Navigation überspringen

/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wir schaffen es nicht mehr ohne eure Hilfe!

Gedanken von Annegret Schneider über den Bibeltext Apostelgeschichte 6,1-4.

In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst.[...]

Apostelgeschichte 6,1-4

Wer etwas auf sich hält, macht alles selbst. Oder?!? Manchmal muss ich um Hilfe bitten. Das ist nicht in allen Fällen einfach, denn hier und da gilt es, den eigenen Stolz zu überwinden. Könnte schließlich sein, dass ich das Gesicht verliere, wenn ich eingestehe, dass ich es einfach nicht mehr allein hinbekomme.

Es gibt zwei Möglichkeiten, was ich tun kann, wenn ich selbst nicht mehr weiterkomme: Entweder ich versuche den Schein zu wahren und strampele mich ab mit dem Ergebnis, dass am Ende womöglich nur Scherben übrigbleiben oder ich fasse mir ein Herz und bitte um Hilfe.

Genau das tun vor rund 2000 Jahren die Jünger Jesu, als sie mit der Gemeindeleitung überfordert sind. Predigen, organisieren, geistliche Ämter versehen und gleichzeitig sozial-diakonische Dienstleistungen übernehmen, so dass in einer stetig wachsenden Gemeinde niemand übersehen wird – das geht ganz einfach über ihre Kräfte. Die Situation wird in der Apostelgeschichte folgendermaßen geschildert: „In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung.“ Apostelgeschichte 6,1 (LUT 2017)

Dieser aufkommenden Unzufriedenheit begegnen die Gemeindeleiter damit, dass sie um Hilfe bitten und die Verantwortung für die vielfältigen Aufgaben auf mehr Menschen verteilen. So können sich die einen um die Essensverteilung kümmern, die anderen können ihren Predigtdienst weiterhin wahrnehmen. Ob die Verantwortlichen sich schwergetan haben mit der Einsicht, dass sie es nicht mehr schaffen, alles zu stemmen, ist nicht überliefert. Fest steht aber, dass ihnen das Wohlergehen der Gemeinde wichtiger war als die eigene Befindlichkeit. 

Sie möchten noch tiefer in die Bibel eintauchen? Wir empfehlen unsere Sendereihe:

Wort zum Tag

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bitte beachten Sie beim Schreiben Ihres Kommentars unsere Netiquette.