/ Wort zum Tag
Zugehörigkeit bringt Frieden
Die Bibelstelle Epheser 2,14 – ausgelegt von Markus Springer.
Christus ist unser Friede.
Ein Leben im Frieden ist sehr begehrt, scheint aber vielerorts sehr weit weg, so sehr sich die Menschen Frieden ersehnen. Zwischen Russland und der Ukraine, im Gazastreifen oder in anderen Gebieten, von denen unsere Medien nur wenig berichten. In unserer Gesellschaft ist es mit dem Frieden auch nicht weit her. Und wenn wir uns die Gewaltdelikte und die Scheidungsraten in Deutschland ansehen, merken wir, dass der Krieg direkt bei uns um die Ecke ist. Wann hört der Krieg im Grossen auf, und wann hört der Krieg im Kleinen auf, in unseren Köpfen und in unseren Herzen? – Wir sehnen uns so sehr nach Frieden!
Die Bibel spricht davon, dass die Ursache allen Unfriedens und Streitens der Unfriede und Streit mit Gott ist. Das alttestamentliche Volk Israel hatte auch immer wieder Streit mit Gott. Lieber vertrauten die Israeliten auf die jeweilige, herrschende Grossmacht – auf Ägypten oder Assyrien – als auf ihren Gott, der sie als sein Volk vor allen anderen Völkern erwählt hat. Er hatte sie mit grosser Macht aus der Unterdrückung in Ägypten befreit und ihnen das gelobte Land gegeben. Israel und Gott, das war immer wieder eine dramatische Geschichte von Abkehr und Rebellion gegen Gott. Gesellschaftlicher und politischer Unfriede waren dabei nur eine Folge des Unglaubens und Unfriedens der Israeliten mit Gott. Sollte es bei uns Menschen heute anders sein?
Aber wer hat denn nun Streit? Gott mit mir oder nicht vielmehr ich mit Gott? Und warum? – Der Mensch geht gewöhnlich seinen eigenen Weg – und zwar ohne Gott, ohne Beziehung und Glauben an ihn. Die Bibel spricht davon, dass deshalb der Zorn Gottes auf dem Menschen liegt. Ohne Hoffnung und Zugang, schuldbeladen und fern von Gott. Obwohl Gott der Schöpfer ist, gehören wir anders als das Volk Israel nicht automatisch zu Gott. Was das auserwählte Volk Israel betrifft: Trotz Unfriede und Streit hat Gott sein Volk nicht verlassen. Durch die Jahrhunderte war seine Hand immer wieder zur Versöhnung bereit. Zuletzt schickt Gott seinen eigenen Sohn, den verheissenen Messias und Erlöser, in diese Welt.
Im Brief des Apostels Paulus an die Epheser Kapitel 2, Vers 14 heisst es von diesem Erlöser, von Jesus Christus: «Denn er – Jesus Christus selbst – ist unser Friede,» …und da wird auch gleich die Begründung dazu geliefert: «er, der aus beiden eine Einheit gemacht und durch sein körperliches Sterben die Mauer der Feindschaft niedergebrochen hat.» (NeÜ)
Die Mauer der Feindschaft war eine Abgrenzung im herodianischen Tempel. Die Trennung des auserwählten Volkes Israel von allen anderen Nationen bzw. von den Heidenvölkern. Israel allein hatte das Privileg, Gottes auserwähltes Volk zu sein. Die Heidenvölker waren jahrhundertelang ausgeschlossen, sie hatten anders als das auserwählte Volk keinen Zugang zu Gott. – Kein Wunder, dass hier Feindschaft entsteht, wenn nur die Einen privilegiert sind.
Jesus Christus starb am Kreuz dafür, dass auch die Heidenvölker Zugang zu Gott bekommen können. So können nun beide Gruppen zu einem Volk Gottes werden – zu seinem Volk. – Und jetzt wird auch deutlich, warum wir Menschen Streit und Krieg haben. Weil wir durch unsere Schuld und Gottesferne nicht dazugehören und dadurch keinen Frieden finden. – Es ist wie ein Fluch, der uns Menschen umtreibt – auch wenn es uns nicht bewusst ist. Wenn es also um Frieden geht, geht es auch um Zugehörigkeit und Heimat. Dort wo ich echte Gemeinschaft mit Jesus Christus finde, finde ich Frieden.
Gottes Plan war von Anfang an, dass sein Volk ein Segen für alle Nationen dieser Erde ist. Er will, dass alle Menschen von diesem Fluch gerettet werden. Durch Jesus Christus können sie zu ihm kommen. Die Mauer hat er niedergerissen. Der Zugang zu ihm ist jetzt frei.
Wir brauchen gesellschaftlichen und politischen Frieden, aber die Ursache liegt tiefer. Der wahre Friede beginnt in Ihrem und meinem Herzen und trägt den Namen einer Person: Jesus Christus. Es ist ein ganz persönlicher Friede mit und durch Gott. Was für ein Vorrecht.
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Kommentare (2)
Alle stehen am Ende allein vor Gott. Das endgültige Urteil wird dann gesprochen. Eine Frage wird lauten, hast du wirklich alles getan, um deine Ehe zu retten? Denn Gott hasst Scheidung. Wir sind … mehrimmer ein Vorbild. Ebenfalls wenn dieses nicht zur Ehre Gottes gereicht. Christen die sich nicht von der Welt unterscheiden, sind dem Satan auf dem Leim gegangen und predigen dessen Evangelium, den ewigen Tod. Sünde fühlt sich wohl und ist der bequeme breite Weg, der zur Verdammnis führt. Liebe ist bereit, für den anderen zu sterben....
Eine Trennung kann Heilung bewirken. Nur mit diesem Ziel ist sie sinnvoll. Damit ist eine andere Beziehung bis zum Ende des Lebens ausgeschlossen. So können wir Gottes Willen nach seinem Wort nacheifern. Zu seiner Ehre....
Ich finde es schade, dass ich immer wieder höre oder lese, gerade von Christen, dass die Scheidungsrate heutzutage so hoch ist. Ich bin sicher, dass sehr viele Frauen ihren Mann verlassen hätten, … mehrwenn sie die Möglichkeiten dazu gehabt hätten, und zwar zurecht. Mein Exmann und ich sind bekennende Christen, trotzdem habe ich mich von ihm scheiden lassen. Ja, ich habe ihn damit weh getan und ja, auch meinen beiden Kindern. Aber es war für mich der richtige Weg.