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01.05.2021 / Zum Schwerpunktthema / Lesezeit: ~ 1 min

Autor: Dr. Jörg Dechert

Eine göttliche Erfindung

Für Jesus ist Solidarität mehr als ein bisschen moralisch ansehnliches Mitleid. Sie ist tiefes Mitleiden mit jedem einzelnen Menschen.


„Solidarität“ ist ein beladenes Wort. Es weckt Bilder von Sozialisten und Gewerkschaften, ist irgendwie „links“ – die da unten zusammen gegen die da oben. Und es weckt Widerspruch: Ist Solidarität nicht ein allzu billiger Ersatz für die Verantwortung des Einzelnen? Wir können doch nicht die ganze Welt retten! Und überhaupt, Stichwort „Rettung“: Wenn Christen und Kirchen von Solidarität reden, verlieren sie damit nicht den Fokus auf das Seelenheil des Einzelnen? Ist Jesus auf diese Welt gekommen, um „Solidarität vorzuleben“, oder um „Sünder zur Umkehr zu rufen“?

Ich glaube: Beides. Solidarität ist schließlich keine Erfindung von Sozialisten, sondern von Gott. In meiner Bibel lese ich gleich auf Seite 4, wie Kain die Verantwortung für das Wohlergehen seines Bruders Abel ablehnt („Soll ich meines Bruders Hüter sein?“), und Gott ihn mit seiner Verantwortung konfrontiert („Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde!“).

Und im Neuen Testament solidarisiert sich Gott in Jesus Christus wieder und wieder mit den Schwachen, Ausgegrenzten und Unterdrückten („Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.“).

Für Jesus ist Solidarität mehr als ein bisschen moralisch ansehnliches Mitleid. Sie ist tiefes Mitleiden mit jedem einzelnen Menschen. Und wenn Gott vom Himmel auf die Erde kommt, um seine Menschen aus ihrer Gottesferne zu retten – ist das nicht der tiefste Ausdruck von Solidarität? Wer diesem Retter-Gott vertraut, muss im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten einfach solidarisch sein mit anderen Menschen, alles andere wäre Verrat an der eigenen DNA. Für mich ist das ein lebenslanges Lernfeld. Aber zum Glück heißt bei Jesus „Jünger“ ja „Schüler“. Lernen Sie mit mir?
 

Wir bleiben in Verbindung!

Ihr

Jörg Dechert

 

  

Dr. Jörg Dechert

 

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 Dr. Jörg Dechert

Dr. Jörg Dechert

  |  Vorstandsvorsitzender ERF Medien
Jahrgang 1971, verheiratet, 2 Kinder, promovierter Physiker. Jesusnachfolger, Medienmensch, Innovationsfan, seit 2014 Vorstandsvorsitzender von ERF Medien. Hat sich intensiv mit den Themenfeldern Medien, Leiten und Veränderung auseinander gesetzt. Mag Musik, Cappuccino und wenn Menschen nicht nur überzeugt sind sondern auch inspirierend.

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Jörg /

Solidarität ist das weltliche Gegenstück zur Nächstenliebe der Bibel. Gleich wie der Antichrist das weltliche Gegenstück Jesu ist. Der Christ übt Nächstenliebe, der Politiker verpflichtet Dritte zur Solidarität.

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