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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wenn der Teufel mit Bibelsprüchen Missbrauch treibt

Gedanken von Annegret Schneider zum Bibeltext Matthäus 4,1-11.

Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.[...]

Matthäus 4,1-11

Manchmal kommt der Teufel in einem frommen Mäntelchen daher. Sogar mit dem Wort Gottes kennt er sich aus und wirft gern mit Bibelversen um sich.

Zum Beispiel in der Geschichte von der Versuchung Jesu. Sie steht im Matthäus-Evangelium, Kapitel 4. Jesus verbringt Zeit in der Wüste. Er ist schon eine ganze Weile dort und fastet seit 40 Tagen und Nächten. In so einer Situation ist man angreifbar. Da tritt der Teufel auf den Plan und fordert Jesus heraus: „Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.“ Matthäus 4, 3 (LUT 2017). Doch Jesus kontert mit: „Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«“ (Vers 4)

Aber so schnell gibt sich der Teufel nicht geschlagen. Er beruft sich auf die heiligen Schriften des Judentums, man höre und staune. Doch er missbraucht sie, um Menschen – in diesem Fall Jesus – zu verführen. Er lockt Jesus hoch hinauf auf den Tempel in Jerusalem und provoziert ihn mit einem Zitat aus Psalm 91, indem er sagt: „Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.«“ (Vers 6)

Jesus aber hält dagegen mit den Worten: „Wiederum steht auch geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«“ Jesus beruft sich hier auf eine Aussage im 5. Buch Mose. Ich lerne aus dieser Geschichte: Es ist gut, wenn man sich in der Bibel auskennt. Das kann im Zweifelsfall vor teuflischen Verführungsversuchen schützen.

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