/ Wort zum Tag
Galater 6,8
Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.
Wer auf den Geist sät, der wird vom Geist das ewige Leben ernten.
Der Monat Oktober ist bekannt als Erntemonat. Die Landwirte, Hobbygärtner und Weinbauern bringen ihre Ernte ein: Kartoffeln, Rüben, Bohnen, Äpfel, Trauben usw. So viele gute Früchte sind wieder gewachsen. Das ist zum Staunen, und alles andere als selbstverständlich. Menschen haben gesät, gepflegt, gehegt und Gott hat eine reiche Ernte geschenkt. Die Ernte ist eine strenge und arbeitsintensive, aber auch eine fröhliche Zeit. Erntezeit ist Freudenzeit!
Saat und Ernte, damit vergleicht die Bibel wesentliche Aspekte unseres Lebens. Wir sollen nicht nur darauf achten, was wir säen, sondern auch auf welchen Boden wir säen. Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Galater, Kapitel 6, Vers 8: „Wer auf den Geist sät, der wird vom Geist das ewige Leben ernten.“ Auf den Geist säen wir dann, wenn wir den Heiligen Geist in uns wirken lassen und dem entsprechend nach den Massstäben Gottes leben, tun was Gott von uns will. Dabei geht es nicht um spektakuläre Taten, sondern ganz schlicht darum, dass wir „Gutes tun“. Da eröffnet sich uns ein weites Betätigungsfeld.
Auf meinem Arbeitsweg bin ich mit der Eisenbahn unterwegs. Dabei treffe ich manchmal auf junge Mütter, die mit kleinen Kindern und einem Kinderwagen unterwegs sind. In solchen Momenten stellt sich die Frage des Säens. Soll ich ihnen beim ein- oder aussteigen behilflich sein, oder mich an ihnen vorbei drücken? Und später im Geschäft: Soll ich helfen, wenn jemand meine Unterstützung braucht? Auch zu Hause gibt es viele kleinere und grössere Dinge, die ich meiner Frau abnehmen kann, auch wenn sie mich nicht einmal danach fragt. Soll ich mich da investieren oder die Arbeit aus Bequemlichkeit meiner Frau überlassen? Und wie steht es mit dem Spenden von Zeit? Soll ich Zeit spenden, indem ich mich ehrenamtlich in der christlichen Gemeinde engagiere, Betagte besuche, dem Nachbarn zuhöre?
Es gibt jeden Tag X-Möglichkeiten, um Gutes zu tun. Die Gefahr besteht aber, dass wir dabei müde werden. Dann brauchen wir eine Ermutigung, wie das Wort, das Paulus an die Christen in Galatien geschrieben hat: „Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen“ (Galater 6,9f).
Auf den Geist säen, darauf kommt es wirklich an. Der Gegensatz wäre, auf das Fleisch zu säen. Und davor warnt der Apostel Paulus. Mit der fleischlichen Saat ist eine egoistische und sündhafte Lebensweise gemeint, die stets den eigenen Vorteil sucht. Am Ende unseres Lebens wird Bilanz gezogen. Paulus schreibt im 2. Brief an die Korinther, Kapitel 5, Vers 10: „Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.“ Das ist eine ernste Mahnung. Unser Leben wird danach beurteilt, worauf wir gesät haben. Auf das Fleisch oder den Geist. Lasst uns gerade heute auf den Geist säen, damit unser Leben eine reichhaltige Ernte bringen kann.
Ihr Kommentar
Kommentare (2)
Paulus hat durch seine Erleuchtung wie die Jünger Zugang zu der Botschaft Jesu bekommen. Wer den Heiligen Geist nicht empfangen hat, lebt im Fleisch. Das vergängliche Fleisch eröffnet uns ein Leben … mehrauf der Erde entsprechend unseren fleischlichen Möglichkeiten. Das Fleisch weiß nichts vom Leben im Heiligen Geist. Die Eltern zeugen das Fleisch und wir werden als Kinder des Vaters im Himmel in das Fleisch für das Leben auf der Erde "hineingesät", wie es mit dem Begriff Jungfrauengeburt verstanden werden muss. .Ein Kind soll nicht aus dem Fleisch, nicht aus dem Wollen des Mannes, sondern aus Gott geboren werden. Als Kind des Vaters im Himmel sind wir Geist im Fleisch. " Im Fleisch wird gesät, im Geist wird auferstanden".
Jesus sagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Als Sohn der Menschen habe ich auf der Erde keinen Platz, wo ich mein Haupt hinlegen kann". Alles, was zur Erde gehört,
bleibt auf der Erde.
Wir sind als Kinder des Vaters unsterblich. Der verlorene Sohn hat als Kind die vollkommene Liebe als Erbe mit auf die Erde gebracht. Seine Liebe kann noch nicht von seinem Verstand blockiert werden. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt, was mit der körperlichen und verstandesmäßig en Entwicklung geschieht. Und jetzt versteht man Jesus: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich" und "Wer mich liebt, den liebt auch der Vater. Wer mich nicht liebt muss sterben! d.h. Er bleibt im Kreislauf von Geburt und Tod bis er wie Jesus lebt.
Vielen Dank für die ermutigende aber auch zurechtweisende Botschaft - da bleibt viel zu tun, heute und in Zukunft, denn Erkenntnis des Wortes Gottes verpflichtet.... und die wurde mir durch Ihre Auslegung reichlich zuteil.