/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Begleiter in eine bessere Zukunft
Oliver Jeske über Offenbarung 21,4
und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Was, wenn ein Mensch bei mir Hilfe sucht – wenn er Antworten auf schwierigste Probleme von mir erwartet? Vor solchen Situationen hatte ich immer einen mächtigen Respekt. Ich fühlte mich überfordert.
Inzwischen habe ich mich in Seelsorge fortbilden lassen. Und ich habe gelernt: Nicht ich muss die perfekte Antwort auf die Fragen und Sorgen der Menschen haben. Gott ist an der Reihe - er hilft, er liebt und tröstet.
Doch manchmal verändert Gott scheinbar nichts. Die Situation verbessert sich nicht. Das ist schwer auszuhalten – auch für mich als Begleiter.
Und doch gibt es eine Botschaft der Hoffnung für mich und für den Menschen, der bei mir Hilfe sucht.
Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung des Johannes, heißt es im 21. Kapitel über die neue Welt Gottes, die noch in der Zukunft liegt:
Gott wird jede Träne abwischen […]. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz.
Denn was früher war, ist vergangen. (Offenbarung 21, Vers 4 – BasisBibel)
Jeder, der Gott und seinem Sohn Jesus Christus vertraut, steuert auf diese Zukunft zu. Das gilt! Und das gibt mir Mut: Ich kann Menschen heute zur Seite stehen – als Begleiter auf einem Weg in eine bessere Zukunft. Das Timing dazu ist Gottes Sache.
Ihr Kommentar
Kommentare (2)
Das macht mir große Angst. Nämlich dass Gott oft furchtbare Situationen hier auf dieser Welt oder im Leben meiner Lieben oder in meinem Leben nicht ändert. Es bleibt unerträglich. Und dann bleibt für … mehrChristen oft nur der einzige Trost das Jenseits. Schmerzhaft. Allerdings gibt es für Nichtgläubige oder Andersgläubige weder einen Trost im Hier und Jetzt noch im Jenseits? Mir kommt vor bei Gott bleiben mehr Antworten offen als dass diese beantwortet werden. An erster Stelle steht wohl der Glaube, nicht das Verstehen.
Es ist schwer auszuhalten als Christ: Ja, er liebt mich, ja er hört , aber er tut nix.
Als Seelsorger/in ist bestimmt das Zuhören- und Nachfragen sehr wichtig. Manchesmal stört es mich, wenn bei einem Tel.Gespräch Jemand viel von sich erzählt, aber kaum nach meinem Befinden fragt. Wenn … mehraber am Schluss des Gespräches gesagt wird: " Danke, dass ich es dir sagen konnte," ! Dann tut mir
das entgegengebrachte Vertrauen gut und überwiegt dann meine kleine Enttäuschung des etwas einseitigen Gespräches.
Ich wünsche Ihnen viele wertvolle Erfahrungen in der Seelsorge-Arbeit mit Gottes Segen !
Herzlich grüsst
Katharina