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Du bist geliebter, als du ahnst (4/7)
Gottes Gnade für alle: Prof. Eckstein über Lukas 15 und das Gleichnis vom verlorenen Sohn.
Was bedeutet es, wirklich geliebt zu sein – bedingungslos und ohne Vorbehalt? Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein, einer der bekanntesten evangelischen Theologen Deutschlands, nimmt uns mit in die Theologie des Lukasevangeliums.
Im Vergleich mit den anderen Evangelien zeigt er: Lukas richtet sich besonders an Heidenchristen und betont die universale Botschaft des Glauben. Anhand der Gleichnisse in Lukas 15,1–32 und Lukas 18,9–14 – darunter das Gleichnis vom verlorenen Sohn – verdeutlicht Eckstein: Gottes Gnade, Barmherzigkeit und das Gnadenjahr des Herrn gelten allen Menschen.
Eine Einladung, neu zu entdecken: Du bist geliebter, als du ahnst.
(Mitschnitt dieser Ansprache zur Verfügung gestellt durch das Bibelkonferenzzentrum Langensteinbacher Höhe.)
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Kommentare (1)
Lieber Hans-Joachim Eckstein,
sind wir geliebt, so wie wir sind? Ja, wir werden in die barmherzige Liebe und GNADE Gottes hineingestellt durch das Evangelium unserer Rettung. Tatsächlich werden wir … mehrin diese neue Wirklichkeit hineingenommen, so wie wir sind, wenn wir offen dafür sind. Aber wir sind nicht geliebt, „so wie wir (hier in dieser gefallenen Welt geworden) sind“. Wozu bräuchte es dann noch das Kreuz und die Umkehr, die Versöhnung mit Gott? Wozu bräuchte es die Erneuerung unserer Existenz durch das Wirken des Heiligen Geistes, durch das Wunder der neuen Geburt, wenn wir doch geliebt sind, „so wie wir sind“!? Es ist ein wunderbarer Zuspruch für den modernen, aufgeklärten Menschen, der von Gott nichts weiß, der Gott nicht kennt und sein Leben nach menschlicher Vernunft, nach menschlicher Selbstbestimmung lebt: Du bist geliebt, so wie du bist! Du bist Gott recht in dem, wie zu lebst und was du tust. Doch mit dem Evangelium hat dies wenig zu tun. Ja, wir sind von Gott geliebt, denn ER hat uns gewollt und geschaffen. Wir sind von Gott geliebt als Sein Ebenbild, und als dieses Ebenbild sind wir zur Gemeinschaft mit unserem Schöpfer bestimmt. Und darum gilt: Freilich liebt Gott den Sünder, aber damit er umkehre von seinem Weg und das Leben wählt. (Hesekiel 18,32; 33,11; 5. Mose 30,15f.) Und Johannes der Täufer bekennt: Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
Herzl. Gr.