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Echter Trost

Die Bibelstelle Jeremia 31,9 – ausgelegt von Matthias Rapsch.

Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln: denn ich bin Israels Vater.

Jeremia 31.9

33 Bergleute sind infolge eines Bergschlages 700 m unter der Erde in einer Grube eingeschlossen. Bei einer Probebohrung sind Klopfzeichen zu hören. Man beginnt mit einer Rettungsbohrung und nach 69 Tagen können alle Bergleute gerettet werden. Als sie das Licht wieder erblicken und ihre Liebsten in die Arme schließen können, ist die Freude und Dankbarkeit über das wieder geschenkte Leben und die Befreiung groß. Diese Rettungsaktion ist als das Wunder von Chile in die Geschichte eingegangen.

Das Volk Gottes – Israel – ist auch immer wieder eingeschlossen und gefangen. Nicht durch einen Bergsturz, sondern durch andere Völker. Sie sind nicht bereit, auf Gottes Wort zu hören und danach zu handeln, obwohl sich Propheten den Mund fusselig reden. Der Prophet Jeremia ist beauftragt, sein Volk zu neuem Glauben und Vertrauen zu Gott und seinen Geboten einzuladen. Doch dann sieht auch Jeremia mit an, dass das alles nichts fruchtet. Die feindlichen Babylonier stehen vor Jerusalem und zerstören es. Ein Großteil der Bevölkerung wird in die Gefangenschaft geführt. Doch das bedeutet nicht das Ende. Gott erneuert seinen Bund, den er mit den Israeliten geschlossen hat. Er ist treu und wird sie aus der Gefangenschaft in Babylon herausführen.

Im Jeremiabuch heißt es: „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln: denn ich bin Israels Vater.“ Diese Zusage hat sich in der Geschichte Israels immer wieder erfüllt: der Perserкönig Kyros besiegt die Babylonier und lässt die Israeliten wieder nach Hause ziehen. Sie dürfen ihre Stadt Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen. Ein großes Zeichen ist die Staatsgründung Israels 1948 nach fast zwei Jahrtausenden, die nach dem Aufbau und dem Leben in Israel die erneute Zerstreuung 70 n. Chr. umfassen.

Gott nimmt sich seines geliebten Volkes immer wieder an. Wie ein Vater und ein guter Hirte tröstet er sie und leitet sie in gutes und weites Land. Er ebnet die Wege und schenkt frisches lebendiges Wasser. Auf besondere und einmalige Weise wird er sich durch Jesus allen Menschen und seinem Volk Israel annehmen.

Der lebendige Gott hat sich sein Liebstes aus dem Herzen gerissen, seinen Sohn Jesus auf diese Erde gesandt, der von sich sagt: Ich bin der gute Hirte. Er hat auch ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen geteilt. Jesus hat Worte gesprochen, die Menschen magnetisch angezogen haben, er hat Kranke geheilt und Kinder gesegnet, er hat Arme reich gemacht. Ja, er ist am Ende seiner irdischen Wirksamkeit ganz hinunter in unsere Grube des Todes und der Schuld hinabgestiegen, aus der wir uns nicht selbst befreien können. Am Kreuz auf Golgatha hat er für uns den Sieg errungen. Dort und nur dort holt er uns aus der Dunkelheit ins Licht, aus dem Tod ins Leben. Dort werden wir versöhnt mit Gott und den Menschen, und zwar auf Zeit und Ewigkeit.

Wenn Sie das erfahren möchten, lieber Hörer, liebe Hörerin, dann vertrauen Sie heute schon Ihr Leben Jesus Christus an. Sie erfahren in der Gemeinschaft mit Jesus Christus Mut, Stärkung, Tragkraft und Neubelebung Ihres Glaubens. Ja, Sie werden sogar Mut finden, auch anderen diesen Trost weiterzugeben, gerade dann, wenn es um Grenzsituationen wie Leid, Krankheit und Tod geht.

Dann werde ich die Frage 1 des Heidelberger Katechismus: „Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“ so beantworten: „Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre.“

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Kommentare (1)

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Helga B. /

Vielen Dank für diese große Ermutigung an diesem Morgen. Herr Rapsch hat mit wenigen Sätzen anhand der Geschichte des Volkes Israel beschrieben, wie groß die Liebe unseres Gottes ist - für Israel und für uns Alle!