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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Paradoxe Intervention

Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext 1. Korinther 1,21b

Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die da glauben.

1. Korinther 1,21b

In der Psychotherapie gibt es etwas, das nennt sich Paradoxe Intervention. Ein praktisches Beispiel: Wenn ein lebensmüder Mensch auf die Golden Gate Bridge steigt, dann kommt die Polizei von San Francisco, zückt die Pistole und sagt: „Hände hoch! Sofort runterkommen!“ Und es wirkt! Menschen werden aus ihren Gedanken herausgerissen, die nur um sich selbst kreisen. Sie fühlen sich in ihrer Not ernst genommen. Sie begeben sich in aller Regel in die rettenden Hände der Sicherheitsbehörde.

So etwas Ähnliches finde ich auch bei Gott: Aus seiner Sicht sind wir rund um die Uhr damit beschäftigt, uns selbst zu rechtfertigen, vor anderen und Gott gut dazustehen. Gott weiß: Das bringt uns nicht wirklich voran.

Und deshalb interveniert er paradox: Er, Gott, wird ein Mensch. Erniedrigt sich selbst. Ja  er, der das Leben in Person ist, lässt sein Leben für uns Menschen.

Wer das an sich ranlässt, der bekommt eine ganz neue Perspektive. Den reißt es raus aus dem, was sein Leben bisher negativ bestimmt hat.

Der biblische Autor und Apostel Paulus kommentiert das im 1. Brief an die Gemeinde in Korinth so:

„Deshalb hat Gott beschlossen, durch eine scheinbar unsinnige Botschaft alle Glaubenden zu retten.“ ( 1. Korinther 1,21b – BasisBibel)

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