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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Was mir nicht bewusst ist

Markus Baum über Psalm 19,12

Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!

Psalm 19,12-13

Irren ist menschlich, und ich bin ein Mensch. Bin wie alle anderen Menschen auch fehlbar. Ich kann mich irren – und ich kann andere be-irren, aus der Fassung bringen, möglicherweise sogar verletzen. Ohne dass ich es beabsichtigt oder bewusst geplant hätte. Als gelernter Journalist will ich der Wahrheit zum Sieg verhelfen und Dummheit und Ignoranz bekämpfen. Stelle aber manchmal fest oder werde von anderen dezent darauf hingewiesen, dass ich ja auch ignorant sein kann. Ich weiß vieles nicht und muss trotzdem Dinge und Sachverhalte beurteilen. Werde Menschen nicht immer gerecht, im Gegenteil: manchen tue ich ihnen unrecht und merke es noch nicht einmal.

Zum Glück gibt es Hoffnung für fehlbare Menschen wie mich. Der jüdische und der christliche Glaube bietet Lösungen für das Problem der bewussten Verfehlungen, aber auch für das Problem der unbewussten und nicht einklagbaren Sünden. Im teilweise 3.000 Jahre alten Lieder- und Gebetbuch Israels, im 19. Psalm, da heißt es an einer Stelle: “Die Gesetze des Herrn sind wahr. Ausnahmslos sind sie gerecht. Wer sie befolgt, wird reich belohnt. Doch wer kennt schon alle seine Verfehlungen?” Anschließend richtet der Psalmist die Bitte an Gott: “Sprich mich frei von den Sünden, die mir nicht bewusst sind.”

Für den möglicherweise angerichteten Schaden müssen fehlbare Menschen wie ich trotzdem einstehen und alles ihnen Mögliche tun, um den Schaden zu heilen und mit den Geschädigten ins Reine zu bekommen. Aber für Schuld, auch für unbewusste Schuld, gibt es bei Gott Vergebung. Das entlastet und erleichtert.

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Kommentare (1)

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Domin K. /

Sehr gut
Vielen Dank