/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Freue dich mit mir!
Wolf-Dieter Kretschmer über Psalm 105,3.
Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!
Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, woher ich komme. Dass das nicht selbstverständlich ist, merke ich spätestens dann, wenn ich mit Menschen zu tun bekomme, die ohne ihre Ursprungsfamilie aufwachsen mussten.
In jeder Familie werden Geschichten von früher weitergegeben. Oft sind diese Erzählungen das Einzige, was von den eigenen Vorfahren übriggeblieben ist.
In Psalm 105 werden einige Begebenheiten der Großfamilie Israel berichtet. Ich lese vom Stammvater Abraham, seinem Enkel Jakob und dessen Sohn Joseph. Die wunderbaren Ereignisse, die zur Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei führten, und wie Mose im Auftrag Gottes die inzwischen zu einem Volk herangewachsene Großfamilie ins verheißene Land brachte.
Angesichts dieser großartigen Geschichte kann ich nur staunen und mich mitfreuen. Und genau dazu lädt der Psalmbeter ein. Er beginnt mit den Worten:
Dankt dem Herrn und verkündet seinen Namen. Erzählt allen Völkern von seinen Taten. Singt ihm und spielt ihm ein Lied zur Ehre. Erzählt von allen seinen Wundern. Freut euch über seinen heiligen Namen. Alle, die zum Herrn beten, sollen fröhlich sein! (Psalm 105,1-3, Neues Leben, Die Bibel)
Ausgehend vom Erleben der Israeliten will ich einen Blick in die Geschichte meiner Familie wagen. Ich will die großen Taten Gottes entdecken und mich an dem freuen, was er an Gutem hat werden lassen.
© Ruth Schneider / ERF
Ihr Kommentar
Kommentare (2)
Moin Herr Kretschmer,
zu Ihren Zeilen fällt mir ein wie wenig doch manche oder viele Menschen von der eigenen Familiengeschichte wissen.
Als Jahrgang 1951 habe ich kaum etwas von meiner Familie … mehrvermittelt bekommen. Und das macht mich manchmal traurig wenn die Enkelkinder nachfragen. Fragen, auf die ich keine Antwort geben kann!
Es ist an der Zeit dass wir Alten aus dieser Erfahrung heraus tätig werden und offensiv das Gespräch suchen. Viele jungen Menschen möchten mehr erfahren, jenseits von Facebook, Instagram etc. Die Generation trägt seit fast 2 Jahren Dinge auf ihren Schultern, wie wir sie, GOTT sei Dank, nicht erfahren mussten.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie besinnliche Weihnachten und ein gesundes 2022.
Mit freundlichen Grüßen
URö
Ja in jeder Familie werden Ursprüngliche Geschichten üblich weitergegeben. Möge auch die Begegnung mit dem Wort Gottes Frucht tragen!