/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Verspottet, verfolgt, verleumdet - Juchu?
Mirjam Langenbach über Matthäus 5,11
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen.
In seiner so genannten Bergpredigt erklärt Jesus denen, die ihm nachfolgen, sein „Regierungsprogramm“. Das, was für sein Reich, die neue Welt Gottes, gilt. Und es klingt so gar nicht nach dem, was normalerweise gilt. Zum Beispiel sagt Jesus: „Glücklich seid ihr, wenn ihr verspottet und verfolgt werdet und wenn Lügen über euch verbreitet werden, weil ihr mir nachfolgt. Freut euch darüber! Jubelt! Denn im Himmel erwartet euch eine große Belohnung.“ (Matthäus 5,11+12a NLB)
Ich bin ehrlich, ich finde: Der erste Teil klingt nicht erstrebenswert (danach streben braucht auch niemand!), aber der Chef hat es so gesagt, also weiter: Wer Jesus nachfolgt, den erwartet eine gute Zukunft. Das ist die Botschaft der Bergpredigt und überhaupt des Neuen Testaments. Der Weg dorthin kann durch Schwierigkeiten führen.
Wenn ich als Christin also Anfeindungen erleben muss, sollte ich mir zunächst einige Fragen stellen: Warum werde ich abgelehnt? Hat das mit Jesus oder mit mir zu tun? Ist es mein Glaube, der auf Widerstand trifft oder verhalte ich mich nicht angemessen?
Ist das geklärt, bleibt immer noch die Möglichkeit, dass Menschen tatsächlich den Anspruch von Jesus Christus ablehnen und mir deshalb zusetzen. Dann ist es auch in Ordnung, wenn ich mich der Ablehnung stelle und mir die Zusage von Jesus vergegenwärtige.
Wir leben in einer Welt, in der Abermillionen um ihres christlichen Glaubens Willen Nachteile einstecken, ja, sogar um ihr Leben fürchten müssen. Ich denke, es ist Ihre und meine Aufgabe, für diese bedrängten Menschen einzustehen, so gut es geht, und ihnen Hilfe zukommen zu lassen.
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Kommentare (1)
Gut, dass hier die verfolgten Christen erwähnt werden. Mittlerweile trifft es aber auch viele Christen der vermeintlich freien westlichen Hemisphäre am Arbeitsplatz. Wer bei Betrügereien und … mehrMauscheleien als Christ nicht mitmacht, ob als Handwerker, ob im Amt oder in der freien Wirtschaft, bekommt schnell den Eishauch persönlicher Anfeindung durch üble Nachrede und massives Mobbing zu spüren. Das ist mittlerweile nicht die Ausnahme, sondern eher der Normalfall ...
Kreuzweg bleibt eben Kreuzweg, ob dort oder hier. Wer nach seinem Gewissen handelt in einer Welt von Betrug und Verdorbenheit, wird zwangsläufig zur Zielscheibe ...