/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Mein erster Name ist Friedrich
Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext Psalm 138,2b.
Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel hin und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast dein Wort herrlich gemacht um deines Namens willen.
Mein erster Name ist Friedrich. Für meine Generation ist er eher ungewöhnlich. Mein Vater hieß Friedrich und mein Großvater auch. Verwunderlich ist das wiederum nicht. Namen wie Friedhelm, Wilfried oder eben Friedrich waren damals üblich. Sie waren Ausdruck einer tiefen Friedens-Sehnsucht von Generationen, die von den Weltkriegen geprägt waren.
Auch Gott selbst hat so einen Namen mit tiefer Bedeutung: Jahwe. Er lässt sich in etwa übersetzen mit: „Ich bin da für dich!"
Der israelitische König David war vor drei Jahrtausenden davon begeistert. Er hat sogar ein Gedicht bzw. Lied dazu verfasst. Im Psalm 138 heißt es:
„Ich will dir danken für deinen Namen Gottes, der für deine Güte und Treue steht." (Psalm 138,2b – BasisBibel)
David hat erfahren: Gott ist keiner, der sich einfach nur mit einem schönen Namen schmückt. Sein Name ist zutiefst Ausdruck seines Wesens. Gott hat David nie verlassen trotz aller Nöte, persönlicher Schuldverstrickung und politischer Herausforderungen.
Diese Zusage, die in Gottes Namen steckt – „Ich bin da für dich!" – diese Zusage gilt allen Menschen, die Gott vertrauen – zu allen Zeiten.
Als Kind wurde ich für meinen Namen manchmal gehänselt. Heute bin ich versöhnt mit ihm. Manchmal lohnt es sich, bei der Bedeutung eines Namens genauer hinzuschauen. Das gilt bei Menschen und noch viel mehr bei Gott.
Ihr Kommentar