/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Einmalig und ewig
Hans Wagner über Judas 24-25.
Dem, der euch vor dem Straucheln behüten kann und euch untadelig hinstellen kann vor das Angesicht seiner Herrlichkeit mit Freuden, dem alleinigen Gott, unserm Heiland durch unsern Herrn Jesus Christus, sei Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller
Als wir noch Kinder waren, besuchte unsere Familie regelmäßig den dörflichen Gottesdienst am Ort. Bei 150 Einwohnern hatte es nicht für eine Kirche gereicht - ein altes Schulgebäude diente jeden Sonntag als Versammlungsort, die Schulglocke mit Stahlseil läutete meine Mutter.
So manchen Sonntag war ich mit meinen Geschwistern und meinen Elternn allein im Gottesdienst. Nur an Erntedank kamen ein paar Bauern dazu. Und an Heiligabend, da wurde auch dieser kleine Gemeinderaum richtig voll. Ich erinnere mich später an Bemerkungen wie: Jaja, an Heiligabend in die Kirche gehen, aber den Rest des Jahres sich nicht blicken lassen. Wahrscheinlich habe ich es selbst des öfteren gesagt.
Heute? Heute freue ich mich über jede und jeden, der an Heiligabend in die Kirche geht und am Gottesdienst teilnimmt. Und wenn es auch nur einmal im Jahr ist, so ist es doch die Gelegenheit, von diesem lebendigen Gott zu erfahren, der immer wieder verkündet wird und den Judas in seinem Brief im Neuen Testament eindrucksvoll so beschreibt:
Er, der einzige Gott, hat die Macht, euch zu bewahren, damit ihr nicht zu Fall kommt. So könnt ihr fehlerlos und voller Freude vor ihn treten und seine Herrlichkeit sehen. Er rettet uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, und regiert in Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt – wie schon vor aller Zeit, so auch jetzt und für alle Zeit. Amen!
Ihr Kommentar
Kommentare (2)
Dass diese Stelle so interpretiert wird, habe ich noch nie gehört. So quasi: auch wenn du nur einmal in die Kirche gehst, Gott kann dich 'stolperfrei bewahren und fehlerlos präsentieren'! Bis jetzt … mehrhabe ich es immer so verstanden: auch wenn wir trotz allem Vertrauen und Bemühen in Schwierigkeiten und schweren Versuchungen stehen, bringt uns Gott sicher ans Ziel. Der Kontext wurde leider gar nicht berücksichtigt: für den Glauben kämpfen, eingeschlichene 'Christen', sich auferbauen, andere herausreissen, Gericht, usw. Gottes Bewahrung ist unverdiente Gnade, und wir sind aufgerufen, unseren Teil zu tun.
Ja, es ist wahr, dass manche Leute nur einmal (oder 2x) im Jahr in die Kirche gehen, sei es aus Tradition oder aus anderen Gründen. Dann wäre es aber auch gut, wenn über den lebendigen Gott und … mehrSeinen auferstandenen Sohn gepredigt wird. Dafür sollten wir (dringend) beten. Eine Woche haben wir dafür noch Zeit ... für manche ist es die letzte Gelegenheit. Die Liebe Gottes will auch diese Menschen erreichen