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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Traumprinz

Elke Drossmann über Markus 15,17-18

und zogen ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf und fingen an, ihn zu grüßen: Gegrüßet seist du, der Juden König!

Markus 15,17-18

Ist er nicht der Traumprinz? Im Purpurmantel mit Dornenkrone steht er im Palast. Jesus, der Sohn Gottes. Jahrhunderte schwärmen Menschen bereits von Israels König. Sehnlichst erwartet, je länger die römische Herrschaft währt. Jesus wird ohne königliches Protokoll gekrönt. Macht wird dem realen „König der Juden“ nicht zugestanden.

Die Krone mit ihren Dornen verrät: Dieser Traumprinz ist ein Albtraum. Wer möchte schon die Blutspritzer Jesu von seinen Kleidern wischen.

Im Markusevangelium, Kapitel 15, Vers 17 und 18 wird die Szene so beschrieben: „Die Soldaten hängten ihm einen purpurfarbenen Mantel um, flochten eine Krone aus Dornenzweigen und setzten sie ihm auf. Dann fingen sie an, ihn zu grüßen: „Hoch lebe der König der Juden!“ (GNB)

Wer möchte nach diesem Krönungszeremoniell an Jesu Seite auf dem Balkon des Palastes stehen? Selbst Pilatus, der römische Statthalter, ist peinlich berührt. Von den jüdischen Würdenträgern ganz zu schweigen. Und die Frauen und Mädchen? Sie verdrücken heimlich Tränen. Sie ahnen – in Jesus steckt mehr. So merkwürdig dieser König Jesus gestylt ist; ist er wirklich kein Traumprinz?

Als König verspottet. Jesus‘ Thron ist das Kreuz. Von diesem Thron aus stellt Jesus alles auf den Kopf: Herrschaftsverhältnisse, Sündenregister enden mit Jesu Tod am Kreuz. Die versperrte Tür zu Gott springt auf und bleibt auf.

Der verkannte König ist bis heute Ihr und mein Traumprinz. Jesus bietet mir seine Hand und sagt: Herzlich willkommen in meiner Welt!

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Kommentare (1)

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Sabine /

Vielen Dank, Frau Drossmann, für Ihren für mich sehr guten Anstoß. Ich hatte gerade sehr bildlich alles vor Augen.
Ein wünsche ein frohes und gesegnetes Osterfest.