gott bekommt. Heute würde man sagen: Er wird zu einem wichtigen Influencer in der Gesellschaft. Mit anderen Worten ausgedrückt: Samuel wird mit Gottes Hilfe zu einem einflussreichen und guten Ratgeber für sein Volk.

Im ersten Buch Samuel berichtet die Bibel von weiteren Menschen, die eine unglaublich intensive Beziehung zu Gott gepflegt haben. Einer davon ist der berühmte König David. Auch er befolgt Gottes Willen - selbst dann, wenn es nach menschlichem Ermessen unsinnig scheint. Der Schreiber des ersten Buchs Samuel schildert mehrere hochspannende Situationen, in denen ich mich beim Lesen automatisch frage: „Was hätte ich an Davids Stelle getan?“ Jedes Mal wird im Lauf der anschaulich beschriebenen Ereignisse deutlich: Wer auf Gottes Stimme hört und seinem Rat folgt, wird es nicht bereuen. Ganz egal, was geschieht.
 

Einladung zum Büffet

Oft braucht es allerdings viel Mut, um gehorsam zu bleiben. Statt der üblichen Waffen bekam David deshalb eine himmlische Ausrüstung, um den gefährlichen Kämpfer Goliat zu besiegen. In solchen entscheidenden Momenten hat ihn nicht der Mut verlassen, weil eine höhere Macht bei ihm war. Das will ich auch erleben!

Als Kind Gottes bin ich jederzeit an einen gedeckten Tisch eingeladen. Dort gibt es alles, was ich brauche. Am reichhaltigen Büffet finde ich Mut, Standhaftigkeit, Energie und vieles mehr. Das erste Buch Samuel weckt in mir neue Begeisterung, Gottes Einladung zu folgen und mit ihm Gemeinschaft zu pflegen.

 

Weitere Informationen zum Thema Bibel finden Sie auch auf unserem Dossier:

 

 Sonja Kilian

Sonja Kilian

  |  Koordinatorin / Redakteurin International

Mitarbeiterin bei ERF Global Hope für „TWR Women of Hope“. Die Autorin ist auch Ehefrau und Mutter von zwei Töchtern.

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