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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Einfach mal still sein

Joachim Bär über Klagelieder 3,26.

Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.

Klagelieder 3,26

Was war ich aufgekratzt, letztens nach diesem Treffen. Ich hatte eine Person getroffen, die so ganz anders gehandelt hat, als ich es erwartet habe. Ich war mit ein paar einfachen Sachfragen gekommen – und bin mit noch viel mehr Fragen gegangen.

Direkt im Auto, auf dem Heimweg, ging mein innerer Dialog los. Ich habe hin- und hergewälzt, was mich irritiert hat. Ein frustrierter Satz kommt mir laut über die Lippen: „Das Ganze hättest du dir auch schenken können!“

Zu Hause angekommen, startet ein Dialog mit meiner Frau. Ich teile meine Irritation, zehn Minuten lang. Ich tue meine Verwunderung kund, wälze das Erlebte erneut.

Später am selben Tag lese ich diese Aussage aus der Bibel: „Darum ist es das Beste, zu schweigen und auf die Hilfe des HERRN zu warten.“ (Klagelieder 3, 26)

Ich gehe in mich. Der Autor des Textes, der Prophet Jeremia hat auch viel erlebt, was ihn irritiert hat. Im ganzen Kapitel tut er seinen Unmut kund. Dann beginnt er zu schweigen und auf Gott zu warten.

Ich nehme ihn beim Wort. Ich schließe die Augen, bete kurz und schweige. Einfach so. Wenig später merke ich: Ich bin äußerlich ruhig geworden. Und werde es innerlich.

So geht’s auch, denke ich. Mal wieder eine kleine Lektion Gottes im Alltag. Das nächste Mal nach einer irritierenden Begegnung werde ich es am besten gleich so machen.

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Kommentare (2)

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Stefan H. /

Herzlichen Dank, lieber Bruder für Dein Wort und das offene Zeugnis. Aber pass auf, das "nächste Mal", von dem Du sprichst, ist dann eine Situation, wo die Pfeile aus einer anderen Richtung kommen! mehr

Silvia B. /

Sehr geehrter Herr Baer,
danke fuer dieses ehrliche Zeugnis, und auch so mutmachend.
Solch eine Situation haben sicher schon viele erlebt..., eine gute Idee: Klagelieder 3/26 zu praktizieren.
Ich mehr